Tschechien – 2014

Vranov nad Dyji – Jaromerice nad Rokytnou – Trebic – Telc – Jindrichuv Hradec – Trebon – Ceske Budejovice – Cesky Krumlov – Rabi – Velhartice – Kladruby – Frantiskovy Lazne – Cheb

Reisezeit: September 2014

Wie schon auf der Hinreise gönnen wir uns einige erholsame Tage am Neusiedlersee, bevor wir die letzte Etappe auf dem Weg Richtung Heimat angehen. Sie führt uns durch den südlichen Teil von Tschechien, den wir auf dem Hinweg ausgelassen haben. Da wir keine Mautbox gekauft haben müssen wir die mautpflichtigen Straßen vermeiden, was uns auch problemlos gelingt.

Unser erstes Ziel ist Vranov nad Dyji. Hier besuchen wir das Barockschloß, das auf einem Felsen hoch über dem kleinen Ort liegt. Wir schließen uns einer Führung an und bewundern die schönen Räume im Inneren. Die Führung ist nur in tschechischer Sprache, daher bekommen wir einen Erläuterungstext in deutsch. Eigentlich wollten wir auf dem Campingplatz am nahe gelegenen Vranov-See übernachten, doch darauf haben wir schließlich verzichtet, weil an diesem Tag 400 Jugendliche erwartet werden. Das war uns zu viel Trubel und so freuen wir uns, auf dem Parkplatz des Schlosses bleiben können.

2014-08-28-nr09-CZ-Vranov Nad Dyji-Schloss-neu

Vranov nad Dyji

2014-08-28-nr12-CZ-Vranov Nad Dyji-Schloss-Eingang

Vranov nad Dyji – Schloss

2014-08-28-nr33-CZ-Vranov Nad Dyji-Schloss-Gesellschaftszimmer

Vranov nad Dyji – Schloss

2014-08-28-nr56-CZ-Vranov Nad Dyji-Übernachtung auf Parkplatz

Vranov nad Dyji – Parkplatz (N48 53 51.9 E15 48 30.6)

In Jaromerice nad Rokytnou besuchen wir ein weiteres Barockschloss. Da es uns zu viel ist, jedes Schloss von innen anzuschauen, verzichten wir auf eine Besichtigung des Inneren und schauen uns stattdessen den Barockgarten an. Doch er gefällt uns nicht besonders und so halten wir uns nicht lange auf. Für unseren Geschmack gibt es zu wenige Blumen und zu viel Grün.

2014-08-29-nr05-CZ-Jaromerice nad Rokytnou-Schloss

Eingang ins Schloss von Jaromerice nad Rokytnou

2014-08-29-nr09-CZ-Jaromerice nad Rokytnou-Schloss-Rückseite

Gartenseite von Schloß Jaromerice nad Rokytnou

2014-08-29-nr15-CZ-Jaromerice nad Rokytnou-Schloss-Barockgarten

Jaromerice nad Rokytnou – Schloßgarten

Wir fahren weiter nach Trebic. Auf dem Weg ins Ortszentrum führt uns das Navi erst einmal in eine Falle, denn wir stehen plötzlich vor einer niedrigen Bahnunterführung, unter der wir nicht durchpassen. So müssen wir trotz Stau auf der Gegenfahrbahn wenden und uns einen anderen Weg suchen. Wir finden eine Straße, die die Bahn ebenerdig überquert und gelangen zu einem Parkplatz, wo wir unser Auto abstellen können. Von hier sind es nur ein paar Schritte bis zu den Sehenswürdigkeiten von Trebic, der Basilika und dem Jüdischen Viertel. Beide gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Basilika kann man nur mit einer Führung besichtigen, auf die wir aber nicht warten wollen. So laufen wir ins jüdische Viertel. Es ist recht klein und übersichtlich. Besonders gefallen hat mir das Innere der alten Synagoge, die sehr schön bemalt ist.

