Slowakei – 2014

Kosice – Zips – Levoca – Podlesok – Dobschau – Kezmaroc – Tatranska Lomnica – Demänovska Dolina – Arwa – Banska Bystrica – Bojnice – Trencin – Beckov – Bratislava

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Reisezeit: August 2014

Um von Rumänien in die Slowakei zu kommen durchqueren wir ein Stück Ungarn. Hier verbringen wir einige erholsame Tage auf einem schönen Campingplatz mit Thermalbad.
Dann wollen wir uns doch noch die Slowakei anschauen, was wegen der Maut-Problematik im letzten Jahr leider nicht geklappt hat. Aber nun ist alles besser: an der Grenze gibt es keinerlei Kontrollen und wir merken fast gar nicht, dass wir in die Slowakei kommen. Direkt hinter der Grenze ist eine Verkaufsstelle für Vignetten, wo wir ohne Nachfragen und Diskussionen eine Vignette für Kategorie M1 bekommen. Wir sind angenehm überrascht.

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Unser erstes Ziel ist der Ort Kosice – eine bedeutende europäische Metropole im 13. und 14. Jhdt. Über den Campingplatz Salas Barca in Kosice hatte ich einige schlechte Kritiken gelesen, doch wir sind positiv überrascht. Der Rasen ist gepflegt und die Sanitäranlagen sind sauber, obwohl sie schon sehr alt sind.

2014-08-03-nr63-SK-Kosice-Camping Salas Barca

Kosice – Camping Salas Barca (N48 41 15 E21 15 23)

Nicht weit vom Campingplatz entfernt ist die Haltestelle der Straßenbahn Linie 9, die uns zum Platz „Namestie Maratonu Mieru“ am nördlichen Ende der Altstadt bringt. Hier entdecken wir ein Verkehrsschild, dass die Entfernung zur Partnerstadt Wuppertal anzeigt: es sind 1490 Kilometer. Das ist gar nicht mehr weit und wäre in drei Tagen zu schaffen.
Wir verbringen einen angenehmen Tag in der kleinen Altstadt, schauen uns die Sehenswürdigkeiten an und lassen es uns gutgehen. Auf einer Bühne am anderen Ende der Fußgängerzone zeigt ein Freddy-Mercury-Imitator seine Künste – vor fast leeren Bankreihen, denn es sind nur sehr wenige Zuschauer da. Doch das lokale Fernsehen fehlt nicht. Für Bernhard als alten Queen-Fan ist es fast schon ein Sakrileg Freddy Mercury zu covern.

2014-08-03-nr57-SK-Kosic-Schild Wuppertal

1490 km bis Wuppertal

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Kosice

2014-08-03-nr17-SK-Kosice-Elisabeth Dom und Michaelskapelle

Kosice – Elisabeth-Dom und Michaelskapelle

2014-08-03-nr40-SK-Kosice-Hlavna Strasse

Kosice – Hlavna Straße

2014-08-03-nr45-SK-Kosice-Pestsäule

Kosice – Pestsäule

Wir fahren weiter zur Zipser Burg (Spissky Hrad). Sie gehört zu den größten Befestigungen in Europa. Die Burg hat eine bewegte Geschichte hinter sich und ist mittlerweile ein UNESCO-Weltkulturerbe. Zuerst besichtigen wir die Oberburg, wo ein kleines Museum integriert ist mit einer schönen Burgküche. Auch die Besteigung des Burgturms darf nicht fehlen, doch hier oben wimmelt es von fliegenden Ameisen, so dass ich es nicht lange aushalte. Von der Oberburg können wir schon unser nächstes Ziel sehen – die Kirche Zipser Kapitula. Nach einem Rundgang auf der Mauer der Unterburg fahren wir weiter.

