Russland – Teil 3

Novosibirsk – Akademgorodok – Krasnojarsk – Irkutsk – Listvjanka –Baikalsee -Tankoy – Ulan Ude

Mai 2015

Nachdem wir uns in der Stadt Novosibirsk umgeschaut haben, wollen wir auch noch den Zoo besuchen. Die Beschreibung im Reiseführer klingt vielversprechend und wir werden nicht enttäuscht. Der Zoo liegt in einem großen Park. Die meisten Tiere haben große und schön gestaltete Gehege. Ein Schwerpunkt sind die verschiedenen Katzen, von ganz groß bis ganz klein. Besonders beeindruckt bin ich, dass es hier eine Fischkatze gibt. Sie ist sehr selten und ich habe sie bisher nur einmal gesehen – im Nachtzoo von Singapur. Neben den Katzen gibt es auch viele große Raubvögel und andere Tiere. Nur den Bären geht es nicht gut, denn sie haben enge Käfige ohne Einrichtung. Den armen Bären würde ich ebenso schöne Anlagen wünschen wie den Katzen. Eigenartig, obwohl die Russen stolz auf ihre Bärenpopulation sind, werden sie in Tiergehegen schlecht gehalten – wie wir später leider auch noch in Ulan-Ude gesehen haben.

Novosibirsk – Eingang zum Zoo

Novosibirsk – Zoo

Dinosaurier im Zoo von Novosibirsk

Novosibirsk – Zoo – Löwe

Novosibirsk – Zoo – Schneeleopard

Novosibirsk – Zoo – weißer Tiger

Novosibirsk – Zoo – weißer Tiger

Novosibirsk – Zoo – Gepard

Novosibirsk – Zoo – Katze

Novosibirsk – Zoo – Fischkatze

Novosibirsk – Zoo

Novosibirsk – Zoo

Novosibirsk – Zoo – Eisbär

Novosibirsk – Zoo – Geier

Novosibirsk – Zoo – Greifvogel

Novosibirsk – Zoo – Moschus

Novosibirsk – Zoo – Wüstenfuchs

Wir verlassen Novosibirsk und quälen uns durch den Stau nach Akademgorodok, einem Akademikerstädtchen mit bedeutenden wissenschaftlichen Akademien und Softwarefirmen. Unser Reiseführer vergleicht die Stadt mit dem amerikanischen Silicon-Valley. Doch uns interessiert nicht die Wissenschaft, sondern das größte Eisenbahn-Museum Sibiriens, das eine beeindruckende Sammlung russischer Loks und Waggons zu bieten hat. Hier gibt es die unglaublichsten Gebilde. Bei einigen kann ich mir gar nicht vorstellen, wozu sie dienen sollen. Bedauerlicherweise sind die Erklärungstafeln nur in russisch, so dass wir sie nicht lesen können.

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Akademgorodok – Eisenbahnmuseum

Wir fahren weiter. Leider müssen wir wieder zurück durch Novosibirsk – also nochmals durch das Gewühle. Doch dann ist es irgendwann geschafft und wir sind wieder auf der Magistralen. Wir fahren solange weiter bis wir einen halbwegs passablen Rastplatz zum Übernachten finden. Am Abend klopft es an unsere Türe und ein Sergej steht davor. Er versucht sich mit uns zu unterhalten. Offensichtlich war sein Großvater im Krieg als Soldat in Deutschland. Leider ist eine wirkliche Verständigung nicht möglich. Er spricht genau drei Worte deutsch und sein russisch verstehe ich nicht. Wir schenken ihm eine Kappe aus Deutschland. Wenig später klopft er nochmals und er bringt uns ein nettes Geschenk. In der Nacht wird der Rasthof noch voll, denn dauernd kommen neue LKWs. Wegen der vielen Abgase müssen wir die Fenster zumachen.