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Trebic – Basilika St. Prokop

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Trebic – Jüdisches Viertel

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Trebic – Jüdisches Viertel

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Trebic – Hintere Synagoge im Jüdischen Viertel

2014-08-29-nr45-CZ-Trebic-jüdisches Viertel-Hintere Synagoge-innen

Trebic – Hintere Synagoge

Wir fahren weiter in den Ort Telc. Das historische Stadtzentrum ist ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe. Um einen malerischen Marktplatz herum gruppieren sich wunderschön anzusehende alte Häuser. Hier gefällt es uns sehr gut und wir lassen uns viel Zeit in diesem tollen Ort. Auch das nahe dem Marktplatz gelegene Renaissance-Schloss steht auf der UNESCO-Welterbeliste. Wieder lassen wir die Besichtigung der Räume ausfallen und schauen uns nur die Innenhöfe an. Für uns ist Telc der Höhepunkt unserer Reise durch den Süden Tschechiens. Ein Besuch ist wirklich empfehlenswert.

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Telc – Marktplatz

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Telc – Marktplatz

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Telc – Blick über den Marktplatz Richtung Schloß

2014-08-29-nr81-CZ-Telc-Schloss-Innenhof

Telc – Innenhof im Schloß

2014-08-29-nr100-CZ-Telc-Übernachten auf Parkplatz-Blick aus unserem Fenster

Telc – Parkplatz (N49 11 14 E15 26 54)

Danach geht die Reise weiter nach Jindrichuv Hradec, wo uns das drittgrößte Burg- und Schloßareal Tschechiens und eine nette kleine Altstadt erwarten. In unserem Reiseführer ist ein schönes Foto des Schlosses, das offensichtlich geschickt fotografiert wurde, denn in der Realität ist das Schloss ringsum von Häusern umgeben und die schöne Perspektive des Fotos haben wir nicht gefunden. Wieder schauen wir uns nur die Innenhöfe des Schlosses an. Anschließend laufen wir noch durch die kleine Altstadt, die ganz nett ist.

2014-08-30-nr05-CZ-Jindrichuv Hradec-Platz Namesti Miru und Mariensäule

Jindrichuv Hradec – Platz Namesti Miru mit Mariensäule

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Jindrichuv Hradec – Schloß

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Jindrichuv Hradec – Schloß – Innenhof

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Jindrichuv Hradec – Innenhof

Unser nächstes Ziel ist der Ort Trebon mit seinem mittelalterlichen Zentrum. Der altstadtnahe Parkplatz ist ziemlich voll, aber wir haben Glück und bekommen noch ein Plätzchen. Sogar übernachten dürfen wir hier. Der Marktplatz von Trebon ist fast ebenso schön wie der von Telc, aber deutlich kleiner. Auch hier gibt es wieder ein Renaissance-Schloss mit einem schönen Innenhof und einem großen Schlosspark. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang durch den Ort und die Umgebung. Trebon liegt inmitten einer Landschaft mit Teichen, die zur Fischzucht genutzt werden. Einer der Teiche reicht bis an die Stadt heran. An seinem Ufer ist ein schöner Spazierweg angelegt.

2014-08-30-nr26-CZ-Trebon-Platz Masaryk, ehemaliges Rathaus und Mariensäule

Trebon – Platz Masaryk

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Trebon – Platz Masaryk mit Rathaus

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Trebon- Schloß

2014-08-30-nr45-CZ-Trebon-Teichlandschaft

Trebon – Teichlandschaft

2014-08-30-nr54-CZ-Trebon-Parkplatz zum Übernachten

Trebon – Parkplatz (N49 00 13.0 E14 46 25.8)

Nach einer ruhigen und ungestörten Nacht fahren wir weiter nach Ceske Budejovice (Budweis), dessen Namen durch sein Bier weltbekannt ist. Auf einem schönen, ziemlich modernen Campingplatz verbringen wir die nächsten Tage. Den schönen Swimming Pool können wir bedauerlicherweise nicht nutzen, denn das Wetter ist ziemlich bescheiden und es regnet sehr viel. Der Platz hat sich in eine Seenlandschaft verwandelt. Das bekommt auch ein Camper mit einem alten Ducato-Wohnmobil zu spüren, der sich in der aufgeweichten Wiese festfährt und nicht mehr rauskommt. Seine Versuche, sich mit durchdrehenden Reifen zu befreien, machen alles nur noch schlimmer. So holt Bernhard unsere beiden kurzen Sandbleche, die damit zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Da das Loch schon recht tief ist müssen noch ein paar Männer mit anschieben, bis die Reifen auf dem Sandblech greifen und das Wohnmobil von der Wiese kommt.

