Russland – Teil 4

Olchon – Krasnojarsk – Altai

Juni 2015

Vor uns liegt mal wieder die Überquerung einer Grenze, denn wir wollen von der Mongolei zurück nach Russland. Da die Grenze erst am Morgen öffnet stehen wir schon früh um 08:30 mongolischer Zeit vor dem Grenztor. Wir fahren an der Schlange von LKWs vorbei und reihen uns als zweites Fahrzeug hinter einem Bus ein. Wir sind überrascht als sich schon nach wenigen Minuten das Tor öffnet und wir in die Abfertigung einfahren dürfen. Doch vorher werden wir noch einmal zur Kasse gebeten und müssen 10.000 Turik (etwa 8,30 Euro) bezahlen. Wir bekommen sogar eine Quittung, wundern uns aber doch sehr über diese Gebühr. Hinter dem Tor müssen wir mit den Pässen zu einem Schalter, wo wir eine Zolldeklaration ausfüllen müssen, die aber hinterher niemanden interessiert. Zusätzlich bekommen wir einen Laufzettel. Nun geht es weiter in den Zollhof, wo wir dieselben Stationen durchlaufen müssen wie bei der Einreise: Ausweiskontrolle, Fahrzeugkontrolle inkl. Einbehalten des Zollpapiers für das Fahrzeug, und dann noch einen Stempel beim Kollegen am nächsten Schalter. Zurück am Auto erfolgt eine oberflächliche Kontrolle, wo wir den letzten Stempel auf unseren Laufzettel bekommen. Dann müssen wir nur noch den Laufzettel abgeben und sind aus der Mongolei ausgereist. Alles war wieder sehr freundlich und korrekt.

Nun kommen wir zur russischen Seite. Wir stellen uns in der PKW-Schlange an. Zuerst müssen wir wieder die kleinen weißen Zettelchen ausfüllen. Dann gehen wir mit den Zetteln und den Pässen zum ersten Schalter. Wie schon bei der Einreise drängeln sich von rechts und links die Mongolen an uns vorbei. Bernhard schimpft ein paarmal, aber gegen deren Kampfgewicht kommt er nicht an. Der russische Zöllner sorgt dann für Ordnung und leitet uns zu einem zweiten Schalter, wo wir sofort bedient werden. Derselbe freundliche Beamte gibt mir anschließend zwei neue Formulare für die Zollerklärung fürs Fahrzeug, die ich dann in seinem Büro ausfüllen darf. Nur gut, dass ich die alte Version dabei habe von der ich abschreiben kann, denn das neue Formular ist nur auf russisch. Mit den fertig ausgefüllten Papieren müssen wir so lange warten, bis sich die Fahrzeug-Schlange nach vorne bewegt hat und wir an der Reihe sind. Nun kommen die Beamten zum Kontrollieren des Fahrzeugs. Vor Betreten des Koffers ziehe ich meine Schuhe aus, so dass sich die Beamten nicht reintrauen. Von der Leiter aus schauen sie zu und ich muß alle Türen öffnen, um zu zeigen, was dahinter ist. Viel gesehen können sie nicht haben.

Wir fahren weiter. Es geht dieselbe Strecke zurück, die wir gekommen sind. Nur diesesmal umfahren wir die Orte Kjachta und Ulan-Ude. Mittlerweile ist es sehr warm geworden. Das Thermometer zeigt mehr als 30 Grad. Am Baikalsee angekommen stellen wir fest, dass es einen regelrechten Temperatursturz gegeben hat. Nun sind es nur noch um die zwanzig Grad. Ganz offensichtlich kühlen die Wassermassen des Baikals die Luft hier ab. Uns ist es recht. Unser Übernachtungsziel heute ist der Parkplatz von Nationalpark in Tankoy, den wir schon von der Hinfahrt kennen.

