Spanien 1. Teil

Pamplona – Lumbier – Javier – Olite – Bardenas Reales – Soria – Segovia – Toledo – Aranjuez – Madrid – Avila – Coca – Medina del Campo – Tordesillas –  Valencia de Don Juan – Leon – Cuevas Valporquero – Luarca – A Coruna – Santiago de Compostela

Juli 2016

Bevor wir unsere Reise nach Spanien fortsetzen müssen wir in Irun erst einmal in die MAN-Werkstatt, um einen undichten Wellendichtring am Verteilergetriebe tauschen zu lassen. Als unser Auto wieder fit ist machen wir uns auf nach Pamplona.

Pamplona ist eine alte Stadt. Vom 10. – 15. Jhdt. war sie Hauptstadt des Königreichs Navarra. Heute ist Pamplona bekannt für die Fiesta de San Fermin, bei der jeden Morgen die Stiere durch die Straßen zur Stierkampfarena getrieben werden, wo am Nachmittag die Stierkämpfe stattfinden. Zur Zeit von San Fermin herrscht Ausnahmezustand in der Stadt. Da der Trubel nichts für uns ist sind wir froh die Stadt noch vor der großen Fiesta besuchen zu können.

Vom Campingplatz fahren wir mit dem Bus ins Stadtzentrum.  Zu unserer Freude ist an der Haltestelle im Zentrum ein Vodafone-Laden, in dem wir SIM-Karten fürs Internet kaufen. Es gibt wieder aufladbare Karten mit 2 GB für 20 €, sowie eine nicht wieder aufladbare Touristenkarte mit 1,5 GB für 3 Monate (15 €).

Gut versorgt starten wir unsere Stadtbesichtigung.  Auf dem Plaza de Castillo, dem großen zentralen Platz in der Altstadt, hören wir aus einer Seitenstrasse Musik. Wir laufen hin und sehen große Figuren, die zur Musik tanzen. Sie scheinen schon die ersten Vorboten des kommenden Festes San Fermin zu sein. Wir wandern weiter zur Kathedrale, auf deren Besichtigung wir verzichten, da sie 5 € Eintritt kostet. Dafür besichtigen wir die schöne Altstadt, die uns gefällt. Die ganze Stadt ist schon mit hunderten von Dixi-Klos zugestellt, hier wird wirklich ein Riesen-Rummel erwartet.

Pamplona – Fiesta San Fermin

Pamplona – Plaza del Castillo

Pamplona – Figuren

Pamplona – Figuren

Pamplona – Rathaus

Pamplona – Altstadtgasse

Pamplona – Altstadtgasse mit Kathedrale im Hintergrund

Wir verlassen Pamplona und fahren weiter durch Navarra zu einer Aussichtsplattform, von wo wir in die tiefe Schlucht Foz de Arbayun schauen. Ab und zu soll man hier Geier fliegen sehen, aber heute morgen sind nur die Schwalben unterwegs.

Foz de Arbayun

Nicht weit davon bei dem kleinen Ort Lumbier entdecken wir einen schönen Campingplatz. Von hier wandern wir zur nahe gelegenen Schlucht Foz de Lumbier.  Früher führte eine Eisenbahntrasse durch die Schlucht. Heute ist die ehemalige Bahntrasse ein schöner Wanderweg, auf dem wir einen der ehemaligen Bahntunnel durchqueren, bevor wir in der Schlucht stehen. Plötzlich sehen wir oben am Rand der Schlucht den ersten Geier. Es werden immer mehr Geier, die oben am Rand entlangfliegen. Es ist beeindruckend die großen Vögel in der Natur zu beobachten.

unterwegs zum Foz de Lumbier

Foz de Lumbier

Foz de Lumbier

Geier im Foz de Lumbier

Geier im Foz de Lumbier

Lumbier ist ein kleiner verträumter spanischer Ort. Wir genießen es, auf dem Dorfplatz zu sitzen und dem Treiben zuzuschauen. Wir bleiben einige Tage auf dem Campingplatz, denn wir sind fasziniert davon, in der Sonne sitzend am Himmel die Geier kreisen zu sehen – ein toller Anblick. In Lumbier gibt es auch ein interessantes Besucherzentrum. Hier erfahren wir, dass es ca 40 Geier-Brutpaare gibt. Sie fliegen bis in die Pyrenäen. Da die Geier auch öfters über unserem Stellplatz gekreist sind hat sich Bernhard schon Sorgen um seinen körperlichen Zustand gemacht – zuviel “Unter Geiern” gesehen.