Rastplatz bei Elfimovo (N55 39 38.4 E84 42 06.0)

Sibirien ist groß und so brauchen wir zwei Fahrtage, bis wir unser nächstes Ziel erreichen – Krasnojarsk. Unterwegs stoppen wir in Mariinsk, einem Provinzstädtchen. Die meisten Häuser sind kleine Holzhütten. Wir stellen uns auf einen Parkplatz am Kriegerdenkmal neben dem Stadtpark. Im Stadtpark ist ein kleiner und wohl noch aus Sowjet-Zeit stammender Vergnügungspark mit einigen uralten Fahrgeschäften. Hier sieht es so aus, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Sibirien

Sibirien

M53 zwischen Kemarov und Mariinsk

Mariinsk – Stellplatz am Kriegerdenkmal (N56 12 20.3 E87 44 34.4)

im Stadtpark von Mariinsk

sibirisches Dorf

Sibirien

Bergbau vor Krasnojarsk

Krasnojarsk ist eine große Industriestadt. Zur Sowjetzeit war sie als ein Zentrum sowjetischer Militärforschung und –produktion eine „geschlossene Stadt“ und für Ausländer verboten. Doch das ist vorbei und so stehen wir irgendwann am Flußufer und schauen auf einen weiteren großen Strom Sibiriens – den Jenissei. Wir schauen uns im Stadtzentrum um, können aber keine besonderen Sehenswürdigkeiten entdecken. Die Stadt gefällt uns nicht so gut. Das mag auch am Wetter liegen, denn wir erleben Krasnojarsk im Regen. Am Abend wird es auf der Fläche am Flußufer sehr voll. Hier scheinen sich alle Einwohner zum Flanieren zu versammeln. Irgendwann wird uns der Trubel zu viel und wir ziehen um zum Stadion, wo wir uns auf einem großen Platz nach ganz hinten verkrümeln. Hier ist es ruhig und wir verbringen eine ungestörte Nacht.

Krasnojarsk – Parkplatz am Jenissei

Krasnojarsk – Opernplatz mit Denkmal für Anton Cechov

Krasnojarsk – Operntheater und Apollo-Statue

Krasnojarsk

Krasnojarsk – Platz Mira

Krasnojarsk – am Jenissei

Krasnojarsk – Jenissei

Krasnojarsk – Stellplatz am Stadion (N55 59 59.0 E92 53 05.5)

Krasnojarsk

Am nächsten Tag wollen wir in den Nationalpark Stolby am Stadtrand von Krasnojarsk. Wir steuern ein neues Freizeit-Zentrum an, von wo aus eine Seilbahn hinauf zu den Granitfelsen fahren soll. Doch wir kommen zur falschen Zeit, denn hier ist alles geschlossen. Das sommerliche Leben beginnt erst am 1. Juni. So fallen die Granittürme aus und wir fahren weiter.

Unsere Reiseroute führt uns immer noch Richtung Osten. Zwischen Jekaterinburg und Krasnojarsk haben wir die westsibirische Tiefebene durchfahren. Mit der Überquerung des Jenissei kommen wir nun nach Ostsibirien, wo das Land zunehmend bergiger wird. Ich stelle fest, dass der Verkehr immer mehr abnimmt und wir werden nicht mehr so oft von LKWs überholt werden. Die Landschaft ist immer dünner besiedelt und zwischen den Orten liegen sehr viele Kilometer Natur.

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Die nächsten drei Tage sind reine Fahrtage, denn bis zu unserem nächsten Ziel – Irkutsk – liegen fast 1.100 km vor uns. Auch die Rastplätze werden seltener und der Standard nimmt immer mehr ab. Die erste Nacht verbringen wir an einem Hotel bei Tinskij Sel’sovet, wo wir wieder einmal duschen können. Die Dusche ist eine echte Überraschung, denn es ist eine moderne Regendusche – und das mitten in einem sibirischen Dorf.

an der M53 zwischen Krasnojarsk und Kansk

an der M53 zwischen Krasnojarsk und Kansk

an der M53 zwischen Krasnojarsk und Kansk

Dorf an der M53

Übernachtung bei Tinskij Sel’sovet (N56 07 11.4 E96 54 42.9)