Irgendwann nutzen wir eine der kurzen Regenpausen um uns die Altstadt von Budweis anzuschauen. Der große Marktplatz und die Altstadtgassen sind ganz nett, können uns jedoch nicht allzu sehr begeistern. Das mag auch an dem dunklen Himmel liegen, denn bei Sonnenschein wäre es sicherlich schöner.

2014-09-02-nr03-CZ-Ceske Budejovice-Hauptplatz mit Schwarzem Turm und St Nikolaus Kathedrale

Budweis – Marktplatz

2014-09-02-nr05-CZ-Ceske Budejovice-Hauptplatz mit Rathaus und Samson Brunnen

Budweis – Marktplatz

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Altstadtgasse in Budweis

2014-09-02-nr38-CZ-Ceske Budejovice-Camping Motel Dlouha louka

Budweis – Camping Motel Dlouha louka (N48 57 58 E14 27 36)

Nach einigen Tagen verlassen wir Budweis und fahren weiter nach Cesky Krumlov. Das kleine Städtchen ist ebenfalls ein UNESCO-Welterbe und ein touristisches Schwergewicht. Das merken wir schon bei den Parkplatzpreisen. So beschließen wir, uns den Ort nur kurz anzuschauen und dann weiter zu fahren. In den Gassen der malerischen Altstadt sind viele Menschen unterwegs. Der Reiseführer hat nicht übertrieben mit seinem Hinweis, dass der Ort völlig überlaufen sei. Wir spazieren durch die kleine Altstadt am Ufer der Moldau und gehen zum Schloss, dem zweitgrößten in Tschechien. Hier gibt es ein komplett erhaltenes barockes Theater, das ich gerne gesehen hätte. Doch daraus wird nichts, da mir der Eintritt zu teuer ist.

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Cesky Krumlov – Mantelbrücke

2014-09-04-nr12-CZ-Cesky Krumlov- Schloß

Cesky Krumlov – Schloß

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Cesky Krumlov – Schloß – Innenhof

2014-09-04-nr45-CZ-Cesky Krumlov- Altstadt-Platz der Eintracht mit Mariensäule

Cesky Krumlov – Altstadtplatz

2014-09-04-nr25-CZ-Cesky Krumlov- Altstadt

Cesky Krumlov – Altstadt

2014-09-04-nr64-CZ-Cesky Krumlov- Blick vom Schloss auf Ort

Cesky Krumlov

Wir fahren weiter zur Burgruine von Rabi, den Resten einer gotischen Burg aus dem 14. Jhdt. Die Burg ist recht groß und sehr schön anzuschauen. Obwohl sie eine der meistbesuchten Burgen Tschechiens sein soll ist nicht viel los. Wir haben Glück und müssen nicht lange auf die nächste Führung warten. Auch das Burginnere ist sehr schön und wir sind froh, dass wir hierhin gekommen sind.

2014-09-05-nr03-CZ-Cerna v Posumavi-Camping Villa Bohemia-Lipno Stausee

Abendstimmung am Lipno-Stausee

2014-09-06-nr02-CZ-Burg Rabi

Burg Rabi

2014-09-06-nr56-CZ-Burg Rabi-außen

Burg Rabi

2014-09-06-nr08-CZ-Burg Rabi-erster Hof

Burg Rabi – Burghof

2014-09-06-nr23-CZ-Burg Rabi-zweiter Hof-Blick zum ersten Hof

Burg Rabi – Innenhof

2014-09-06-nr37-CZ-Burg Rabi-Blick vom Wohnturm

Burg Rabi – Blick vom Turm

2014-09-06-nr62-CZ-Burg Rabi-Übernachtung auf Dorfplatz

Parkplatz im Dorf Rabi (N49 16 51 E13 37 11)

Da wir noch nicht genug Burgen gesehen haben fahren wir auch noch zur Burg Velhartice, die ebenfalls aus dem 14. Jhdt. stammt. Wir sind so früh am Morgen hier, das das Burgtor noch geschlossen ist. Wir müssen ein wenig warten, bis es öffnet. Da wir nicht auf die erste Führung warten wollen verzichten wir auf eine Besichtigung des Inneren und laufen nur durch den Burghof. Doch auch der ist sehr schön und die Burg ist wirklich sehenswert.