Lumbier – Plaza Mayor

Lumbier

Wir verlassen Lumbier und fahren weiter zum Schloß Castillo Javier. Wir sind so früh unterwegs, das das Schloß noch geschlossen ist. So können wir uns nur die Kirche von innen anschauen. Hier sehen wir zum ersten Mal elektrische Kerzen als Opfer- oder Dankkerzen. Man muß eine Münze in den Automat stecken, dann beginnt eine der elektrischen Kerzen zu leuchten. Diese Kerzenautomaten sehen wir im Laufe der Reise noch in vielen anderen Kirchen. Richtige Kerzen haben wir bisher in keiner Kirche in Spanien gesehen. Ansonsten ist das Schloß eine nette rote Festung.

Castillo Javier

Castillo Javier – Basilika

Im nächsten Ort – Olite – gibt es ein gotisches Schloß zu besichtigen, eine Casa Real. Es ist eine Mischung aus Schloß und Wehrburg mit Erkern und Zinnen. Die Anlage sieht sehr schön aus. Nebenan steht die Kirche Santa Maria la Real mit einem schönen Arkadenvorbau. Auch der Ortskern von Olite ist ganz nett anzusehen – insgesamt eine nette Besichtigung.

Olite – Palacio Real

Olite – Palacio Real

Olite – Kirche Santa Maria

Olite

Unser nächstes Ziel ist das Naturschutzgebiet Bardenas Reales. Es ist eine in Europa seltene halbwüstenartige Landschaft, die durch ein spezielles lokales Klima geprägt ist mit heißen Sommern, kalten Wintern und langen Trockenperioden, die von abrupten heftigen Regenfällen unterbrochen werden. Der Druckunterschied zwischen dem Kantabrischen Meer und dem Mittelmeer erzeugt eine starke Windströmung, die verantwortlich ist für die einzigartigen schroffen Landschaften, die durch Erosion des Bodens entstanden sind.

Einen dieser heftigen Regenfälle erleben wir am Morgen auf unserem Stellplatz in Arguetas. So warten wir bis die Strassen wieder einigermaßen getrocknet sind, bevor wir zum Visitor Center der Bardenas Reales fahren. Hier bekommen wir eine Karte, in dem die für Autos erlaubten Wege eingezeichnet sind. Vom Visitor Center fahren wir über die mittlerweile asphaltierte Strasse bis zum Eingang zu einem Militärgelände, wo wir auf die Schotterpiste abbiegen. Sie ist in sehr gutem Zustand und es gibt kaum Löcher und keine Holperstrecken. Lediglich einige Abflußrinnen müssen durchquert werden, die aber betoniert sind. Für unser Auto (und den Fahrer) ist die Strecke keine Herausforderung. Vom Rundweg abgehend fahren wir noch ein Stück der Stichstrasse in Richtung El Paso. Hier treffen wir keine anderen Fahrzeuge, denn die meisten bleiben auf dem Rundkurs.

Bardenas Reales

Bardenas Reales

Bardenas Reales

Bardenas Reales

Bardenas Reales

Bardenas Reales

Bardenas Reales

Bardenas Reales

Unser nächstes Ziel ist die Ausgrabung von Numancia nördlich von Soria. Numancia war ursprünglich eine keltiberische Siedlung, die 133 v. Chr. von den Römern erobert wurde und durch eine römische Siedlung ersetzt wurde. Ein Teil der Stadtmauern sowie ein keltiberisches und ein römisches Haus sind rekonstruiert worden. Von anderen Gebäuden und Strassen findet man noch die Grundmauern. Wir sehen einen kurzen Film in spanischer Sprache, in dem eine Computer-Simulation das alte Dorf wieder lebendig macht und über dessen Geschichte berichtet. Leider reicht mein spanisch nicht und ich verstehe nicht alles.

Wir haben einen englisch-sprachigen Audioguide bekommen, der das im Film gezeigte vor Ort beschreibt.  Die Ausgrabungen sind nicht wirklich beeindruckend, aber die Macher haben sich viel Mühe gegeben und es gefällt mir.

Numancia – keltiberisches Haus (li) und römisches Haus (re)

Numancia – südliches römisches Stadtviertel

Unsere nächste Station ist Soria, eine Provinzstadt mit einigen alten Gebäuden. Wir machen einen kurzen Spaziergang durch die Stadt und müssen leider festellen, dass viele Sehenswürdigkeiten zur Siesta über die Mittagszeit geschlossen sind.