2014-08-04-nr16-SK-Zipser Burg

Zipser Burg

2014-08-04-nr21-SK-Zipser Burg-Aufgang zur Oberburg

Zipser Burg – Aufgang zur Oberburg

2014-08-04-nr49-SK-Zipser Burg-Oberburg-Burgküche

Zipser Burg – Burgküche

2014-08-04-nr76-SK-Zipser Burg-Blick vom Unteren Burghof auf Oberburg

Zipser Burg – Blick von der Unterburg auf die Oberburg

2014-08-04-nr40-SK-Zipser Burg-Oberburg-Blick auf Zips und Zipser Kapitel

Zipser Burg – Blick auf Zipser Kapitula

Die Kirchenburg Zipser Kapitula ist ebenfalls auf der UNESCO-Liste. Hier werden wir jedoch sehr enttäuscht: die Kirche ist in einem schlechten Zustand. Es wachsen schon Bäumchen aus dem Dach und den Fenstern. Die Kirche ist geschlossen. So halten wir uns nicht lange auf und fahren weiter.

2014-08-04-nr83-SK-Zipser Kapital mit Martinskathedrale

Zipser Kapitula – Martinskathedrale

Die Region Zips war früher eine der reichsten Gegenden der Slowakei. Ab dem 12. Jhdt. holten die Könige sich Bergbau-Spezialisten aus Deutschland ins Land. So haben die meisten Zipser Städte ihren Ursprung in deutschen Siedlungen.

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Levoca gilt als Hauptstadt der Zips und soll eine der schönsten Orte der Slowakei sein. Wir können diese Bewertung nicht ganz nachvollziehen. Rund um den Altstadtplatz stehen ein paar nette Häuschen, aber es warten noch genug Häuser auf eine gründliche Renovierung.

2014-08-04-nr99-SK-Levoca-Altstadt

Levoca

2014-08-04-nr105-SK-Levoca-Altstadt mit Jakobskirche

Levoca

2014-08-04-nr91-SK-Levoca-Thurzo Haus

Levoca – Thurzo-Haus

2014-08-04-nr110-SK-Levoca-Jakobskirche (li) und Renaissance Rathaus (re)

Levoca – Jakobskirche und Renaissance-Rathaus

Nach so viel Kultur wollen wir wieder einmal wandern. So fahren wir ins Slowakischen Paradies. Der Campingplatz in Podlesok ( N48 52 26 E20 18 09) ist ziemlich überfüllt und wir finden nur mit Mühe einen Stellplatz. So einen Rummel haben wir schon lange nicht mehr erlebt und wir fühlen uns nicht besonders wohl. Vor lauter Stress habe ich sogar vergessen, ein Foto des Platzes zu machen.

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In der Nacht regnet es schon wieder, aber das hält uns nicht davon ab früh am nächsten Morgen die Wanderschuhe anzuziehen, um die Schlucht Sucha Bela zu erkunden. Der Eingang zur Schlucht befindet sich direkt am Campingplatz. Schon bald tun sich die ersten Hindernisse auf, denn der Weg ist in einem schlechten Zustand. Es dauert nicht lange und wir müssen über die ersten Holzstege balancieren. Wegen des Regens ist alles nass und rutschig und wir kommen nur langsam vorwärts. Als die ersten Holzstege enden und der Weg durch das Wasser des Baches führt ist für uns der Punkt gekommen, an dem wir endgültig beschließen umzukehren. Es ist einfach zu sturzgefährlich, zumal der Weg sehr beschädigt ist und einige Stege zusätzlich teilweise morsch sind. Da die alternativen Wege auch nicht besser sind verlassen wir das Slowakische Paradies – schade.

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Schlucht Sucha Bela

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Schlucht Sucha Bela

So schauen wir uns ersatzweise die Dobschauer Eishöhle an. Sie ist eine der wenigen Eishöhlen in Europa und steht auf der UNESCO-Weltnaturliste. Ich bin etwas enttäuscht, denn ich hatte sie mir spektakulärer vorgestellt. Dafür war die Besichtigung sehr teuer, besonders die zusätzlich zu erwerbende Fotografiererlaubnis ist mit zehn Euro schon fast unverschämt teuer.

2014-08-05-nr25-SK-Dobschauer Eishöhle

Dobschauer Eishöhle

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Dobschauer Eishöhle

2014-08-05-nr42-SK-Dobschauer Eishöhle

Dobschauer Eishöhle

Dann besuchen wir eine weitere Zipser Stadt  – Kezmarok. Der mittelalterliche Stadtkern ist noch gut erhalten und der Ort sieht nett aus.