Am nächsten Tag passieren wir wieder eine Zeitzone und müssen die Uhr nochmals eine Stunde vorstellen. Jetzt sind wir 6 Stunden vor der deutschen Zeit. Bald müssen wir tanken und halten an einer kleinen Tankstelle. Hier gibt es eine unglaublich altmodische Zapfsäule, bei der ein Zeiger wie bei einer Uhr von 1 bis 100 läuft. Bei mehr als 100 Litern dreht der Zeiger eine zweite Runde. Zum Abschluß des Tankvorgangs wird ein Knopf gedrückt, damit die Nadel wieder auf 0 springt. Wir fahren durch eine hügelige, waldreiche Landschaft und erreichen eine Höhe von etwa 500 Metern. Das ist viel, gemessen daran, dass Westsibirien so flach war.

an der M53 zwischen Tinskij Sel’sovet und Tyiret 2-ya

Tankstelle

an der M53 zwischen Tinskij Sel’sovet und Tyiret 2-ya

M53 zwischen Tinskij Sel’sovet und Tyiret 2-ya

Die Magistrale M53 läuft ziemlich parallel mit der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn. Ein paar mal kreuzen sich die beiden Trassen sogar. Wir sehen sehr viele lange Güterzüge, aber keinen einzigen Personenzug. Leider müssen wir unterwegs auch wieder abgebrannte Waldstücke sehen. Zwei oder drei Feuer sind noch so heftig, dass dicke Rauchschwaden in der Luft hängen.

Eisenbahn

an der M53 zwischen Tinskij Sel’sovet und Tyiret 2-ya

Waldbrand

Irgendwann ist es so spät, dass wir an einer kleinen Tankstelle bei Tyiret 2-ya halten. Als die Betreiber unsere Usbekistan-Fahne sehen sind sie begeistert. Es stellt sich heraus, dass sie aus Samarkand stammen. Es sind echte Orientalen, denn sie wollen zuerst 250 Rubel haben, doch wir einigen uns auf 150 Rubel, was ungefähr den Durchschnittspreis einer Übernachtung auf einem LKW-Rastplatz ausmacht. Außer dem Möglichkeit hier zu stehen und das Plumpsklo zu benutzen bietet der Platz nichts.

unser Übernachtungsplatz an einer Tankstelle in Tyiret 2-ya (N53 43 14.0 E102 18 49.1)

Am folgenden Tag erreichen wir Irkutsk. Nach der Stadtgründung im 17. Jhdt. entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelsplatz und zum Ausgangspunkt der Eroberung des Fernen Ostens. Bevor wir die Stadt besichtigen, suchen wir einen Stellplatz. Wir steuern zuerst das Hotel Irkutsk an, das in verschiedenen Reiseberichten als Stellplatz genannt wurde. Doch hier werden wir sehr enttäuscht, denn der Parkplatz vor dem Hotel ist sehr klein, voll und super eng. Wir könnten dort noch in der Durchfahrt stehen, eingeklemmt zwischen Betonmauer und Autos. Doch das ist nichts und so fahren wir weiter. Nach langem Suchen entdecken wir einen Parkplatz an einem Eisenbahnmuseum in einer Grünlage, mitten im Fluß Angara auf einer Insel gelegen. Hier ist es angenehm ruhig und so bleiben wir.

auf dem Weg nach Irkutsk

auf dem Weg nach Irkutsk

Irkutsk – unser Platz am Eisenbahnmuseum (N52 16 10.8 E104 16 49.9)

Wir besichtigen die Stadt Irkutsk und sind angenehm überrascht. Irkutsk ist sehr schön und gefällt uns gut. Es gibt noch einige alte Häuser und ein paar schöne Kirchen. Am Abend überraschen uns Wolfgang und Gisela, die plötzlich neben uns stehen.
Wir bleiben noch einen weiteren Tag in Irkutsk und entdecken noch schöne Holzhäuser und einen farbenfrohen Markt. Dann verabschieden wir uns von den beiden und fahren weiter.

