Portugal

Viana do Castelo – Braga – Guimaraes – Aveiro – Coimbra – Coimbriga – Tomar – Almourol – Fatima – Batalha – Alcobaca – Obidos – Lissabon – Evora – Beja – Porto Covo – Cabo Sardao – Cabo Sao Vicente – Sagres – Lagos – Silves – Armacao de Pera

August 2016

Gut ausgeruht nach angenehmen Tagen auf einem netten Campingplatz in Spanien starten wir unsere Route durch Portugal. Ganz unspektakulär passieren wir die Grenze. Wir möchten Portugal mautfrei befahren und hoffen darauf, dass unser Navi alles richtig macht und alle Mautstrecken vermeidet. Das Mautsystem ist selbst für Portugiesen kaum zu durchschauen, wie uns ein Einheimischer später erzählt. Den Stress wollen wir uns ersparen.

Unser erstes Ziel ist Viana do Castelo, eine über viele Jahrhunderte wohlhabende Hafenstadt. Viele der prächtigen Gebäude sind bis heute erhalten, so dass der Ort zu den schönsten Städtchen Portugals zählt.

Bevor wir unsere Stadtbesichtigung beginnen holen wir uns bei MEO eine Internet-SIM-Karte. Wir bekommen 30 GB für 30 Tage für ca. 35 €. Na, das sollte ausreichen. Dann laufen wir durch die Strassen der Altstadt und genießen das Flair. Leider ist der Himmel nicht grenzenlos blau, sondern teilweise undurchsichtig braun-grau-gelb. Es sind Rauchschwaden von Waldbränden, die uns leider in den nächsten Tagen begleiten werden. Wir übernachten in Viana do Castelo nahe der Eiffel-Brücke. Hier riecht es permanent nach Rauch und der Wind bringt Aschepartikel mit sich. Am nächsten Morgen ist das Wohnmobil innen mit einer dünnen Ascheschicht bedeckt, so dass erst einmal Reinemachen angesagt ist.

Viana do Castelo

Viana do Castelo – Praca da Republica

Viana do Castelo

Viana do Castelo – Altstadtgasse

Viana do Castelo

Viana do Castelo – Eiffelbrücke unter Rauchwolken

Unser nächstes Ziel ist die Stadt Braga. Die mehr als 2000 Jahre alte Stadt ist nicht nur ein Wirtschaftszentrum, sondern auch ein religiöses Zentrum. Daher trägt sie den Beinamen „Rom Portugals“. Wir gönnen uns die Besichtigung der großen Kathedrale und sind beeindruckt von der riesigen geschmückten Orgel aus dem 18. Jhdt. Sie sieht toll aus. Natürlich steht auch die berühmte Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte auf unserem Programm. Es ist warm und wir sind faul und fahren mit dem Schrägaufzug nach oben. Nach unserer Besichtigungsrunde laufen wir die große Freitreppe wieder nach unten. Wir übernachten am Fuß des Berges. Am Morgen liegt schon wieder eine Ascheschicht in unserem Auto. Es scheint so, als ob die Waldbrände kein Ende nehmen.

Braga – Kathedrale

Braga – Kathedrale – Seitenaltar

Braga – Kathedrale – Orgel

Braga – Kirche Hospital de San Marcos

Braga – Palast Raio

Braga – Rathaus

Braga – Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte

Braga – Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte

Braga – Bom Jesus do Monte

Wir fahren weiter nach Guimaraes, einer kleinen Stadt mit einer hübschen Altstadt. 1139 n. Chr. war Guimaraes die erste Hauptstadt des neu entstandenen Portugal. Deswegen steht an der Stadtmauer „Aqui nasceu Portugal – Hier wurde Portugal geboren“. Bevor wir unsere Besichtigung beginnen starten wir mit einem Frühstück. Wir bestellen Tostas – eine dicke Scheibe Brot mit Olivenöl getränkt. Es schmeckt lecker und macht richtig satt.

