Russland – Teil 1

St.Petersburg – Moskau – Goldener Ring
April 2015

Nun sind wir wieder unterwegs. Wie geplant bringt uns die Fähre von Travemünde nach Helsinki. Da wir Helsinki schon kennen, verzichten wir dieses Mal auf eine Fahrt ins Stadtzentrum, denn es sind nur ca. vier Grad und es ist ziemlich ungemütlich. Von hier fahren wir weiter nach Lappeenranta. Es ist noch früh im Jahr und auf dem Saima-See schwimmen noch einige Eisschollen. Da noch keine Saison ist können wir wunderbar am Hafen stehen und den Blick aufs Wasser genießen. Im Sommer wäre dies unmöglich, weil es dann hier sehr voll ist.

auf der Fähre

Einfahrt nach Helsinki

Helsinki – Campingplatz Rastilla (N60 12 24 E25 07 16)

Lappeenranta – Blick vom Hafen auf den Saima-See

2015-04-17-nr01-FIN-Lappeenranta-Hafen-komp

Lappeenranta – unser Stellplatz im Hafen (N61 03 45 E28 11 11)

Da wir 2012 am südlichsten Grenzübergang von Finnland nach Russland mitten in der LKW-Schlange gelandet waren, wollen wir dieses Mal den weiter nördlich gelegenen Übergang bei Nuijamaa nehmen, in der Hoffnung, dort schneller und leichter nach Russland einreisen zu können.
An der Grenze angekommen stellen wir uns an der PKW-Schlange an. Doch leider ist die Durchfahrt zu niedrig für unsere 3,50 m. So müssen wir in die äußere Spur. Als erstes müssen wir den Migrationszettel ausfüllen und damit zur Paßkontrolle. Danach geht es weiter zur Fahrzeugregistrierung. Hier bekommt die Dame fast einen Herzinfarkt, als sie unser Auto sieht. Wir müssen für das Auto ein Formular ausfüllen. Es folgen mehrere Telefonanrufe und Debatten der Grenzer. Schließlich muß ich mich hinten in die Kabine setzen und ein Grenzbeamter erklimmt mühsam den Beifahrersitz. Er lotst Bernhard erst über die Waage und anschließend auf den Zollhof, wo er uns am Zollschalter abliefert.
Hier wird weiter darüber debattiert, dass wir kein LKW sind sondern ein Wohnmobil. Die Schalterbeamtin ist ratlos und so kommen mehrere Kollegen zur Unterstützung, Sie haben Probleme die deutschen Fahrzeugpapiere zu entschlüsseln. Doch schließlich wird alles gut. Nach etwas mehr als zwei Stunden bekommen wir die benötigten Stempel und der Schlagbaum öffnet sich für uns – nun sind wir in Russland. Alles in allem war es eine sehr korrekte Prozedur, auch wenn sie für uns sehr umständlich war.

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Da wir uns mit Peter und Brigitte verabredet haben, fahren wir zum Campingplatz Shuvalovka in der Nähe von Peterhof. Am nächsten Morgen fahren wir mit Bus und Metro in die Innenstadt von St. Petersburg zum Newski-Prospekt. Nachdem wir Geld geholt und eine SIM-Karte fürs Internet gekauft haben laufen wir noch ein wenig durch die Stadt. Ich freue mich, dass die Admiralität nun in ganzer Schönheit zu bewundern ist, denn sie war 2012 noch eingerüstet. Da wir die Stadt schon 2012 intensiv besichtigt haben verzichten wir dieses mal auf weitere Ausflüge.

CampTom Shuvalovka (N59 52 09.2 E29 58 53.5)

Camp Shuvalovka

St. Peterburg – Admiralität

St. Petersburg – Denkmal für Peter d. Großen

St. Petersburg – Eremitage

St. Petersburg

In der folgenden Nacht erwartet uns eine echte Überraschung – es schneit! Doch bis zum Morgen ist glücklicherweise fast alles weggetaut. Wir nutzen den Tag und laufen nach Peterhof. Hier im Park ist noch nichts los und wir haben ihn fast für uns alleine. Trotz der fehlenden Blumen und der trockenen Brunnen ist es hier sehr schön. Für den Rückweg stärken wir uns an einem frischen Fladenbrot, das gerade warm aus dem Tonofen gekommen ist – lecker !