Am nächsten Tag fahren wir die uns bereits bekannte Strasse nach Irkutsk. Da, wo auf der Hinfahrt Baustellen eingerichtet wurden ist entweder bereits neu asphaltiert oder es wird dran gearbeitet. Wir sind erstaunt, wie fleißig und schnell die Strassenarbeiten voran geschritten sind. Auch die Natur hat einen grossen Satz gemacht. Überall ist es grün und der Löwenzahn blüht. Außerdem scheint die Sonne, was die Landschaft auch freundlicher aussehen läßt. Nur über dem See ist es diesig.

am Südufer des Baikal

am Südufer des Baikal

Da wir auf der Hinfahrt die Insel Olchon im Baikalsee ausgelassen haben, wollen wir dies nun nachholen. Die Strasse Richtung Olchon ist überwiegend in einem guten bis sehr gutem Zustand, ausgenommen ein elf Kilometer langes Teilstück kurz vor dem Fähranleger nach Olchon. Hier müssen wir uns über eine Schotterpiste quälen. Irgendwann stehen wir dann am Hafen nach Olchon. Vor uns warten noch andere Fahrzeuge auf das nächste Schiff. In der Ferne sehen wir, wie das kleine Fährschiff von der Gegenseite auf uns zukommt. Die Überfahrt dauert nicht lange und ich schaue beim Anlegen zu. Die Autos auf dem Schiff müssen rückwärts rausfahren. Das ist nicht immer einfach, da die Rampe einen steilen Knick hat.

Baikalsee – Fähre zur Insel Olchon

Wir haben Glück und die Fähre nimmt uns gleich mit, so dass wir nicht lange warten mußten. Die Überfahrt dauert nur 15 Minuten. Auf der anderen Seite angekommen müssen wieder alle Autos rückwärts raus. Dann stehen wir auf der Hauptstrasse von Olchon.

Baikalsee – Auffahrt auf die Fähre

Baikalsee – auf der Fähre zur Insel Olchon

Baikalsee – Fähranleger auf Olchon

Auf Olchon gibt es keine asphaltierten Strassen. Es sind Schotter- oder Sandpisten, die Hauptpiste ist meist übles Wellblech. So ist die Fahrt in den Hauptort Chuzir teilweise unangenehm, wenn man auf der Hauptpiste mit dem Wellblech bleibt.

Am Ortseingang von Chuzir winken uns junge Leute zu, die Hilfe brauchen. Sie haben ihren PKW neben der Piste total im Sand festgefahren. Bernhard holt Spaten und Schaufel raus und hilft beim Ausbuddeln. Nach einiger Zeit kommt noch ein Geländewagen und mit vereinten Kräften kommt der PKW wieder frei. Es war aber auch nicht sehr clever mit einem so tief liegendem Auto in den Tiefsand zu fahren.

Der Hauptort Chuzir selbst ist nicht interessant, denn er ist eine Ansammlung von kleinen Holzhütten. Doch hier befindet sich der berühmte Schamanenfelsen, eine der Sehenswürdigkeiten von Olchon. Wir übernachten oberhalb des Schamanenfelsens mit schönem Blick auf den Felsen und den See.

Baikalsee – Insel Olchon

Insel Olchon – Chuzir

Insel Olchon – Hauptstrasse in Chuzir

Schamanenfelsen auf der Insel Olchon

Schamanenfelsen auf der Insel Olchon

am Schamanenfelsen auf der Insel Olchon

Sonnenuntergang am Schamanenfelsen auf der Insel Olchon

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Baikalsee – Insel Olchon – unser Stellplatz oberhalb des Schamanenfelsens (N53 12 03.5 E107 20 37.5)

Am nächsten Tag fahren wir noch ein paar Kilometer die Küste entlang, bis wir einen schönen Stellplatz finden, wo wir ein bischen bleiben. Wir genießen die Ruhe und die Aussicht auf den Baikal-See.