Irkutsk – Denkmal für Zar Alexander III

Irkutsk

Irkutsk – Theater

Irkutsk – Karl Marx Strasse

Irkutsk – Fußgängerzone

Irkutsk -Platz Kirov

Irkutsk – Gotteserscheinungskirche

Irkutsk – Bahnhof

Irkutsk – Zentralmarkt

Irkutsk – Zentralmarkt

da kommt der Nachschub

Baikal-Robbe

Unser nächstes Ziel ist Listvjanka am Baikalsee. Auf dem Weg dorthin besuchen wir das Freilichtmuseum von Talzy, in dem alte Holzhäuser aus der Region zusammengetragen wurden. Das Museum ist ziemlich groß und die Häuser sind sehr schön. Hier gefällt es uns und der Besuch hat sich gelohnt.

Museum Talzy – Zarubins Farm

Museum Talzy

Museum Talzy

Museum Talzy – Kirche

Museum Talzy – Erlöserturm von Ilimsk

Museum Talzy – Schule

Museum Talzy – Schule

Museum Talzy

Museum Talzy – Seryshevs Farm

In Listvjanka angekommen steuern wir das Hotel Baikal an, das Wohnmobilstellplätze haben soll und auf seiner Webseite dafür sogar einen Preis nennt. Doch wir werden sehr enttäuscht, denn das Hotel liegt an einem steilen Berghang, natürlich auf der see-abgewandten Seite. Es gibt keine Stellplätze. Ein Hotelmitarbeiter hat uns einen Platz angeboten am Rande der Zufahrt, halb auf der Straße und in einem wenig ansprechenden Loch gelegen. Nachdem sie auch noch komisch reagiert haben, als ich nach Dusche und Waschmaschine gefragt habe, sind wir auf der Stelle weitergefahren.

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Listvjanka selber ist auch nicht wirklich schön. Es ist ein langgestrecktes Dorf, eingekeilt zwischen Baikalsee und Bergen. Auf die erste Enttäuschung folgt schnell die nächste, denn der bewachte Parkplatz am Ende des Ortes existiert nicht mehr und es ist alles mit einem Bauzaun abgesperrt. Da sehr viele Besucher im Ort sind ist alles zugeparkt und wir hatten Mühe einen Platz zu finden.
Der erhoffte Blick auf den Baikalsee war auch nicht wirklich grandios, denn das Wetter spielte nicht mit und der See blieb im Dunst verborgen.

Listvjanka am Baikalsee

Listvjanka – unser Übernachtungsplatz (N51 50 54.2 E104 52 15.6)

So verlassen wir am nächsten Morgen diesen wenig schönen Ort. Wir wollen zum Südufer des Baikalsees. Dazu müssen wir wieder durch Irkutsk. Wir nutzen die Gelegenheit und fahren zu einem neuen Einkaufszentrum (N52 16 01.7 E104 17 19.3), das wir bei unserem ersten Besuch der Stadt entdeckt haben. Hier gibt es reichlich Parkfläche, einen großen Lebensmittelladen und einen modernen Sanitärbereich mit einem sehr praktischen Wasserhahn, der wie gemacht ist für unsere Gießkanne. Es ist die ideale Gelegenheit unseren Wassertank wieder aufzufüllen und so laufen wir mehrmals mit unserer Gießkanne zwischen Auto und Wasserhahn hin und her – es hat sich keiner dran gestört.

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Dann verlassen wir Irkutsk. Wieder erleben wir dicke Rauchschwaden, die den Himmel verdunkeln. Wieder brennt der Wald und es scheint keinen zu stören. Wir passieren ein brennendes Waldstück und sehen, dass sich das Feuer auf dem Boden ausbreitet. Es ist ein trauriges Bild.

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Der Weg zum Südufer des Baikalsees ist beschwerlich, denn wir müssen einige Berge überwinden – immer steil bergauf und steil bergab. Am höchsten Berg zeigt das Navi fast 1.000 Höhenmeter an.