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St. Petersburg – Schneelandschaft

Peterhof – Orangerie

Peterhof

Peterhof

Unsere nächste Etappe führt uns nach Welikij Nowgorod. Die Stadt gilt als Wiege des russischen Reiches und die Baudenkmäler in der Innenstadt gehören zu den UNESCO-Weltkulturerben. Zuerst schauen wir uns den Kreml an. In Russland haben viele alte Städte einen Kreml, denn „Kreml“ ist der Begriff für ein befestigtes Zentrum, vielleicht vergleichbar mit einer Burg oder Zitadelle. Dann wandern wir über die Brücke auf die andere Flußseite, wo sich das historische Marktzentrum befindet. Schon von weitem fallen die weißen Handelsarkaden aus dem 17. Jhdt. auf.

Welikij Nowgorod – Blick auf den Kreml

Welikij Nowgorod – Blick auf den Kreml

Welikij Nowgorod – Kreml-Mauer

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Welikij Nowgorod – Sophienkathedrale im Kreml

Welikij Nowgorod – Glockenturm der Sophienkathedrale im Kreml

Welikij Nowgorod – Andrej-Stratilat-Kirche im Kreml

Welikij Nowgorod – Blick vom Kreml auf die Marktseite

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Welikij Nowgorod – Torturm auf der Marktseite

Etwas außerhalb der Stadt befindet sich das Jurjew-Kloster, das schön am Flußufer des Wolchow gelegen ist. Schon von Weitem leuchten die goldenen Kuppeln. Wir schauen uns das Klostergelände an. Auch das nahe gelegene Freilichtmuseum mit seiner Sammlung von lokaler Holzarchitektur lassen wir nicht aus. Holz ist traditionell das typische russische Baumaterial. Das Museum hat typische Bauwerke der Region gesammelt. So finden sich hier hölzerne Bauernhäuser und Kirchen. Besonders die Kirchen sind beeindruckend. Nur schade, dass sie geschlossen waren und wir nicht hinein gehen konnten. Aber einige Bauernhäuser waren offen und wir konnten die liebevoll gestaltete Inneneinrichtung bewundern. Hier am Kloster gefällt es uns und so bleiben wir über Nacht hier stehen.

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Welikij Nowgorod – Kloster Jurjew

Welikij Nowgorod – Kloster Jurjew

Welikij Nowgorod – Kloster Jurjew

Freilichtmuseum Witoslawlitzy

Freilichtmuseum Witoslawlitzy – Nikolauskirche (rechts) und Kirche der Heiligen Jungfrau (links)

Freilichtmuseum Witoslawlitzy – Blockhaus um 1870

Freilichtmuseum Witoslawlitzy

unser Übernachtsplatz am Kloster Jurjew (N58 29 16.7 E31 17 06.5)

Der nächste Tag ist ein reiner Fahrtag. Über die M10 geht es Richtung Moskau. Kurz hinter Twer beenden wir den Tag an einer Lukoil-Tankstelle. Hier gibt es einen Rastplatz und ein nettes Restaurant, wo wir lecker essen gehen. Hier gibt es sogar freies Internet.

auf der M10 Richtung Twer

unser Übernachtungsplatz an der M10 (N56 46 14.8 E36 08 12.9)

Dann wartet das nächste Abenteuer auf uns – die Fahrt in die Stadt Moskau. Schon bei Klin stehen wir zum ersten Mal im Stau. Und es liegen noch sechzig Kilometer vor uns. So freuen wir uns, als endlich die M11 auftaucht. Sie ist weder im Garmin-Navi noch in der Karte eingezeichnet, doch ich habe im Basecamp-Programm gesehen, dass sie fast an derselben Stelle in Moskau auskommt wie die M10. Die M11 wird wohl eine neue Autobahn von Petersburg nach Moskau, aber sie ist noch nicht fertig. Auch die Kassenhäuschen fehlen noch, und so rollen wir auf der Toll-Road kostenlos ganz entspannt Richtung Moskau. Es ist kaum Verkehr und die Straße wird immer breiter: erst dreispurig, dann vierspurig und zum Schluß fünfspurig. Sie erspart uns nervige Ortsdurchfahrten durch zwei größere Städte vor Moskau. Sie endet schließlich wieder auf der M10, wo dichter Verkehr herrscht. Schließlich erreichen wir den Campingplatz Sokolniki, wo wir die nächsten Tage stehen werden.