2014-08-05-nr63-SK-Kezmarok-Altstadt

Kezmarok

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Kezmarok – Heilig-Kreuz-Basilika

2014-08-05-nr72-SK-Kezmarok-Schloss Kezmarok

Schloss Kezmarok

Wir haben die Hoffnung, doch noch wandern zu können noch nicht aufgegeben und fahren in die Hohe Tatra nach Tatranska Lomnica. Von den Bergen der Hohen Tatra ist erstmal nicht viel zu sehen, da der Himmel grau ist und die Wolken tief hängen.

2014-08-05-nr80-SK-zwischen Kezmarok und Tatranska Lomnica-Blick auf Hohe Tatra

unser Blick auf die Hohe Tatra

Auch der nächste Tag bringt kein besseres Wetter. Trotzdem fahren wir mit dem Bus vom Campingplatz nach Tatranska Lomnica zum Ausgangspunkt unsere Wanderung. Zuerst geht es 850 Höhenmeter nach oben zur Station Skalnate Pleso (1770 m ü NN), die wir nach ca. 2,5 Stunden erreichen. Da hier die Seilbahn ankommt ist hier sehr viel Betrieb. Leider wird die Sicht immer schlechter, denn es ziehen dicke Nebelschwaden den Berg hoch.
Nach einer kurzen Rast laufen wir weiter Richtung Hrebienok, der Bergstation einer anderen Bahn. Der Weg führt endlos über dicke Steine und erinnert mich an den tschechisch-polnischen Freundschaftsweg im Riesengebirge. Es ist für mich sehr anstrengend über die Steine zu laufen. Hinzu kommt, dass dieser Weg stark frequentiert ist. Es sind unglaubliche Menschenmengen unterwegs. Um dem Gewühl zu entkommen verzichten wir auf die Station Hrebienok und biegen vorher auf einen anderen Weg ab, der uns zurück nach Tatranska Lomnica bringt. Glücklicherweise ist hier nicht so viel los. Schließlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt unserer Wanderung. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Campingplatz. Kaum dort angekommen fallen die ersten Regentropfen. Insgesamt waren es sieben Stunden Gehzeit und 850 Höhenmeter bergauf – für uns untrainierte gar nicht so übel.

2014-08-07-nr04-SK-Hohe Tatra-Tatranska Lomnica-Wanderung-Seilbahn zu Skalnate Pleso

Hohe Tatra – Seilbahn von Tatranska Lomnica nach Skalnate Pleso

2014-08-07-nr05-SK-Hohe Tatra-Tatranska Lomnica-Wanderung-Blick Richtung Talstation

Blick Richtung Tatranska Lomnica

2014-08-07-nr12-SK-Hohe Tatra-Tatranska Lomnica-Wanderung-Blick von Skalnate Pleso Richtung Lomnitzspitze

Skalnate Pleso – die Lomnitz-Spitze versteckt sich in den Wolken

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Hohe Tatra – Bergwiese am Skalnate Pleso

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Hohe Tatra – Wanderweg von Skalnate Pleso nach Hrebienok

2014-08-07-nr34-SK-Hohe Tatra-Tatranska Lomnica-Wanderung-zwischen Skalnate Pleso und Hrebienok

Hohe Tatra

2014-08-07-nr45-SK-Hohe Tatra-Tatranska Lomnica-Wanderung-zwischen Skalnate Pleso und Hrebienok-Brücke über Bach

Hohe Tatra

2014-08-07-nr49-SK-Hohe Tatra-Tatranska Lomnica-Wanderung-zwischen Skalnate Pleso und Hrebienok-Wasserfall Studeneho potoka

Hohe Tatra – Wasserfall

2014-08-06-nr45-SK-Tatranska Lomnica-Camping Tatranec

Tatranska Lomnica – Camping Tatranec (N49 09 32 E20 18 33)