Insel Olchon – unser Panoramaplatz (N53 13 27.7 E107 24 13.3)

Insel Olchon – Blick auf den Baikalsee

Insel Olchon – Blick auf den Baikalsee

Insel Olchon – Blick auf den Baikalsee

Irgendwann wird es Zeit, Olchon zu verlassen und wir fahren zurück zur Fähre. Diesmal bemüht sich Bernhard abseits der Wellblechpiste auf den Erdpisten zu fahren. Das klappt besser.

Insel Olchon – Sandpiste zwischen unserem Panoramaplatz und Chuzir

Hauptstrasse auf Olchon

Unsere Wartezeit vor der Fähre ist noch kürzer als bei der Hinfahrt, denn das Schiff wird gerade beladen und wir können praktisch ohne Anzuhalten drauffahren. Auf der anderen Seite abgekommen fahren wir wieder dieselbe Strecke zurück bis kurz vor Irkutsk. Unterwegs müssen wir leider wieder Rauchsäulen von Waldbränden sehen – sehr betrüblich. Vor Irkutsk biegen wir ab Richtung Westen. Es wird immer später und gleichzeitig wird der Himmel immer dunkler, da dicke schwarze Regenwolken aufziehen. So müssen wir irgendwann die Scheinwerfer einschalten. Da beginnt unser Auto sich plötzlich komisch zu verhalten: die Lampe vom Flammstart-Modul flackert und die Zeiger im Instrumentenbrett spielen verrückt – sie tanzen auf und ab. Weder das Ausschalten der Scheinwerfer noch ein Neustart des Motors können das Problem dauerhaft beheben. Die flackernden Anzeigen sind schon sehr irritierend.

ein letzter Blick auf den Baikalsee

Denkmal

Waldbrand

unser Übernachtungsplatz bei Tulyushka (N54 27 06.2 E101 10 59.7)

Leider hat sich das Problem am nächsten Tag nicht von alleine behoben, so dass Bernhard am Vormittag das Flammstart-Modul ausbaut. Nun flackert wenigstens die gelbe Leuchte nicht immer auf und das Relais hört auf zu flattern, doch die Zeiger tanzen weiter. Nach ein bisschen Beobachten und Nachdenken kam Bernhard zu dem Schluss, dass es mit dem Advanced Lichtmaschinen-Regler zu tun haben könnte, der den Orginal-Lichtmaschinen-Regler manipuliert und damit zu Spannungsschwankungen im Bordnetz führt. Immerhin ist das erstmal eine Erklärung und das Auto ist ja auch weiter fahrbereit. Nur auf die Anzeigen von Motortemperatur, Öldruck und Tankanzeige ist zeitweilig halt kein Verlass. Natürlich haben wir keinen A2B-Wandler als Ersatzteil dabei. Mal schauen, wie lange er durchhält, aber laut Handbuch soll er im Totalausfall immer noch als Trenndiode funktionieren.

Irgendwann erreichen wir Krasnojarsk. Wir lassen die Stadt rechts liegen und fahren zu dem Freizeit-Zentrum am Stolby-Nationalpark. Dieses Mal haben wir mehr Glück, denn die Seilbahn fährt und das Schwimmbad hat geöffnet. Wir nutzen das schöne Wetter und fahren mit der Seilbahn hinauf auf den Aussichtsberg. Hier können wir sowohl auf Krasnojarsk schauen als auch in den Nationalpark Stolby. Wir sehen einige der Granittürme, für die der Park bekannt ist. Von hier oben könnte man sicherlich noch weiter in den Park wandern, doch wir entscheiden uns dagegen. Stattdessen erfreuen wir uns an der wunderschönen Blumenpracht. Besonders die wilden Lilien haben es mir angetan. So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen.

auf dem Weg nach Krasnojarsk

auf dem Weg nach Krasnojarsk

Nationalpark Stolby – Seilbahn zum Aussichtsgipfel

Blick auf Krasnojarsk

Nationalpark Stolby – der Gipfel Tokmak

Nationalpark Stolby

Nationalpark Stolby

Nationalpark Stolby – wilde Lilien

Nationalpark Stolby – Lilien

Nationalpark Stolby – rote Lilie

Nationalpark Stolby – noch mehr Lilien

Nationalpark Stolby – Schmetterling

Am Nachmittag gehen wir ins Schwimmbad. Das Wasser ist angenehm und es ist überraschend leer. So habe ich viel Platz, um meine Runden zu drehen. Leider dürfen wir auf dem Parkplatz des Freizeitzentrums nicht übernachten, so dass wir am Abend umziehen müssen zum Zentralstadion in Krasnojarsk.