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Oberhalb des Ortes Kultuk sehen wir dann den Baikalsee. Leider ist es immer noch sehr dunstig, so dass die Sicht stark eingeschränkt ist. Da wir mal wieder duschen und Wäsche waschen wollen fahren wir zu einem abseits der Strasse gelegenen Hotel mit einem großen Innenhof. Der Hof hat das Ambiente eines Schrottplatzes, aber Dusche und Waschmaschine waren ok. Bernhard nutzt die Gelegenheit und klappt das Fahrerhaus, um u.a. das Gestänge der Schaltung zu schmieren, da es hin und wieder beim Schalten quietscht. Von unserem häßlichen, aber praktischen Stellplatz aus sehen wir die vorbeifahrenden Züge der Transsib. Die Güterzüge sind beeindruckend lang. Heute haben wir zum ersten Mal einen Personenzug gesehen.

Blick auf Kultuk und den Baikalsee

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Kultuk – Übernachtung bei Hotel (N51 43 09.4 E103 41 11.7)

Wir haben die Hoffnung, auf einen schönen Stellplatz am Baikalsee noch nicht aufgegeben und fahren weiter am Südufer entlang. Doch es ist schwierig, da das Ufer sehr steil ist und nur wenig Möglichkeiten bietet. Im Ort Utulik soll es einen Campingplatz geben. Wir finden ein noch geschlossenes Ferienlager mitten im Wald ohne Seeblick. So fahren wir weiter und nach einigen erfolglosen Versuchen entdecken wir im Ort Baikalsk einen breiten geteerten Weg zum Seeufer, an dessen Ende sich eine gekieste Fläche mit einigen Bänken befindet. Hier gefällt es uns, und wir beschließen zu bleiben. Wir erleben einen schönen sonnigen Nachmittag mit perfektem Seeblick.

Baikal

Baikalsee – am Ufer im Ort Baikalsk

Baikalsee – am Ufer im Ort Baikalsk

unser Platz in Baikalsk (N51 31 43.0 E104 09 00.3)

Am Morgen ist der Himmel immer noch blau und die Sonne scheint. Wir fahren weiter den Baikalsee entlang nach Tankoy, weil es dort einen schönen Lehrpfad in einem Naturschutzgebiet geben soll. Leider sieht man unterwegs von der Straße aus nur selten den See. In Tankoy angekommen stellen wir uns auf den großen Parkplatz am Gebäude der Parkverwaltung – schön ruhig und abgeschieden.

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Wir bekommen die Erlaubnis, auf dem Parkplatz übernachten zu dürfen. Ein junger Parkmitarbeiter zeigt uns den Weg zum Naturpfad, nicht ohne uns zu bitten, anschließend Souvenirs kaufen zu kommen. Der Pfad beginnt rechts neben dem Gebäude und ist nicht zu verfehlen, denn er ist sehr schön als Bohlenweg angelegt. So kommen wir bequem und trockenen Fußes durch das sumpfige Gelände. Der Spaziergang durch den Wald gefällt uns sehr gut. Es ist wunderbar ruhig hier und die Vögel zwitschern. Wir freuen uns riesig, als wir unterwegs einige Streifenhörnchen sehen. Im Wald gibt es Birken (wie überall hier in Sibirien) und die sibirische Zeder – ein schöner Mischwald.

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Anschließend laufen wir noch in den kleinen Ort mit einer großen Bahnstation und klettern über die Gleise der alten Transsib-Strecke bis zum Seeufer. Immer wieder kommen Güterzüge vorbei. Personenzüge sind eher selten, doch wir haben das Glück und sehen den Zug von Moskau nach Chita, immerhin ca. 6000 km Entfernung. Er ist sicherlich lange unterwegs wenn er an jedem kleinen Bahnhof anhält, so wie hier in Tankoy.