Am Morgen hängen die Wolken so tief, dass von der Hohen Tatra rein gar nichts mehr zu sehen ist. Da es bei null Sicht keinen Sinn macht hier zu bleiben fahren wir weiter in die Niedere Tatra ins Tal Demänovska Dolina. Nicht weit von hier gibt es zwei Höhlen: eine Eishöhle und eine Tropfsteinhöhle. Da wir schon eine Eishöhle gesehen haben entscheiden wir uns für den Besuch der Tropfsteinhöhle. Sie trägt den schönen Namen Freiheitshöhle.Zu unserer großen Freude scheint am nächsten Morgen endlich wieder die Sonne und der Himmel ist blau. Mit ÖPNV fahren wir zur Freiheitshöhle. Der Eintritt ist mal wieder teuer und wir leisten uns eine Fotoerlaubnis (10 €), die auch prompt kontrolliert wird.

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Die Höhle ist sehr schön. Die vielfarbigen Tropfsteinformationen sind beeindruckend. Es gab sogar einen Flusslauf in der Höhle. Es ist eine der schönsten Höhlen, die wir bisher gesehen haben. Sie gefällt uns viel besser als die Dobschauer Eishöhle. Obwohl die Führung länger als eine Stunde dauert ging es mir zu schnell. Ich hätte mir mehr Zeit gewünscht um die schönen Formationen mit mehr Ruhe anzuschauen.

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Den Rückweg zum Campingplatz verbinden wir mit einer Wanderung. Dazu folgen wir einem Weg, der ein ordentliches Stück den Berg hinauf führt (750 Höhenmeter). Zuerst geht es durch den Wald. Im oberen Teil kommen wir für kurze Zeit durch freies Gelände und können auf die umliegenden Berge der Niederen Tatra schauen. So niedrig ist sie gar nicht, denn die höchsten Gipfel sind ca. 2000 m hoch. Leider können wir diese von hier aus nicht sehen. Später führt der Weg wieder abwärts durch den Wald. Hier wachsen unglaublich viele verschiedene Pilze. Sie sind schön anzuschauen. Schade, dass wir nichts von Pilzen verstehen.

2014-08-08-nr05-SK-Demänovska Dolina-Camping Bystrina

Demänovska Dolina – Camping Bystrina (N49 02 02 E19 34 31)

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Freiheitshöhle

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Freiheitshöhle

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Freiheitshöhle

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Freiheitshöhle

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Freiheitshöhle

2014-08-09-nr86-SK-Niedere Tatra-Demänova Dolina

Niedere Tatra

2014-08-09-nr91-SK-Niedere Tatra-Demänova Dolina

Niedere Tatra

2014-08-07-nr29-SK-Hohe Tatra-Tatranska Lomnica-Wanderung-zwischen Skalnate Pleso und Hrebienok-Fliegenpilz

Fliegenpilz

2014-08-09-nr99-SK-Niedere Tatra-Demänova Dolina-Pilz

Pilz

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Pilz

2014-08-09-nr100-SK-Niedere Tatra-Demänova Dolina-Pilz-komp2

grüner Baumpilz

Wir verlassen die Niedere Tatra und fahren weiter zur Burg Arwa, die zu den spektakulärsten Burganlagen in der Slowakei gehört. Wie immer ist Sonntag kein guter Tag zum Besichtigen, denn schon an der Zufahrt zum Parkplatz müssen wir anstehen. Das Innere der Burg kann nur mit Führung besichtigt werden. Wegen des Andrangs müssen wir warten, bis es endlich losgeht. Leider ist die Führung nur in slowakischer Sprache, was sehr schade ist, denn während der Führung spielen junge Leute an einzelnen Stationen irgendwelche Szenen und erzählen dazu. Sie geben sich viel Mühe und ich bedauere es sehr, dass ich kein Wort verstehe. Insgesamt dauert die Führung über zwei Stunden und wir sind am Ende etwas geschafft.