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Burg Velhartice

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Burg Velhartice – Eingang

2014-09-07-nr09-CZ-Burg Velhartice

Burg Velhartice

Unser letztes Ziel in Tschechien ist der kleine böhmische Badeort Frantiskovy Lazne (Franzensbad). Auf dem Weg dorthin passieren wir Kladruby, wo es ein Kloster mit einer großen Kirche gibt. Wir sind total überrascht, als wir davor stehen. Waren bisher alle besichtigten Anlagen in einem schönen Zustand so ist dieses Mal alles anders: Kloster und Kirche scheinen leer zu stehen und benötigen dringend eine gründliche Renovierung – ein trauriger Anblick.

2014-09-07-nr21-CZ-Kloster Kladruby

Kloster Kladruby

In Franzensbad finden wir einen schönen Campingplatz am See Amerika, wo wir einige Tage bleiben. Im Vergleich zu den benachbarten Badeorten Karlsbad und Marienbad gefällt uns Franzensbad am besten. Der Ort ist klein und ruhig, hat aber ein schönes großes Thermalbad und ausgedehnte gepflegte Grünanlagen.

2014-09-10-nr14-CZ-Franzensbad-Strasse Narodni

Franzensbad – Kurzentrum

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Franzensbad – Kurzentrum

2014-09-11-nr01-CZ-Franzensbad-Camping America

Franzensbad – Camping Amerika (N50 06 38 E12 20 08)

Von Franzensbad machen wir einen Ausflug mit ÖPNV ins benachbarte Cheb, das nur wenige Minuten entfernt liegt. Der Ort nahe der deutschen Grenze ist eher bekannt für seinen Asiamarkt als für seine Altstadt. Doch die Altstadt ist sehenswert, denn der Marktplatz mit seinen bunten Häusern und die mächtige Burg sind sehr schön und gefallen uns. Wir haben Glück und die Sonne kommt raus, so dass die Farben noch besser zur Geltung kommen. Am Fuß der Burg entdecken wir eine kleine ansprechende Gartenausstellung. Die mächtigen Burgmauern bilden einen imposanten Hintergrund dazu.

2014-09-09-nr01-CZ-Cheb-Marktplatz

Cheb – Marktplatz

2014-09-09-nr103-CZ-Cheb-Marktplatz mit Stöckl (li) und Gablerhaus (re)

Cheb – Marktplatz

2014-09-09-nr06-CZ-Cheb-Marktplatz mit Stöckl (mi)

Cheb – Marktplatz

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Cheb – Altstadt

2014-09-09-nr36-CZ-Cheb-Gartenausstellung und Burg

Cheb – Garten am Fuß der Burgmauer

2014-09-09-nr63-CZ-Cheb-Burg-Burghof und Schwarzer Turm

Cheb – Burghof

Hier in Franzensbad endet unser Reisejahr 2014, denn nun ist es nicht mehr weit bis nach Hause. Unser MAN hat uns so viele Monate problemlos überall hingefahren, dass er sich die Pause in den nächsten Monaten verdient hat. Ich bedanke mich bei allen, die unseren Blog bisher verfolgt haben und verabschiede mich bis zum nächsten Jahr.

Das war unsere Reiseroute durch den Süden Tschechiens:

Karte Tschechien 2014
Insgesamt sind wir ca. 630 km gefahren

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Kategorien: Reiseberichte | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Tschechien – 2014

  1. Wasi

    D.h. ihr seit bald wieder in der Nähe?
    Wenn ja, kommt mal in Eure alte Firma vorbei …

    lg – der alte Grieche

  2. HJ Heister

    Hallo ihr beiden,
    danke für die interessanten Berichte von eurer Reise und gute Heimfahrt.
    HJ Heister

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