Die kleine Altstadt von Guimaraes ist nett anzusehen, aber leider auch ziemlich überlaufen. Vor dem Eingang zum Palast der Herzöge von Braganca, der zum UNESCO-Welterbe gehört, drängeln sich die Besucher, so dass wir keine Lust mehr auf dessen Besichtigung haben. Bei den Temperaturen und der Sonneneinstrahlung in einer Warteschlange zu stehen ist uns zu anstrengend. So fahren wir weiter Richtung Süden. Unser Ziel ist die Stadt Porto.

Guimaraes

Guimaraes – Hier wurde Portugal geboren

Guimaraes – Platz Largo da Oliveira

Guimaraes – Kirche Nossa Senhora da Oliveira

Guimaraes – Kirche Nossa Senhora da Oliveira

Guimaraes – Kirche Nossa Senhora da Oliveira – Kreuzgang

Guimaraes – Platz Praca de S Triago

Guimaraes – Burg

Guimaraes – Ritter vor dem Palast der Herzöge von Braganca

Die Rauchschwaden der Waldbrände liegen immer noch in der Luft. Wir hoffen darauf, dass es im Süden besser wird. Doch genau das Gegenteil tritt ein: rund um Porto wird die Luft immer schlechter und die  grau-gelben Rauchschwaden immer dichter, so dass man nicht mehr viel sieht. Die Lungen merken es auch und das Atmen fällt immer schwerer. Da auch der geplante Stellplatz im Botanischen Garten belegt ist und die Ascheluft extrem unangenehm ist, verzichten auf die Besichtigung von Porto. Wir fahren noch fast 80 Kilometer, bis wir nach Aveiro kommen, einer kleinen Stadt an der Küste.

Es ist schon spät, so dass wir heute nicht mehr weiter wollen. Hier an der Küste haben sich die Rauchschwaden etwas verteilt, so das man stellenweise schon wieder blauen Himmel erahnen kann. Es drängt sich der Eindruck auf, dass in halb Portugal die Wälder brennen. Das ist für das Land sicher eine ökologische Katastrophe.

Bis ins 16. Jhdt. war Aveiro ein bedeutender Fischereihafen, doch dann verlandete der Zugang zum Meer. Aveiro gilt als das Venedig Portugals, weil der Ort von drei Kanälen durchzogen wird. Der Vergleich mit Venedig erscheint uns doch sehr übertrieben, denn so schön ist der Ort nicht. Nur die Touristenmassen, die sich auf bunten Booten über die Kanäle schippern lassen, haben mich an den Rummel in Venedig erinnert.

Aveiro – Canal de S Roque

Aveiro – Platz Melo Freitas

Aveiro – Canal do Cojo

Aveiro – Cais dos Botiroes

Unser nächstes Ziel ist wieder ein kulturelles Schwergewicht – die alte Universitätsstadt Coimbra. Hoch oben auf der Bergspitze thront die Alte Universität über der Altstadt. Wir gönnen uns die Besichtigung der Alten Universität mit ihrer großen Bibliothek. Die Warteschlange vor der Kasse ist nicht allzu lang, aber es dauert eine schiere Ewigkeit bis wir unsere Tickets in der Hand haben. Für die Besichtigung der Bibliothek bekommen wir einen Zeitpunkt zugeordnet, an dem wir pünktlich vor der Tür stehen müssen. Nur schade, dass im Inneren der Bibliothek das Fotografieren nicht erlaubt war. Im Eintrittspreis eingeschlossen ist auch der Besuch des Wissenschaftsmuseums. Es hat einen wunderschönen naturwissenschaftlichen Teil mit sehr vielen ausgestopften Tieren und Skletten. Das Museum gefällt mir sehr gut und ich könnte noch viel länger hier bleiben. Im  technischen und chemischen Bereich sind diverse Gerätschaften u.a. zur Mechanik, Optik und Elektrotechnik  ausgestellt, die Bernhard mehr zusagen. Schließlich gehen wir noch in den Botanischen Garten, der uns aber enttäuscht. Es gibt nur sehr wenig Blühendes und einige Teile der Gartenanlage sind nicht zugänglich, weil sie offensichtlich nicht mehr gepflegt werden und verfallen. Hier in Coimbra erleben wir endlich den ersten Tag ohne Rauchwolken in Portugal.