Moskau – Campingplatz Sokolniki (N55 48 56.6 E37 40 34.5)

Von hier aus könnte man mit der Straßenbahn zur Metrostation Sokolniki fahren, doch wir entscheiden uns die 40 Minuten durch den Park zu laufen. Für die Besichtigung von Moskau nehmen wir uns zwei Tage Zeit. Am ersten Tag gehen wir zum Roten Platz und zum Kreml. Auf dem Roten Platz werden riesige Gerüste aufgebaut für die Feier zum 70-jährigen Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Erinnerung an dieses Ereignis wird in ganz Russland hochgehalten. Überall sieht man Schilder und viele Leute bzw. Fahrzeuge haben Errinerungsbändchen – kein Wunder bei 25 Millionen russischer Kriegsopfer. Selbst das Lenin-Mausoleum wird nicht verschont und wir konnten ihn leider nicht besuchen. Das Kreml-Gelände ist ziemlich groß. Wir holen uns Tickets für die Kreml-Kirchen und für die Besichtigung der Rüstkammer, die als die größte Schatzkammer der Welt gilt. Es ist schade, dass man in den Kirchen und in der Schatzkammer nicht fotografieren darf – es hätte sich gelohnt.

Moskau – auf dem Weg zum Roten Platz

Moskau – Roter Platz

Moskau – Lenin-Mausoleum auf dem Roten Platz

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Moskau – Basilius-Kathedrale am Roten Platz

Moskau – in der Basilius-Kathedrale

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Moskau – Blick von der Basilius-Kathedrale auf den Roten Platz

Moskau – Kaufhaus GUM

Moskau – Kaufhaus GUM

Moskau – Kreml

Moskau – Kathedralen im Kreml

Moskau – Zarenkanone im Kreml

Moskau – Kreml

Am zweiten Tag fahren wir mit der Metro zum „Neuen Jungfrauenkloster“. Von dort laufen wir an der Moskwa entlang zum Weißen Haus und dann durch die Arbat-Strasse. Im 19. Jhdt. standen hier die Villen der Adeligen. Heute ist es eine schöne Fußgängerzone, in der sich alt und neu mischen. Schließlich liegt die Erlöser-Kathedrale vor uns. Sie ist die größte Kirche Russlands. Es ist eine neue Kirche, die erst seit 1997 hier steht. Moskau ist eine große Stadt und so merken wir dann doch langsam unsere Füße. Wie gut, dass genau vor der Kathedrale eine Metrostation ist, die uns wieder zurück zu unserem Auto bringt.

Moskau – Neues Jungfrauenkloster

Moskau – Neues Jungfrauenkloster

Moskau – Weißes Haus

das moderne Moskau

Moskau – Arbat-Straße

Moskau – Erlöserkathedrale

Alles in allem ist Moskau eine schöne und saubere Stadt. Der Rote Platz wirkt viel kleiner als ich ihn mir vorgestellt hatte. In den vielen Fernsehbeiträgen mit den Militärparaden wirkt er viel größer. Auch das Lenin-Mausoleum ist klein verglichen mit dem Mao-Mausoleum in Peking und dem Ho Chi Minh-Mausoleum in Hanoi. Der Kreml mit seinen ganzen Kirchenbauten, seinen Verwaltungsgebäuden und den zwei Hubschrauberlandeplätzen (die nicht viel grösser sind als die Hubschrauberlandeplätze der Mainklinik in Ochsenfurt) wirkt so gar nicht wie das streng bewachte Zentrum einer Weltmacht. Kein Militär, nur ein paar Polizisten sind zu sehen die einen freundlich darauf hinweisen wenn man die für Touristen zugänglichen Wege verlässt. Die Menschen sind freundlich und fröhlich, und an den schönsten Plätzen sieht man viele Brautpaare bei Fototerminen.

Von Moskau aus wollen wir den Goldenen Ring erkunden. Unser erstes Ziel ist Sergijew Possad mit dem Dreifaltigkeits-Sergius-Kloster. Es gehört zu den größten Klosteranlagen in Russland und war schon immer ein wichtiges religiöses Zentrum. Die vielen Kirchen mit den golden glänzenden Kuppeln sind fein herausgeputzt und beeindrucken mit ihrer Schönheit und auch dem guten Zustand. Hier gefällt es uns sehr gut und der Besuch hat sich wirklich gelohnt.