zwischen Baikalsk und Tankoy

Lehrpfad im Tankoy-Nationalpark

Lehrpfad im Tankoy-Nationalpark

Tankoy-Nationalpark – Streifenhörnchen

im Tankoy-Nationalpark

Lehrpfad im Tankoy-Nationalpark

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Tankoy-Nationalpark – unser Stellplatz an der Parkverwaltung (N51 32 48.1 E105 07 06.7)

Nach einem angenehmen sonnigen Ruhetag im Naturpark fahren wir weiter Richtung Osten. Unser nächstes Ziel ist gleichzeitig der östlichste Punkt unserer Reise: Ulan-Ude, Hauptstadt der Republik Burjatien. Die Fahrt hierhin ist etwas mühsam, da in diesem Streckenabschnitt die Straße sehr viele Dellen und Bodenwellen aufweist. Doch schließlich erreichen wir unser Ziel. Wir entscheiden uns für den Parkplatz vor dem Ethnographischen Museum, wo wir übernachten und auf besseres Wetter für die Stadtbesichtigung warten.

Ulan-Ude – unser Stellplatz am Ethnographischen Museum (N51 53 00.3 E107 39 05.1)

Das Ethnographische Museum ist kleiner als das Freilichtmuseum von Talzy. Hier hat man Häuser der Region Ulan-Ude gesammelt. Wir lernen, dass eine Jurte nicht unbedingt ein zeltähnliches Gebilde sein muß, denn hier gibt es Jurten aus Holz. Die Inneneinrichtung der Häuser unterscheidet sich deutlich von denen der russischen Häuser und erinnert mehr an ein Zelt.

Ulan-Ude – Ethnographisches Museum

Ulan-Ude – Ethnographisches Museum

Ulan-Ude – Ethnographisches Museum – Jurte

Ulan-Ude – Ethnographisches Museum – Jurte

Ulan-Ude – Ethnographisches Museum

Das Stadtzentrum von Ulan-Ude ist eher überschaubar. Wir besuchen den großen Lenin-Kopf (ca. 5 m hoch) und bewundern die Burjatische Nationaloper. Auch die Fußgängerzone ist nicht sehr lang. In den Seitenstrassen entdecken wir noch viele alte Holzhäuser. Waren die Gesichter der Menschen bisher eher europäisch geprägt, so hat sich das hier in Ulan-Ude geändert und wir sehen hier viele asiatisch geprägte Gesichter. Auch wird scheinbar nicht mehr nur Russisch gesprochen.

Ulan-Ude – Lenin-Kopf am Sowjetischen Platz

Ulan-Ude – Burjatische Nationaloper

Ulan-Ude – Leninstrasse mit Zarentor

Ulan-Ude – Leninstrasse

Ulan-Ude – Holzhäuser

Wir verlassen die Stadt und fahren zum Kloster Ivolginsk. Es ist das größte buddhistische Kloster Russlands und gleichzeitig Sitz des Oberhaupts der russischen Buddhisten. Das Gelände ist sehr weitläufig und es gibt verschiedene Tempel. Einige scheinen noch relativ neu zu sein. Mir fällt auf, dass in keinem der Tempel Butterlämpchen brennen, so wie wir es aus Tibet kennen.

Kloster Ivolginsk

Kloster Ivolginsk

Kloster Ivolginsk

unser Platz am Kloster Ivolginsk (N51 45 33 E107 12 04)

Nun ist es nicht mehr weit bis zur Grenze zur Mongolei, nur noch ein Fahrtag. Wir sind schon gespannt, was uns dort erwartet.

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Das war unsere Reiseroute Russland Teil 3:

Karte Russland 2015 - Teil 3 - Novisibirsk bis Ulan Ude

Insgesamt sind wir in Russland bisher etwa 7.700 km gefahren

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Kategorien: Reiseberichte | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Russland – Teil 3

  1. Hallo Brigitte und Bernhard, vielen Dank für die Tipps der Stellplätze, wir stehen heute auch am Kieselstrand von Baikalsk und geniessen den Blick auf den Baikal.
    Viele Grüße
    Brigitte und Peter

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