Soria – Palacio de los Rio y Salcedo

Soria – Plaza Mayor

Wir fahren weiter und wollen uns das mittelalterliche Dorf Pedraza de la Sierra anschauen. Der Reiseführer verspricht uns ein malerisches Dorf in den Bergen mit einem besonders schönen Dorfplatz und einer Burg. Der Blick aus der Ferne auf das Dorf ist ganz nett. Doch leider war es das auch schon, denn die Zufahrt ins Dorf ist gesperrt und vor dem Dorf gibt es keinen geeigneten Parkplatz für uns. Die Strassenränder sind mit Gittern abgesperrt und der einzige Parkplatz vor der Stadtmauer ist so schräg, das man Angst haben muß das Auto fällt um. Ein anderer kleiner Parkplatz scheint unten im Tal zu liegen, aber die Zufahrt ist so eng und steil, dass wir dort nicht runterfahren wollen. So müssen wir ohne das Dorf besuchen zu können weiterfahren.

Pedraza

Unser nächstes Ziel ist Segovia. Größte Sehenswürdigkeit ist der römische Aquädukt, eine der besterhaltenen römischen Wasserleitungen. Der über 700 m lange und bis zu 29 m hohe Aquädukt wurde ohne Mörtel gebaut und ist bis heute in Betrieb. Wir laufen weiter zur Kathedrale. Es ist Sonntag Morgen und das Kassenhäuschen ist nicht besetzt, so dass wir uns die Kathedrale von innen anschauen können. Danach bummeln wir durch die Altstadt.

Segovia – Aquädukt

Segovia – Aquädukt

Segovia-Aquädukt mit Kathedrale im Hintergrund

Segovia – Kathedrale

Segovia – Kathedrale

Segovia – Plaza Mayor

Segovia – Fußgängerzone

Wir fahren weiter nach Toledo, eine historisch bedeutende Stadt. In ihr blühten Handel und Wissenschaft. Erst mit der Vertreibung der Juden und Mauren Ende des 15. Jhdts. verlor Toledo seine führende Rolle. Aus der Blütezeit der Stadt haben sich viele Baudenkmäler erhalten, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.

Um der Mittagshitze mit mehr als 35 Grad zu entkommen starten wir unsere Stadtbesichtigung früh am Morgen. Vom Tor Bisagra aus laufen wir in die Altstadt. Die Gassen sind recht eng, aber trotzdem quetscht sich der Autoverkehr durch die Strassen. So müssen wir uns immer wieder in Seitenstrassen oder Hauseingänge flüchten, um den Autos auszuweichen. In der Stadt reiht sich eine Kirche an die andere, doch vor jedem Eingang ist ein Kassenhäuschen. Jede einzelne Sehenswürdigkeit in Toledo ist kostenpflicht. Die große Kathedrale kostet sogar 8 Euro.

Da wir uns die vielen Eintritte nicht leisten können, laufen wir nur durch die Stadt, sehen einige Fassaden und ärgern uns über die Autos. So bin ich insgesamt total enttäuscht von Toledo. Es ist touristisch doch extrem vermarktet und teuer. Selbst der Besuch einer Aussichtsplattform sollte € 2 kosten. Die Stadt erinnert in der Verkommerzialisierung ein wenig an Venedig. Dafür war der Campingplatz klasse, mit grossem Pool und alles wirklich sehr gepflegt.

Toledo

Toledo – Tor Bisagra

Toledo – Kirche Santiago del Arrabaj

Toledo – die Kirche Cristo de la Luz war früher eine Moschee

Toledo – Synagoge de Transito

Toledo

Unser nächstes Ziel ist die Sommerresidenz der spanischen Könige in Aranjuez. Rein äußerlich hat das Schloss schon bessere Tage gesehen. Obwohl es zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört ist fast kein Besucher zu sehen. Die Besichtigung des Inneren muß wieder ausfallen. Dafür schauen wir uns den vorderen Teil des Gartens an, der ganz nett gemacht ist. Im hinteren Teil besteht der Garten aus Bäumen und Buchshecken. Hier ist es schön schattig und kühl, aber optisch nicht sehr reizvoll. So ist unser Besuch schnell beendet und wir fahren weiter nach Madrid.

Aranjuez – Königspalast

Aranjuez – im Palastgarten

Aranjuez – im Palastgarten

Vom Stadtcamping aus fahren wir mit der Metro in die spanische Hauptstadt , wo wir den ganzen Tag durch die Stadt laufen.

Madrid – Platz Puerta del Sol

Madrid – Plaza Mayor

Madrid – Rathaus am Plaza Mayor

Madrid

Madrid – Königspalast

Madrid – Kathedrale Almudena

Madrid – der ägyptischeTempel von Debod

Madrid – Tor Puerta de Alcala

Madrid

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Madrid – Bahnhof Atocha

Wir verlassen Madrid und fahren weiter nach Avila, der höchstgelegenen bedeutenden Stadt Spaniens auf 1200 m. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die vollständig erhaltene Stadtmauer aus dem 11. Jhdt. Darüber hinaus ist die Stadt bekannt als Geburtsort der Heiligen Theresia, der Schutzpatronin Spaniens.