Coimbra

Coimbra – Altstadt

Coimbra – Innenhof der Alten Universität

Coimbra – Innenhof der Alten Universität mit Bibliothek (li)

Coimbra – Alte Universität – Saal der Doktorhüte

Coimbra – Blick von der Alten Universität auf die Stadt

Coimbra – Wissenschaftsmuseum – Naturwissenschaft

Coimbra – Wissenschaftsmuseum – Naturwissenschaft

Coimbra – Wissenschaftsmuseum – Elektrotechnik

Coimbra – Wissenschaftsmuseum – Hörsaal

Coimbra – Botanischer Garten

Unser nächstes Ziel ist Conimbriga. Hier befinden sich die Ruinen der größten Römersiedlung, die bisher in Portugal ausgegraben wurde. Sie stammt aus dem 3. Jhdt. n. Chr. In der weitläufigen Ausgrabung sind die Grundmauern einiger Villen zu sehen, in denen sich teilweise schöne Mosaike erhalten haben, die mir gut gefallen. Im Haus der Brunnen kann man in einen Automaten 50 Cent stecken, um die Fontainen in Betrieb zu setzen. Ich spendiere das Geld, aber die Fontänen sind etwas mager und schnell wieder zuende –  die alten Römer waren doch wohl sehr bescheiden. Leider sind das Forum und eine Thermenanlage sehr häßlich mit Beton rekonstruiert. Die Betonflächen passen so gar nicht zu der ansonsten schön präsentierten Anlage. Hier hätte man besser die Grundmauern gelassen. In dem angeschlossenen kleinen Museum sind einige Fundstücke aus der Stadt ausgestellt. Mir gefällt besonders das Modell des Forums. Der Vergleich mit der Betonfläche ist umso trauriger.

Conimbriga – Haus des Swastika

Conimbriga – Mosaik

Conimbriga – Mosaik

Conimbriga – Mosaik

Conimbriga – Haus der Brunnen

Conimbriga – Haus des Cantaber

Wir fahren weiter nach Tomar. Die Stadt war jahrhundertelang der Sitz zweier Ritterorden. Im 12. Jhdt. residierte hier der Orden der Templerritter. 150 Jahre später fiel er beim Papst in Ungnade und wurde aufgelöst. Der anschließend neu gegründete Christusritter-Orden übernahm den Besitz der Templer. Der Konvent der Christusritter in Tomar zählt zu den größten Sehenswürdigkeiten in Portugal. Früh am Morgen steigen wir den Berg hinauf, um den Konvent zu besichtigen. An der Kasse ist noch keine Schlange und wir können uns in Ruhe die große Anlage anschauen. Zurück im Ort stärken wir uns mit einem leckeren Sahnetörtchen mit frischen Früchten – genau das richtige, um uns von der Besichtigung zu erholen.

Tomar

Tomar – Konvent der Christusritter

Tomar – Konvent der Christusritter – Portal

Tomar – Konvent der Christusritter – Kreuzgang der Waschungen

Tomar – Konvent der Christusritter – Rotunde

Tomar – Konvent der Christusritter – Rotunde

Tomar – Blick auf den Ort

Tomar – Altstadtgasse

Nicht weit von Tomar liegt auf einer kleinen Insel im Rio Tejo die Ruine der Burg von Almourol. Ein kleines Boot fährt uns halb um die Insel zur Burg, von dessen Burgmauer man einen schönen Blick ins Tal hat.