Sergijew Possad – Dreifaltigkeits-Sergius-Kloster

Sergijew Possad – Dreifaltigkeits-Sergius-Kloster

Sergijew Possad – Dreifaltigkeits-Sergius-Kloster

Wir fahren weiter nach Pereslawl-Salesskij, einem kleinen Ort, der in unserem Reiseführer mit zwei Sternen ausgezeichnet ist. Doch das „altrussische Städtchen mit romantischen Zwiebeltürmen“ erweist sich als graues, schlammiges Nest. Wir können nichts romantisches entdecken. Wir drehen eine Runde durchs Dorf und beschließen ohne Auszusteigen weiter zu fahren. Unterwegs übernachten wir an einem LKW-Rastplatz irgendwo an der Magistralen. Hier gehen wir wieder lecker und günstig essen in der benachbarten Fernfahrerbude.

unser Übernachtungsplatz an der M8 (N56 57 19.8 E39 11 00)

Am nächsten Morgen ist es total nebelig. Wir fahren weiter und besuchen das Erlöser-Jakob-Kloster kurz vor dem Ort Rostow Welikij. Das Kloster soll schön an einem See liegen, doch von dem See sehen wir wegen des trüben Wetters nichts. Am Klostereingang werden wir freundlich von einem älteren Herrn begrüßt. Die Anlage ist schön, aber noch lange nicht in einem so guten Zustand wie Sergijew Possad. Die Umgebung des Klosters ist etwas trostlos. Alles ist matschig und der Weg zum See nicht zu begehen. Wir würden bis über die Knöchel einsinken.

Erlöser-Jakob-Kloster

Erlöser-Jakob-Kloster

Erlöser-Jakob-Kloster

Erlöser-Jakob-Kloster

Dann fahren wir weiter nach Rostow Welikij, das zu den Höhepunkten des Goldenen Rings zählen soll, da es hier viele Architekturdenkmäler geben soll. Es gibt es eine kleine Altstadt und einen Kreml zu besichtigen. Der Kreml ist groß und wir schauen uns auf dem Gelände um. Die meisten Türen sind geschlossen. Das Gelände ist ganz nett, aber da es noch so früh im Jahr ist, ist noch alles braun und wirkt ein wenig farblos. Wir sind nicht wirklich beeindruckt.

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Rostow Welikij – Kreml

Rostow Welikij – Eingang zum Kreml

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Rostow Welikij – Kreml

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Rostow Welikij – Kreml

Rostow Welikij – Kreml

Rostow Welikij – Kreml

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Rostow Welikij – Altstadt

Rostow Welikij – Altstadt

In Jaroslawl stellen wir unser Auto an einem Hotel am Stadtrand ab, die auch Camping anbieten. So müssen wir nicht mit dem Auto in die Stadt, sondern nehmen den Bus, der uns ins Zentrum bringt. Jaroslawl gehört mit zu den ältesten Städten Russlands und gehört mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Zentrum befindet sich das Christi-Verklärungs-Kloster, einer großen Klosteranlage aus dem 12. Jhdt., die gleichzeitig auch die Funktion einer Festung hatte. Hier merken wir dann auch deutlich, dass die Stadt eines der meistbesuchten Touristenziele in Russland ist, denn hier herrscht allgemeine Geschäftstüchtigkeit: am Kloster-Eingang müssen wir ein Ticket bezahlen, um überhaupt eintreten zu dürfen. Innerhalb der Anlage entdecken wir ein naturkundliches Museum, das wir uns anschauen wollen, aber hier wird ein weiteres Ticket verlangt. Nicht weit weg davon sehen wir einen armen Bären in einem Käfig. Um ihn zu besuchen muß wieder ein zusätzlicher Eintritt und obendrein eine Fotogebühr bezahlt werden. Das ist uns zu teuer und der bemitleidenswerte Bär hat auch nichts davon.

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Jaroslawl – unser Stellplatz am Hotel (N57 33 40 E39 53 55.75)

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Jaroslawl – Christi-Verklärungs-Kloster

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Jaroslawl – ein bedauernswerter Bär