Die Stadtmauer sieht sehr schön aus.  Von der Mauer haben wir einen schönen Blick auf die Altstadt. Wie an anderen Orten auch gibt es keine Tür ohne Kassenhäuschen. Rühmliche Ausnahme ist die Kirche der Hl. Theresia, die wir uns auch von innen anschauen können. Ansonsten hat uns Avila in seiner Ruhe und Beschaulichkeit gut gefallen.

Avila

Avila – Stadtmauer

Avila – Tor Puerta de Alcazar

Avila – Stadtmauer

Avila – Blick von Stadtmauer auf Kathedrale

Avila – Basilika San Vicente

Avila – Plaza de Mercado Grande und Kirche San Pedro

Avila – Kathedralenplatz

Avila – Altstadtgasse

Avila – Plaza del Mercado Chico mit Rathaus

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Avila – Denkmal Theresia von Avila

Avila – Kirche der Hl. Theresia

Auf dem Weg nach Tordesillas besuchen wir die Burg in Coca und das Castillo de la Mota in Medina del Campo.

Burg von Coca

Medina del Campo – Burg Castillo de la Mota

In dem heute unscheinbaren Ort Tordesillas unterschrieben 1494 Spanien und Portugal den Vertrag von Tordesillas, mit dem die Neuentdeckungen in Nord- und Südamerika aufgeteilt wurden. Alle Gebiete östlich der Trennungslinie (darunter Brasilien) fielen an Portugal und alle Gebiete westlich der Trennungslinie (darunter Mexiko) fielen an Spanien.

Tordesillas

Tordesillas – Haus des Vertrags (li) und Kirche San Antolin (re)

In Valencia de Don Juan besichtigen wir die Burgruine Castillo de Coyanza. Die schön anzusehenden Reste der im 15. Jhdt. erbauten Burg dienten als Vorlage für eine Ritterburg in einem Monthy-Python-Film.

Valencia de Don Duan – Castillo de Coyanza

Valencia de Don Duan – Castillo de Coyanza

Unser nächstes Ziel ist die Stadt Leon, einer wichtigen Etappe auf dem Pilgerweg nach Santiago. Bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die große Kathedrale. Wir laufen durch die Altstadt und dürfen sogar einen Blick in den schönen Patio des Palacio Guzman werfen. In der Kirche San Isidoro staunen wir über die Sitzheizungen unter den Kirchenbänke, die sich sicher mancher Kirchenbesucher im kalten Deutschland wünschen würde. Die überraschend schöne Altstadt von Leon gefällt uns sehr gut.

Leon – Kathedrale

Leon – Kathedrale – Kreuzgang

Leon – das ehemalige Kloster San Marcos

Leon – Altes Rathaus

Leon – Palast Guzman

Leon – Palast Guzman – Patio

Leon – Kirche San Isidoro

Leon – beheizte Sitzbänke in der Kirche San Isidoro

Leon – Platz und Kirche San Martin

Leon – Plaza Mayor

Nun haben wir erst einmal genug Kultur gehabt und freuen uns auf die Höhle von Valporquero. Sie zählt zu den größten und spektakulärsten Höhlen Nordspaniens. Die Fahrt dorthin führt uns durch die Berge und durch eine schmale Schlucht. Durch einen Tunnel gelangen wir in ein schmales Tal, dann sehen wir den großen Höhleneingang vor uns. Die Höhle beeindruckt besonders durch ihre Dimensionen. Der große Saal ist tatsächlich riesig. In den kleineren Hallen gibt es sehr schöne Tropfsteingebilde – ein insgesamt lohnenswerter Besuch.

Schlucht von Valporquero

Berge bei Valporquero

Eingang zur Höhle Valporquero

Höhle Valporquero – Saal der kleinen Wunder

Höhle Valporquero

Höhle Valporquero – Tropfsteingesicht

Höhle Valporquero – große Rotunde

Die nächsten Tage erholen wir uns auf einem schönen Campingplatz bei Luarca an der nordspanischen Küste. Hier waren wir vor 20 Jahren schon mal und waren beeindruckt von der Steilküste auf dem die Campingparzellen bis an den Rand angelegt sind.  Nach der Hitze im Landesinnern freuen wir uns auf ein bischen Abkühlung am Meer. Aber das Wetter kann es uns nicht recht machen. Es ist die ganze Zeit bewölkt, die Sonne läßt sich kaum sehen und es wird tagsüber nicht über 20 Grad. So kühl habe ich mir den spanischen Sommer dann doch nicht vorgestellt.