Schwimmbad im Freizeit-Zentrum am Stolby-Nationalpark

Krasnojarsk – unser Stellplatz am Zentralstadion (N55 59 59.0 E92 53 05.5)

Am nächsten Morgen verlassen wir Krasnojarsk und fahren weiter Richtung Westen. Hinter Mariinsk suchen wir einen Übernachtungsplatz  und landen auf einem unbefestigten Platz neben einem Café. Der Platz ist ein bischen zurückgesetzt von der Strasse. Wir gehen im Café essen und sind wieder einmal positiv überrascht. Das Essen ist reichlich, lecker und günstig. Am frühen Abend kommt plötzlich eine größere Gruppe mit Geländefahrzeugen und einem Unimog auf den Platz. Es ist eine deutsche Gruppe, die auf dem Weg in die Mongolei ist. Bernhard kennt ein Mitglied der Gruppe aus dem Allrad-Forum. Die Gruppe ist sehr schnell unterwegs, da sie für die ganze Tour nur 2 ½ Monate Zeit hat. Am Abend wird es plötzlich schwarz und dunkel wie in der Nacht. Genau über uns ist ein Gewitter und es kracht gewaltig. Dann regnet es sehr heftig. Doch der ganze Spuk dauert nicht lange. Dann wird es wieder hell. Nur der Platz ist jetzt eine Schlammwüste.

unser Übernachtungsplatz bei Nikolaevka (N55 53 28.3 E87 15 41.6)

Wir fahren weiter. Vor Kemerovo biegen wir von der M53 ab. Zuerst geht es über eine wunderbare, vierspurige Autobahn, sogar mit Mittelleitplanken. Selbst die Landschaft entlang der Autobahn sieht aus wie zuhause. Am Ende der Autobahn geht es weiter über eine breite Landstrasse, bis wir schließlich den vielen Verkehr hinter uns lassen und auf den Altai-Kuzbass-Highway abbiegen. Auch er ist zweispurig und asphaltiert, aber mit Bodenwellen. Trotzdem kommen wir zügig voran. Unterwegs werden wir irgendwo wieder von einem Polizeiposten angehalten. Wir wissen nicht warum. Bernhard muß die Papiere vorzeigen, dann dürfen wir weiterfahren. Die ganze Angelegenheit hat nur Minuten gedauert.

am Altai Kuzbass Highway

An einem Cafe halten wir an, um lecker essen zu gehen und hoffentlich ruhig zu übernachten. Doch je später es wird, desto mehr Gäste kommen. In der Nacht herrscht ein ständiges Kommen und gehen und es vergehen keine zehn Minuten, ohne dass nicht irgendwo ein Motor läuft. So bekommen wir nicht allzu viel Schlaf ab.

am Altai Kuzbass Highway – unser Übernachtungsplatz bei Kotskurovka (N54 21 22.2 E85 37 17.2)

Am nächsten Morgen sind wir schon früh unterwegs. Vom Altai-Kuzbass-Highway biegen wir ab in Richtung Altai-Gebirge. Das Altai-Gebirge liegt zwischen der sibirischen Tiefebene und dem zentralasiatischen Hochland. Es ist landschaftlich sehr vielseitig und umfasst Mittelgebirgs- und Hochgebirgszonen. Wir wollen dem Cujsker Trakt folgen, der in nord-südlicher Richtung bis zur Westgrenze der Mongolei führt. Unser Ziel ist der Ort Kosh-Agach.