Almourol

Rio Tejo

Wir fahren weiter nach Fatima, einem berühmten Marien-Wallfahrtsort. Jährlich kommen Millionen Pilger hierher. Rund um das Heiligtum gibt es gigantische Parkplätze, über die die Staubfahnen wehen. Wir passieren zuerst den riesigen Versammlungssaal aus weißem Beton. Dann stehen wir auf einer großen Freifläche, an deren Ende sich eine relativ kleine Kirche befindet. In dieser Kirche sind auch die drei Bauernkinder bestattet denen die Muttergottes erschienen sein soll. Neben der Kirche stehen die Menschen Schlange um Kerzen zu opfern. Die Flammen vor ihnen schlagen so hoch wie bei einem Lagerfeuer. Ich finde, der Ort hat irgendwie keine Atmosphäre und er wirkt auf mich auf Massenabfertigung ausgelegt.

2016-08-16-nr006-P-Fatima-neu

Fatima

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Fatima – Wallfahrtskirche

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Fatima – Marienstatuen in allen Variationen

Da gefällt mir unser nächstes Ziel doch viel besser – das Kloster von Batalha. Es zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Kloster mit der riesigen Kirche wurde im 14. Jhdt. erbaut als Dank für den Sieg der Portugiesen über eine zahlenmäßig überlegene spanische Armee. Die riesige Kirche liegt mitten in einem recht modernen Ortszentrum und beeindruckt allein schon durch ihre Größe. Ich gönne mir noch den Eintritt in das Kloster. Hier befindet sich das Grab von Heinrich dem Seefahrer. Mit ihm begann ab 1405 n. Chr. die Zeit der portugiesichen Entdeckungen. Schließlich bestaune ich noch das Schmuckportal in der Unvollendeten Kapelle. Dieser Torbogen ist wirklich eine Pracht.

Batalha – Kloster

Batalha – Kloster

Batalha – Grab von Heinrich dem Seefahrer

Batalha – Kreuzgang

Batalha – Kreuzgang

Batalha – Portal der Unvollendeten Kapelle

Die nächste UNESCO-Kirche ist nicht weit und so fahren wir nach Alcobaca. Das Kloster wurde im 12. Jhdt. als Dank für den Sieg über ein maurisches Heer gegründet. Es beeindruckt durch eine unglaublich lange Fassadenfront. Das Innere der Kirche ist eher schlicht. Dieses Mal spare ich den Eintritt ins Kloster und wir gönnen uns statt dessen einen der leckeren Toasts – schön im Schatten unter Bäumen sitzend.

Alcobaca – Kloster Santa Maria

Nach so viel Kultur brauchen wir eine Pause. Wir finden einen wunderschönen ruhigen kleinen Stellplatz bei Tras de Outeiro, wo wir uns wohl fühlen. Er liegt inmitten von Obstplantagen und wir sehen, dass im Moment Nektarinen geerntet werden. Wir ernten auch, allerdings wild wachsende Brombeeren. Sie waren richtig süß und lecker. Vom Stellplatz aus laufen wir zu Fuß nach Obidos, einem der angeblich schönsten Orte Portugals. Das Dorf ist vollständig von einer Stadtmauer eingeschlossen. Von der Stadtmauer aus kann man in die Gassen schauen. Dort unten lang zu laufen macht keinen Spaß, denn der Ort wird von Touristen überrannt und es herrscht ein furchtbares Gedränge.