Luarca – Blick vom Campingplatz

Luarca – Blick vom Campingplatz

Luarca

In mehreren kleinen Etappen fahren wir weiter an der asturischen Küste entlang Richtung Westen bis wir A Coruna in Galizien erreichen. Hier war früher ein wichtiger Stützpunkt der spanischen Armada, heute ist es der sechstwichtigste Handelshafen Spaniens. Nach einer Irrfahrt durch enge Gässchen finden wir den Stellplatz im Sporthafen. Aus irgendeinem Grund wurde die Hauptverkehrstrasse zur Fußgängerzone deklariert und bei der Umfahrung hatten wir einige Male die Befürchtung zwischen den Häusern stecken zu bleiben. Vom Stellplatz aus erkunden wir die Altstadt, die auf einer Halbinsel  zwischen zwei Buchten liegt. Wichtigste Sehenswürdigkeit in A Coruna ist der Herkulesturm. Seine ältesten Teile sind aus römischer Zeit und er gilt als ältester in Betrieb befindlicher Leuchtturm der Welt. Von oben genießen wir einen schönen Blick auf die Stadt.

Auf der Avenida de la Marina bewundern wir die in strahlendem Weiß gehaltenen verglasten Balkone, die A Coruna den Beinamen “Die Stadt aus Glas” gegeben haben. In der Altstadt freuen wir uns darüber, das hier nicht vor jeder Tür ein Kassenhäuschen steht. So können wir uns unter anderem das Innere des Rathauses und das kleine Militärmuseum anschauen. Im Rathaus haben uns besonders die gläsernen Decken gefallen. Die Stadt hat den guten Eindruck, den wir vor 20 Jahren gewonnen hatten, wieder bestätigt.

A Coruna – Herkulesturm

Herkulesturm – Blick auf Windrose

A Coruna – Blick vom Herkulesturm auf die Stadt

A Coruna – verglaste Balkone an der Avenida de la Marina

A Coruna – Platz Maria Pita mit Rathaus

A Coruna – Rathaus

A Coruna – Rathaus – Sitzungs-Saal

A Coruna – Rathaus – gläserne Decke

Wir fahren weiter nach Santiago de Compostela, dem Ziel des beinahe schon legendären Jakobs-Pilgerwegs. Schon seit vielen Hundert Jahren machen sich Pilger auf den fast 900 km langen Weg zum angeblichen Grab des Apostels Jakobus.

Größte Sehenswürdigkeit ist die riesige Kathedrale im Zentrum der Altstadt. In der Kathedrale versammeln sich die Pilger zu einem der vielen Gottesdienste, die täglich stattfinden. Die Kirche ist bis auf den letzten Platz besetzt. Auch auf dem Platz vor der Kathedrale ist viel Betrieb. Rund um die Kathedrale tummeln sich auch Musikanten und Gaukler. Unter ihnen ist uns eine interessante Gruppe von zwei Geigerinnen und einem Gitarrenspieler aufgefallen, die ihr Handwerk wirklich verstanden. Bernhard gefielen besonders ihre Variationen von Led Zeppelin (Stairway to Heaven) und Metallica (Nothing else matters). Für eine Zusatzspende haben sie diese Titel speziell für Bernhard noch ein zweites mal gespielt – er hatte ja auch Geburtstag.

Santiago de Compostela – Altstadt

Santiago de Compostela – Platz vor der Kathedrale

Santiago de Compostela – Kathedrale

Santiago de Compostela – Strassenmusiker

Santiago de Compostela – Kathedrale

Santiago de Compostela – Kathedrale

Santiago de Compostela – Kathedrale – Hl Jakobus

Santiago de Compostela – Pilgergruppe in Festtags-Tracht

Santiago de Compostela – Altstadt

Santiago de Compostela – Altstadt

Santiago de Compostela – Altstadt

Nun ist es nicht mehr weit bis Portugal. Entlang der Küste fahren wir zu einem Campingplatz, den wir vor vielen Jahren entdeckt haben und der uns in guter Erinnerung geblieben ist. Hier wollen wir noch ein paar Tage Sonne und Meer genießen.

Blck auf die Küste

Das war unsere Route durch Spanien Teil 1:

Karte Spanien teil 1

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Kategorien: Reiseberichte | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Spanien 1. Teil

  1. Hallo Ihr Zwei,
    tolle Städte, schöne Fotos, das macht dann wieder Lust auf Europa. Liebe Grüße aus Paraguay, heute angenehme 32 Grad! Martina und Lothar

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