Vor Barnaul kommen wir auf die M52, die gut ausgebaut und teilweise ganz neu asphaltiert ist. Eines der Asphalt-Steinchen fliegt uns auf die Windschutzscheibe und hinterläßt ein häßliches Loch, von dem sich ein Riss weiter die Scheibe hocharbeitet – Pech gehabt, aber ohne Blessuren geht so eine Tour ja nie ab. Wenn nichts schlimmeres passiert wollen wir uns nicht beklagen.

am Altai Kuzbass Highway

Dorf

Hinter Biysk beginnt der Cujsker Trakt. Die Strasse führt ein Stück parallel zum Fluß Katun, wo wir uns einen Platz am Ufer suchen. Da der Weg runter ans Ufer zu ausgewaschen ist für unser schweres Auto bleiben wir auf einer erhöhten Stelle mit weitem Blick über den Fluß stehen. Wir entdecken, dass der Fluß Katun sehr viele Sedimente mitführt, so das das Wasser schlammig ist. Alle Hoffnungen auf frisches Wasser oder ein Bad im Fluß werden damit zunichte gemacht. Aber dafür gibt es mal wieder Internet.

unser Platz am Fluß Katun (N52 25 30.6 E85 38 59.7)

der Fluß Katun

Wir fahren weiter. Es dauert noch eine Weile, ehe die ersten Berge zu sehen sind. Die Strasse ist extrem gut ausgebaut, teilweise 4-spurig. Es kommt mir vor wie eine Autobahn in die Berge. Bevor es richtig in die Berge geht werden wir heute schon wieder an einem Kontrollposten von der Polizei angehalten. Es werden alle Papiere kontrolliert, dann dürfen wir weiterfahren. Der junge Beamte wollte sich wohl auch nur etwas zerstreuen.

Fluß Katun

Wir kommen in eine schöne Mittelgebirgslandschaft. Die Berge sind bewaldet und auch nicht allzu hoch. Wir passieren ein Dorf, wo wir an einem kleinen Miniwasserfall unseren Wasservorrat auffüllen können. Die höchste Stelle heute ist der ca. 1.700 m hohe Seminskij- Pass. Nicht weit davon entfernt passieren wir einen zweiten Pass, der mit 1.297 m niedriger ist. Hier gibt es einen Aussichtspunkt, von dem wir uns die Umgebung anschauen.

im Altai

her gibt es frisches Wasser (N51 07 01.4 E85 35 51.2)

im Altai

im Altai

Blick vom Pass Tsike Taman (1295 m)

Blick vom Pass Tsike Taman (1295 m)

Hinter dem zweiten Pass verändert sich die Landschaft. Die Strasse führt durch ein breites Tal, in das sich der Fluß Katun tief eingeschnitten hat. Hier ist es total karg, fast wüstenähnlich. Doch irgendwann kommt wieder ein kleines Wäldchen. Wir entdecken einen Picknickpatz an einem Zufluß zum Katun. Es ist sehr schön hier. Das Wasser des niedrigen Baches ist klar und nicht sehr kalt. So kommen wir endlich zu unserem erfrischenden Bad. Wir sitzen noch lange draußen in der Sonne, denn hier läßt es sich aushalten – es gibt keine Mücken! Am Abend kommt die Besitzerin, um für die Benutzung des Platzes zu kassieren – teure 500 Rubel. Das war wohl ein Ausländertarif. Am Abend wurden wir noch von unseren Nachbarn Vasili, Dimitri und Marina zum Abendessen eingeladen. Es gab aus dem Fluss geangelten Fisch mit Käse, Wurst und Brot.

im Altai

Altai – Fluß Katun

Altai – Fluß Katun

unser Stellplatz am Fluß Yaloman (N50 31 15.7 E86 33 45.7)

Altai – Fluß Yaloman

unser Nachbar

Dann fahren wir weiter, denn wir wollen bis Kosh-Agach. Auf dem Weg hierhin wechselt die Landschaft ein paar Mal. Es ist karg, dann wieder bewaldet. Kurz vor unserem Ziel tauchen dann noch die ersehnten Schneeberge rechts der Strasse auf. Es sind die höchsten Gipfel des Altai, aber um dorthin zu kommen müsste man eine mehrtägige Wanderung unternehmen. Kurz vor Kosh Agach zieht sich der Himmel zu und die Berge verschwinden in den Wolken. Es dauert nicht mehr lange, dann regnet es.