Obidos

Obidos

Obidos

Von Obidos aus fahren wir mit einem Schnellbus nach Lissabon, um uns die Hauptstadt Portugals anzuschauen. Ganz entspannt bringt uns der Bus in einer Stunde nach Lissabon. Mit einer Tageskarte ausgestattet geht es mit der Metro weiter ins Zentrum. Hier wollen wir zuerst mit einer der berühmten alten Strassenbahnen fahren. Wir finden die Haltestelle, aber die Schlange der Wartenden ist so lang, dass uns die Lust vergeht. Wir laufen weiter und sehen unterwegs eine der alten Straßenbahnen an uns vorbei fahren. In ihr stehen die Fahrgäste wie die Sardinen in der Dose. Lissabon ist auf sieben Hügels erbaut und es geht ständig bergauf oder bergab. So laufen wir erst einmal bergauf zur Burg und enden wiederum an einer langen Warteschlange vor dem Kassenhäuschen. So drehen wir um und wollen runter ans Wasser, um von dort aus nach Belem zu fahren. Die Menschenmassen an der Haltestelle sind ein Graus und wir sind schon ziemlich genervt, als wir in Belem ankommen. Die Besichtigung des Hieronymus-Klosters fällt aus – wegen der Warteschlangen. Das Entdeckerdenkmal ist eingerüstet und der Turm von Belem umlagert. So kämpfen wir uns wieder zurück zum Ausgangspunkt. Wir laufen noch ein wenig durch die Strassen und finden nichts, was uns gefällt.  Lissabon ist nur nervig und wir haben keine Lust mehr. Die Gassen der Stadt sind wenig ansehnlich und die Menschenmengen kaum zu ertragen. So fahren wir schon am frühen Nachmittag weder zurück mit dem Bus aufs Land. Lissabon im August ist wirklich nicht zu empfehlen, die Stadt ist mit dem Ansturm der Touristenmassen völlig überfordert. Wenn man wirklich ein paar Sehenswürdigkeiten von innen sehen möchte muss man mit ein paar Stunden Wartezeit rechnen.

Lissabon – alte Straßenbahn

Lissabon – Platz Praca do Comercio

Lissabon – Hieronymus-Kloster

Lissabon – Turm von Belem

Lissabon – Aufzug Santa Justa in die Oberstadt

Lissabon

Irgendwann verlassen wir unser ländliches Paradies, denn es gibt noch mehr zu besichtigen. Unser nächstes Ziel ist die Stadt Evora mit einem historischen Stadtkern, der von einer großen Kathedrale überragt wird. Schon zur Zeiten der Römer gab es hier eine Siedlung, von der noch Reste eines Tempels erhalten sind. Wir spazieren durch die Gassen und lassen den Ort auf uns wirken.

Evora – Platz Giraldo

Evora – römischer Tempel

Evora – Tor Porta de Moura mit Kathedrale im Hintergrund

Evora

Dann geht es weiter nach Beja, einem kleinen Ort mit einer Burgruine. Erwähnenswert ist der hübsche Turm der Burg.

Korkeichen zwischen Evora und Beja

Beja – Burg

Beja – im Burgturm

Blick von der Burg auf Beja

Dann wollen wir zur Westküste. Über Porto Covo geht es zum Leuchtturm am Cabo Sao Sardao. Hier gefällt es uns gut und wir machen einen kleinen Spaziergang am Rand der Steilküste. Auch die Nacht direkt unter dem Leuchturm war schön.

Westküste bei Ilho do Pessegueiro

Westküste bei Ilho do Pessegueiro

Küste bei Porto Covo

Küste bei Porto Covo – Möwe

Cabo Sardao

Cabo Sardao

Nun ist es nicht mehr weit und wir erreichen das Cabo de Sao Vicente, den südwestlichsten Punkt Europas. Der Wind pfeift und wir müssen aufpassen, dass uns nicht die Autotür aus der Hand gerissen wird. Leider sind wir nicht alleine, denn auch hier knubbeln sich die Menschenmassen. Rund um das Cabo sieht es aus wie auf einer Müllkippe, denn überall fliegt der Dreck in Massen herum. Ich finde es furchtbar und es gefällt mir überhaupt nicht.

Cabo Sao Vicente

Cabo Sao Vicente

So fahren wir schnell weiter nach Sagres, um die Festung zu besichtigen. Wir sind vor sehr vielen Jahren schon einmal hier gewesen und ich muß feststellen, das sich der Ort zu seinem Nachteil verändert hat. Im Innern der Festung steht mittlerweile ein moderner, leer stehender Betonklotz. Ein Spazierweg führt am Rand der Steilküste entlang. Neben dem Weg sehe ich sehr schöne Blumen, die mir gut gefallen. Es sind Sandlilien, die ich noch nie gesehen habe – für mich das einzig Sehenswerte an Sagres.