2014-08-10-nr03-SK-Stausee Liptovská Mara

auf dem Weg nach Arwa – Stausee Liptovska Mara

2014-08-10-arwa-DSCF5433

Burg Arwa

2014-08-10-nr23-SK-Burg Arwa-Drittes Burgtor-Innenhof

Burg Arwa

2014-08-10-nr42-SK-Burg Arwa-Terrasse vor Korvinus Palast

Burg Arwa

2014-08-10-nr110-SK-Donovaly-Übernachtung auf Parkplatz

Übernachtung auf einem Parkplatz in Donovaly (N48 52 36.1 E19 13 31.1)

Weiter geht die Fahrt nach Banska Bystrica, einer alten Bergwerkstadt, die ihre Blütezeit im 16. Jhdt. erlebte. Die Altstadt rund um den Hauptplatz ist sehr schön und gefällt uns gut.

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Banska Bystrica

2014-08-11-nr23-SK-Banska Bystrica-Platz SNP mit Uhrturm

Banska Bystrica

2014-08-11-nr26-SK-Banska Bystrica-Strasse Dolna

Banska Bystrica

In Bojnice wollen wir uns das Schloss anschauen. Irgendwie ist der Ort sehr beliebt und das Parken entsprechend teuer. Ein Parkplatz wollte für unser Auto 20 € kassieren, so dass wir uns ein Plätzchen außerhalb am Straßenrand suchen. Wir wollten nur kurz parken und nicht gleich den ganzen Parkplatz kaufen. Schloss Bojnice gilt als das schönste Schloss der Slowakei. Da uns die lange Führung in der Burg Arwa noch in den Knochen steckt verzichten wir hier auf eine Besichtigung des Inneren und laufen nur außen um das Schloss herum.

2014-08-11-nr34-SK-zwischen Banska Bystrica und Bojnice

zwischen Banska Bystrica und Bojnice

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Schloss Bojnice

In der Region um Bojnice sind viele prähistorische Funde gemacht worden, so dass es deswegen hier ein prähistorisches Museum gibt. In einer natürlichen Höhle ist eine Steinzeit-Familie dargestellt. Zusätzlich gibt es noch einige Nebenszenen und Erklärungstafeln. Das Museum ist nett gemacht und gefällt mir.

2014-08-11-nr50-SK-Bojnice-prähistorisches Museum-Neandertaler

Bojnice – Prähistorisches Museum – Neandertaler

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Bojnice – Prähistorisches Museum – Steinzeitfamilie

2014-08-11-nr62-SK-Bojnice-prähistorisches Museum-Steinzeit Familie

Bojnice – Prähistorisches Museum – Steinzeitfamilie

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Camping Nitrianske Rudno (N48 48 16 E18 28 34)

Weiter geht die Fahrt nach Trencin, wo wir kurz anhalten um uns die Altstadt anzuschauen. Da sie nicht arg groß ist fahren wir bald weiter zur Burgruine Beckov. Sie ist schon von weitem zu sehen, weil sie hoch oben auf einem Felsen thront.

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Trencin – Burg

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Trencin

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Burgruine Beckov

Unser Ziel für heute ist der Kurort Piestany, wo wir auf dem Campingplatz ein paar Tage bleiben wollen. Doch daraus wird nichts, denn Brücke zum Platz auf der anderen Flußseite ist wegen Bauarbeiten gesperrt und es gibt keine Umleitung. So bleibt uns nichts anderes übrig als weiterzufahren nach Bratislava.

Unterwegs sehen wir auf der Autobahn ein Polizeifahrzeug mit einer komischen Kamera auf dem Dach auf dem Seitenstreifen stehen. Nachdem wir es passiert haben fährt es hinter uns her. Wir vermuten eine Maut-Kontrolle. Vor dem nächsten Rastplatz setzt sich die Polizei vor uns und winkt uns raus. Tatsächlich ist es eine Maut-Kontrolle. Bernhard muss den Beamten mehrfach erklären, dass wir ein Camper sind, denn die Beamten kennen das deutsche Wort Wohnmobil nicht, das in den Fahrzeugpapieren steht. Doch irgendwann sieht der Polizist ein, dass wir Kategorie M1 sind und wir die richtige Vignette haben. Ganz offensichtlich ist er sehr enttäuscht, dass er uns nicht wegen Mautverstoß packen kann, denn plötzlich sollen wir 50 € für zu langsames Fahren auf der Autobahn zahlen – 75 km/h statt der vorgeschriebenen 80 km/h. Nach weiteren Diskussionen gibt sich der Polizist schließlich damit zufrieden, dass wir ab sofort 80 km/h fahren und wir kommen ohne Strafe davon. Es tat uns leid für ihn, denn er hat uns ca. 10 km für umsonst verfolgt. Aber wäre die Kamera auf dem Dach besser eingestellt hätte er die Vignette direkt erkennen können.