Altai – Fluß Katun

Altai – Fluß Katun

Altai

Altai – Fluß Katun

ein Denkmal

es ist immer eine Freude die freilebenden Tiere zu sehen

endlich sehen wir die höchsten Gipfel des Altai

Altai

Altai

Kosh Agach

unser Stellplatz am Krankenhaus von Kosh Agach (N50 00 57.8 E88 40 09.9)

Am nächsten Morgen scheint wieder die Sonne. Für uns ist Kosh Agach der Wendepunkt unserer Reise durch das Altai-Gebirge. Nun fahren wir dieselbe Strecke wieder zurück. Unterwegs haben wir noch sehr schöne Blicke auf die Berge. Wir stoppen wieder an dem Bach, wo es uns so gut gefallen hat. Doch dieses mal sind wir schlauer und stellen uns nur wenige Meter weiter weg, dorthin, wo der Stellplatz am Fluß kostenlos ist. Hier verbringen wir zwei Tage und können bei schönem Wetter endlich einmal die Wäsche waschen. Auch gönnen wir uns mal wieder ein Vollbad im etwas frischen Gebirgsbach.

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit, Fluß Katun

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit

Altai – zwischen Kosh Agach und Chibit

Altai – zwischen Chibit und Fluß Yaloman

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unser neuer Platz am Fluß Yaloman (N50 31 15.5 E86 33 49.4)

nur ein paar Meter weiter mündet der Yaloman in den Katun

deutlich ist der Farbunterschied im Wasser zu sehen

unser Nachbar ist auch noch da

ausgiebige Körperpflege

offensichtlich hat der Yaloman Trinkwasserqualität

Dann fahren wir weiter. Zuerst geht es wieder über die beiden Pässe, die wir schon von der Hinfahrt kennen. An dem Rastplatz mit der Wasserquelle legen wir eine Pause ein. Der Ort gefällt auch den Schmetterlingen, denn hier tummeln sich sehr viele der wunderschönen Flieger. Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Doch irgendwann müssen wir weiter. Unser Weg führt uns zum See Manzherok, der in einem Buch als ganz nett beschrieben wurde. Doch uns gefällt es hier nicht. Der See liegt hinter Bäumen verborgen. Zusätzlich ist hier sehr viel Trubel, denn an seinem Ufer steht Zelt an Zelt. Offensichtlich ist er bei den Urlaubern hier sehr beliebt. So fahren wir weiter, bis wir einen halbwegs akzeptablen Platz am Flußufer finden.

Altai – Fluß Katun

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Altai – zwischen den Pässen Tsike Taman und Seminskij

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Altai – zwischen Seminskij-Pass und Manzherok

Altai – die vielen Schmetterlinge sind eine Pracht

2015-07-01-nr80-RUS-Altai-M52-zwischen Seminsky Pass und Manzherok-Schmetterlinge

2015-07-01-nr93-RUS-Altai-M52-zwischen Seminsky Pass und Manzherok-Schmetterlinge

2015-07-01-nr100-RUS-Altai-M52-zwischen Seminsky Pass und Manzherok-Schmetterlinge-neu

unser Übernachtungsplatz am Katun bei Manzherok (N51 51 09.2 E85 44 27.4)

Da wir noch Zeit haben, bis unser Visum die Einreise nach Kasachstan erlaubt, fahren wir weiter zu der bereits bekannten Wiese am Katun, wo wir erholsame Tage verbringen. Leider spielt das Wetter nicht so ganz mit, denn nach einigen heißen Tagen mit über 30 Grad kommen nun zunehmend Gewitter, so dass es immer wieder regnet. Wir erleben sogar einen kurzen aber sehr heftigen Hagelschauer. Trotzdem läßt sich auch immer wieder die Sonne sehen. Über uns kreisen zeitweise zwei Raubvögel. Es macht viel Freude, den eleganten Fliegern zuzuschauen.

