Frankreich

Juni 2016

Endlich startet unser Reisejahr 2016. Es ist bereits Anfang Juni, so dass wir dieses Jahr keine große Tour machen können.  Statt dessen haben wir uns für eine Rundreise auf der iberischen Halbinsel entschieden.  Wir hoffen, dem ständigen Regen in Deutschland zu entkommen und freuen uns schon auf die Sonne.

Unser Weg nach Spanien führt uns durch Frankreich. Unsere erste Station ist Mulhouse – ein Ort mit einer netten Altstadt. Wir spazieren durch die Gassen auf der Suche nach einer Prepaid-SIM-Karte fürs Internet in Frankreich. Wir finden mehrere Anbieter, doch niemand hat ein passendes Angebot für uns, da keiner der Anbieter Tethering zuläßt.

Mulhouse – Rathaus am Place de la Reunion

Mulhouse – Place de la Reunion

Mulhouse – Altstadtgasse

Mulhouse – Arkaden des Nouveau Quartier (1827)

Wir fahren weiter zur Zitadelle von Besancon, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie gehört zu einer Reihe von Zitadellen, die im 17. Jhdt. von dem Baumeister Vauban errichtet wurden. Die Zitadelle von Besancon gilt als eine der schönsten. Sie thront hoch über der Altstadt und dem Fluß Doubs. Wir finden einen schönen Stellplatz direkt am Flußufer gegenüber der Zitadelle. Wir sind glücklicherweise so früh hier, das wir noch einen der letzten freien Plätze ergattern.

Eine endlos steile Treppe führt uns hinauf zum Eingang der Zitadelle. Von hier oben haben wir einen netten Blick auf die Stadt, die recht einladend aussieht. Wir verzichten auf die Besichtigung des Inneren der Zitadelle, denn der Eintritt kostet mehr als 10 Euro, wobei in den meisten Gebäuden irgendwelche Museen sind, die wenig mit der Zitadelle selbst zu tun haben. Wir laufen lieber bergab und schauen uns die schöne Innenstadt an.

Die meisten Häuser sind wohl zur selben Zeit wie die Zitadelle erbaut worden. Überraschenderweise finden wir in einer kleinen Parkanlage die Reste eines römischen Theaters. Sie waren unter einer Kirche verborgen und sind bei deren Abriss zum Vorschein gekommen.

Besancon – Zitadelle

Besancon – Stadttor

Besancon – Blick auf die Altstadt

Besancon – Altstadt

Besancon – Altstadt

Besancon – Altstadt

Besancon römische Ruinen am Square Castan

Am nächsten Morgen verlassen wir Besancon. Wir haben Glück, dass wir früh dran sind, denn gerade werden Strassensperren aufgebaut für einen Triathlon. Zwanzig Minuten später wären die Strassen gesperrt gewesen und wir in Besancon gefangen. Doch so können wir im letzten Moment entkommen und steuern unser nächstes Ziel an – La Rochelle.

Unsere Hoffnung, den Regen hinter uns zu lassen hat sich bisher noch nicht erfüllt, denn es ist noch kein Tag ohne Regenschauer vergangen. Auch unsere Stadtbesichtigung von La Rochelle beginnt im Regen. Durch die schönen Altstadtgassen gehen wir zum Rathaus, das zu den Top-Sehenswürdigkeiten von La Rochelle zählt. Doch es ist hinter Bauplanen verschwunden. Einige Info-Tafeln berichten darüber, dass das Rathaus 2013 abgebrannt ist und nun wieder aufgebaut wird. Doch der alte Hafen mit den zwei mächtigen Festungstürmen ist trotz des grauen Wetters nett anzuschauen.

La Rochelle – Alter Hafen

LaRochelle – Porte de la Grosse Horloge

La Rochelle – Stadtmauer

La Rochelle – Altstadt

La Rochelle – Altstadt

Wir verlassen La Rochelle und fahren weiter zur Zitadelle von Brouage. Sie ist ebenfalls ein Werk von Vauban.  Im Innern der Zitadelle ist ein kleiner Ort, dessen Straßen rechtwinklig – also geplant – angelegt sind. Von der Zitadellenmauer haben wir einen schönen Blick auf den Ort und die Umgebung. Hier ist es noch ruhig und beschaulich und es gefällt uns gut.