So verlassen wir das Kloster und laufen zur Wolga. Glücklicherweise verzieht sich endlich der Nebel und die Sonne kommt raus. Von der erhöhten Uferpromenade genießen wir den Ausblick auf die Strelka, einem Landzipfel an der Mündung eines Flusses in die Wolga. In der Parkanlage der Strelka ist das Gras noch braun und ganz langsam kommen die ersten Krokusse raus. Wir wandern weiter die Wolga entlang und kommen zu den Anlegern für die Schiffe, wo die Vorbereitungen für die Saison noch im Gange sind, denn es riecht nach frischer Farbe. Mütterchen Wolga ist hier wirklich schon ein sehr grosser Fluss, deutlich breiter als der Rhein bei Köln. Wir werden die Wolga voraussichtlich am Ende ihres 3500 km langen Laufes am Kaspischen Meer noch einmal wiedersehen. Dann werden wir sehen, wie breit sie noch wird. Wir gehen zurück ins Zentrum, um die Prophet-Elias-Kirche zu besichtigen, die wegen ihrer Wandmalereien als schönste Kirche der Stadt beschrieben wird . Die Kirche glänzt schön in der Sonne, nur rein dürfen wir nicht. Sie wird erst ab 1. Mai geöffnet, wie zwei Damen am Tor mitteilen. Alles in allem war es ein schöner Tag. Das mag auch an der Sonne und den lang vermissten Temperaturen von über 20 Grad gelegen haben.

Jaroslawl – Wolga und Strelka

Jaroslawl

Jaroslawl

Jaroslawl

Jaroslawl

Jaroslawl – an der Wolga

Jarislawl – Prophet-Elias-Kirche

Unser nächstes Ziel ist Susdal, die „Hauptstadt“ des Goldenen Rings, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe zählt. Auf relativ kleiner Fläche drängeln sich hier die Sehenswürdigkeiten. Wir verlassen die Magistrale, die große Fernverkehrsstraße, und nehmen eine Nebenstrasse. Entlang der kleineren Straße sieht man ein bischen mehr vom ländlichen Russland. Wir passieren schön zurecht gemachte Dörfer, Dörfer in weniger schönem Zustand und auch ein vollständig verlassenes Dorf. Der Zustand der Straße ist recht unterschiedlich: von gut geteert bis total kaputt. Glücklicherweise sind die sehr schlechten Abschnitte doch eher selten.

auf dem Weg nach Susdal

das ländliche Russland

In Susdal gibt es einen tollen Campingplatz mit allem Komfort. Hier treffen wir auch wieder auf Peter und Brigitte. Da es ein schöner sonniger Tag ist machen wir uns gleich auf, um Susdal zu erkunden. Vom Campingplatz ist es nur ein kurzer Fußweg zu dem großen Erlöser-Euthymios-Kloster. Es ist von einer riesigen Mauer umgeben, so dass wir im ersten Moment geglaubt haben, vor dem Kreml zu stehen. Doch der Kreml von Susdal ist eine eher kleine Anlage im Stadtzentrum. Wir verbringen sehr viel Zeit in dem Kloster und besuchen jede Ausstellung. Es ist sehr interessant, denn wir erfahren, dass das Kloster während des Krieges Gefangenenlager war und später als Gulag genutzt wurde.
Da mittlerweile dunkle Wolken aufziehen, fällt die Besichtigung der restlichen Stadt etwas kurz aus. So kommen wir am anderen Tag mit mehr Zeit wieder. Susdal ist sehr schön und ganz bestimmt einen Besuch wert – sogar im Regen, wie wir feststellen mußten. Die Stadt scheint ein Zentrum des russischen Tourismus zu sein, wie die vielen Andenkenbuden vermuten lassen.

Camping Susdal (N56 25 51 E40 25 16.6)

Susdal – Erlöser-Euthymios-Kloster

Susdal – Erlöser-Euthymios-Kloster

Susdal – Erlöser-Euthymios-Kloster

Susdal – im Museum des Erlöser-Euthymios-Kloster

Susdal – im Museum des Erlöser-Euthymios-Kloster

der Kreml von Susdal

Und damit wir wissen, wie weit es bis nach Hause ist, haben die Stadtväter uns einen Wegweiser aufgestellt:

Wegweiser in Susdal

Doch wir fahren noch nicht nach Hause ….

Das war unsere bisherige Route:

Karte Russland Teil 1 - Helsinki-Susdal

 

 

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Kategorien: Reiseberichte | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Russland – Teil 1

  1. Niyazi

    Brigitte ! Mit dir euch beiden würde ich gerne tauschen . Viele Grüße aus Köln ! Niyazi ! 🙂

  2. Wie schön, ihr seid wieder unterwegs. Sieht spannend aus bei euch! Liebe Grüße aus der argentinischen Pampa. Martina und Lothar

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