Altai – unser Stellplatz am Fluß Katun (N52 25 29 E85 39 02.4)

auch ein Vogel braucht eine Pause

eleganter Flieger

Irgendwann wird es Zeit weiter zu fahren. Unsere Route führt uns zurück bis Biysk. Dann biegen wir ab Richtung Süden. Wir wollen sozusagen querfeldein nach Kurja, um von dort weiter Richtung Grenze zu fahren. In der Karte sind es kleine Sträßchen, von denen wir nicht wissen, wie die Straßenverhältnisse sind. Überraschenderweise ist die Strecke über Smolenskoe bis Petropavlovskoe asphaltiert und in gutem Zustand. Der weitere Streckenverlauf bis kurz vor Kurja ist eine Mischung aus Schotterpiste, total zerbröseltem Asphalt und guten asphaltierten Abschnitten. Die Schotterpisten sind gut zu fahren. Sie sind breit und relativ glatt, ohne Löcher oder Wellblech. Doch durch den Regen von gestern und heute ist alles sehr matschig. In Kurja angekommen ist die Farbe unseres Autos unter der dicken Matschschicht kaum noch zu erkennen.

der Fluß Katun bei Biysk

Piste zwischen zwischen Petropavlovskoe und Kurja

Piste zwischen zwischen Petropavlovskoe und Kurja

Wir haben Glück und finden am Ortsrand von Kurja zwischen einem Bauernhof und einem Bach ein Stück Wiese, wo wir stehen dürfen. Das Wasser des Baches ist nicht besonders sauber, aber uns reicht es, um das Auto zu waschen. Dabei bekommen wir immer wieder Besuch von den Bewohnern des Bauernhofes. Zuerst kommt der Bauer, dem wir erzählen von wo wir kommen und wo wir hinwollen. Er ist sehr freundlich und wir glauben, er will uns nach getaner Arbeit zum Tee einladen. Kurze Zeit später kommen zwei ältere Damen und bringen uns Honig und wollen uns noch Gemüse, Obst und Milch anbieten. Doch wir waren heute morgen einkaufen, so dass wir nichts benötigen. Sie schauen sich das Auto von innen an und sind begeistert. Wir erfahren noch, dass eine der beiden irgendwann einmal ein bischen deutsch gelernt hat. Einige Wörte kann sie noch. Später kommen noch zwei junge Mädchen, die wohl auch zur Familie gehören. Sie lernen wohl auch deutsch, trauen sich aber nicht zu sprechen.

unser Stellplatz in Kurja

Autowaschen lohnt sich

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zur Grenze nach Kasachstan. Wir sind gespannt, was uns dort erwartet.

Das war unsere Reiseroute Russland Teil 4:

Karte Russland 2015 Teil 4 - Altei

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Kategorien: Reiseberichte | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Russland – Teil 4

  1. Hallo Bernhard und Brigitte, hattet ihr oder der PKW kein Abschleppseil dabei, so dass ihr euch das mühevolle Schaufeln hättet ersparen können?
    Wir verfolgen weiterhin euren Trip, ist doch das eine oder andere interessante Ziel für uns auch dabei. Es freut uns auch für euch, dass ihr den Umweg über Olchon noch gemacht habt. Für uns war es eines der Highlights in Russland.
    Weiterhin pannenfreie und gute Fahrt
    Brigitte und Peter
    PS: die Ersatzfederblätter liegen noch immer auf unserem Dach! Zum Glück hat sie bisher keiner von uns benötigt

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