Brouage – Zitadelle

Brouage – Zitadelle

Brouage – Zitadelle

Brouage – Zitadelle

Brouage – Zitadelle – Pulverlager

Brouage – Zitadelle

Da der große Parkplatz vor der Zitadelle mittlerweile für Wohnmobile gesperrt ist fahren wir weiter und finden einen schönen Stellplatz am Hafen von Mortagne-sur-Gironde. Hier ist viel los und wir haben Glück, dass noch ein Platz für uns frei ist. Auch hier merken wir wieder, welche Mengen an Wohnmobilen unterwegs sind – und es scheinen jedes Jahr mehr zu werden. Es ist schon nicht mehr angenehm, spätestens gegen Mittag einen Stellplatz ansteuern zu müssen, um überhaupt noch einen Platz zu bekommen.

Der Ort Mortagne-sur-Gironde liegt an einem Nebenarm der Gironde einige Kilometer vom Meer entfernt. Trotzdem ist er gezeitenabhängig.  Als wir am Mittag um das Hafenbecken laufen ist Ebbe und die Boote liegen auf dem Schlamm.  Am Abend kommt die Flut zurück und die Boote schwimmen wieder im Wasser. Bei Sonnenuntergang beobachten wir, wie die Fischkutter zurückkommen und ihren Fang ausladen. Die Fische sind so groß, dass Kopf und Schwanz aus der Kiste schauen.

Mortagne sur Gironde – Fischerhafen

Mortagne sur Gironde – unser Platz am Fischerhafen

Mortagne sur Gironde – Heimkehr der Fischerboote

Mortagne sur Gironde – Heimkehr der Fischerboote

An diesem Platz gefällt es uns gut und wir bleiben noch einen Tag. Dann holt uns das schlechte Wetter wieder ein und wir fahren weiter. Wir besichtigen die Zitadelle von Blaye. Sie ist ebenfalls ein Werk von Vauban und auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Zitadelle von Blaye ist ganz anders als die von Brouage. Sie beeindruckt mit mächtigen Außenmauern und Toren. Im Innern befinden sich verwinkelte Gassen mit alten Häusern und einer alten Kirche. Bei unserem Spaziergang  auf der Mauer haben wir einen schönen Blick auf die Gironde. Glücklicherweise verziehen sich während der Besichtigung die Wolken wieder.

Blaye – Zitadelle

Blaye – Zitadelle

Blaye – Zitadelle

Blaye – Zitadelle – Kirche

Blaye – Zitadelle – Kirche

Blaye – Zitadelle

Blaye – Zitadelle – Blick auf Gironde

Irgendwie ist uns nicht nach einer Besichtigung von Bordeaux und so fahren wir in mehreren kleinen Etappen weiter die Küste entlang nach Süden. Bei St. Jean de Luz finden wir einen netten Campingplatz wo wir einige Tage bleiben. Die Sonne scheint und wir machen entspannte Spaziergänge entlang der Küste.

See Lac du Leon

Blütenpracht

Atlantik-Küste bei St Jean de Luz

St Jean de Luz

St Jean de Luz

Bucht von St Jean de Luz

Es ist schon viele Jahre her, dass wir das letzte Mal in Frankreich waren. Uns ist aufgefallen, dass es auf dem Land mittlerweile Sprit nur noch an Automaten-Tankstellen bei den großen Supemärkten gibt. Sprit gegen Bargeld scheint es nur noch in den Städten und an der Autobahn zu geben. Wir sind froh, dass unsere Tanks groß genug sind, so dass wir nicht tanken müssen.

Wir sind auch überrascht von dem hohen Preisniveau im Land. So kostet zum Beispiel ein Bällchen Eis für uns unglaubliche 2,50 €.

Das war unsere Reiseroute durch Frankreich:

Karte Frankreich 2016Insgesamt sind wir 1.450 Kilometer gefahren.

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Kategorien: Reiseberichte | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Frankreich

  1. Schön zu lesen, dass ihr wieder unterwegs seid. Viele Grüße von Peloponnes. Brigitte und Peter

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