Sagres – Festung

Sagres – Festung

Sandlilien

Unsere letzte Etappe durch Portugal führt uns an der Algarve entlang. Bei Lagos fahren wir zum Aussichtspunkt Ponta da Piedade. Von hier oben haben wir einen schönen Blick auf die Felsküste der Algarve. Am Fuß der Felsen fahren kleine Boote zu den Grotten, die das Wasser ins Gestein gewaschen hat. Doch für die kurze Fahrt sind uns die 15 € zu teuer.

Ponta da Piedade

Ponta da Piedade

Ponta da Piedade

Ponta da Piedade

Ponta da Piedade

Ponta da Piedade

Statt dessen fahren wir nach Lagos, wo wir hinter dem Yachthafen parken. Eine Fußgängerbrücke bringt uns ins Zentrum, wo wir die kleine Festung anschauen und ein wenig durch den Ort bummeln.

Lagos

Lagos – Festung Ponta da Bandeira

Lagos – Stadtmauer

Lagos

Wir fahren weiter die Küste entlang und finden einen Aussichtspunkt mit Blick auf Portimao, bevor wir ins Landesinnere abbiegen, um uns den Ort Silves anzuschauen.

Blick auf Portimao

Silves war jahrhundertelang ein Zentrum der Mauren an der Algarve. Ein Erdbeben zerstörte die Stadt im 18. Jhdt. und so ist aus der maurischen Zeit nur eine Festungsruine erhalten. Durch ein altes Stadttor laufen wir bergauf zur Festung. Im Innern der Festungsmauer sind die Grundmauern der Paläste zu sehen. Außerdem wurde ein hübscher kleiner Park angelegt. Am Abend sehen wir, dass Silves auch ein Hauptquartier der Störche sein muss, denn auf einem Sendemast sitzen alleine vier der großen Vögel. Lange ist das Klappern der Störche noch zu hören.

Silves

Silves – Eingang zur Festung

Silves – Festung

Silves – Festung

Blick von der Festung auf Silves

Silves – Altstadtgasse

Von Silves fahren wir zurück zur Küste nach Armacao de Pera. Vom Campingplatz aus wandern wir durch den Ferienort hinauf auf die Steilküste. Von oben ist gut zu erkennen, dass das Wasser recht trübe ist. In der nächsten Bucht erkennen wir die Ursache, denn hier münden dicke Abflußrohre ins Meer. Ich kann es kaum glauben, als ich sehe, dass die Badegäste gleich neben den Rohren munter im Wasser planschen. Geschmäcker sind offensichtlich verschieden. Wir wandern bis zum Aussichtspunkt bei der Kapelle Nossa Senhora da Rocha bevor wir umdrehen.

Armacao de Pera

Algarveküste bei Armacao de Pera

Algarveküste am Aussichtspunkt Nossa Senhora da Rocha

Von hier ist es nicht mehr weit bis zur spanischen Grenze. Wir hoffen, dass im nächsten Monat weniger Besucher unterwegs sind und wir uns die Sehenswürdigkeiten in Südspanien in Ruhe anschauen können.

Insgesamt hat uns der Norden Portugals besser gefallen als die überlaufene Algarve, wenn nur die furchtbaren Waldbrände nicht gewesen wären. Unser Navi hat uns immer mautfrei durchs Land geleitet. Die moderaten Eintrittspreise haben uns manche Besichtigung möglich gemacht. Insgesamt ist das Preisniveau in Portugal etwas niedriger als in Spanien. Doch es gibt eine Ausnahme: Diesel ist teurer.

Das war unsere Reiseroute durch Portugal:

Karte Portugal 2016

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