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In Bratislava fahren wir auf den Campingplatz Zlate Piesky, vor dem wir im letzten Jahr schon gestanden haben. Daher wissen wir, dass der Platz nicht gerade der Hit ist. Aber um sich die Stadt anzusehen gibt es keine Alternative.

2014-08-14-nr66-SK-Bratislava-Camping Zlate Piesky

Bratislava -Camping Zlate Piesky (N48 11 18.1 E17 11 08.0)

Praktischerweise ist die Straßenbahnhaltestelle nur wenige Schritte vom Campingplatz entfernt. So fahren wir am folgenden Tag mit der Straßenbahn Nr. 4 bis zur Haltestelle Jesenskeho am Rand der Altstadt. Der Altstadtkern ist nicht besonders groß. Die meisten alten Häuser der Altstadt stammen aus der Habsburger Zeit. Wir laufen durch die Gassen und anschließend hinauf zur Pressburg, dem Wahrzeichen von Bratislava. In Bratislava treffen wir nach langer Zeit wieder auf viele geführte Gruppen, so dass in der Altstadt ziemlich viel Trubel ist. Da am Donau-Ufer ein Flußkreuzfahrer hinter dem anderen liegt nehmen wir an, dass die meisten Gruppen von den Schiffen kommen. Insgesamt ist Bratislava ganz nett und hat uns besser gefallen, als wir vorher gedacht hätten.

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Bratislava – Altes Rathaus

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Bratislava – Hauptplatz

2014-08-14-nr31-SK-Bratislava-Hauptplatz-Napoleon

Bratislava – Napoleon ist auch schon da

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Bratislava – Michaelertor

2014-08-14-nr60-SK-Bratislava-Pressburg

Bratislava – Burg

2014-08-14-nr62-SK-Bratislava-Blick von der Pressburg auf Donau

Bratislava – Blick auf Donau und Neue Brücke

Hier endet unsere Reise durch die Slowakei, denn die nächste Grenze ist nicht mehr weit entfernt.

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Wie auch schon in den Wochen davor haben wir in der Slowakei viel Pech mit dem Wetter gehabt, da es oft geregnet hat. So ist unser Besuch im Slowakischen Paradies und der Tatra leider kürzer ausgefallen als geplant. In vielen Ortschaften, die wir besucht haben waren wir überrascht, dass der Grad der Restaurierungen niedriger zu sein scheint, als wir es in anderen Ländern gesehen haben. Wir hatten den Eindruck, dass noch viel zu tun bleibt. Gemessen an dem gebotenem war das Preisniveau bei den diversen Eintrittspreisen relativ hoch. Häufig wurde fürs Fotografieren eine zusätzliche Gebühr erhoben. Die Slowakei war das erste Euroland nach längerer Zeit und alles war spürbar teurer, aber nicht besser. Auch sind wir bei den bisher insgesamt 21.000 gefahrenen Kilometern oft auf Mautstraßen in vielen Ländern unterwegs gewesen, aber nur in der Slowakei sind wir kontrolliert worden.

Das war unsere Route durch die Slowakei:

Karte Slowakei 2

Insgesamt sind wir ungefähr 740 Kilometer gefahren.

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Kategorien: Reiseberichte | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Slowakei – 2014

  1. markuzz

    Hallo Bernard, haben heute beim Mittagessen von Euch gesprochen. Da mußte ich glatt mal schauen. Hab‘ nur überflogen, aber sieht aus als ob es bei Euch ganz gut geht! Grüße aus Merkenich! mkzz
    P.S.:
    Hab‘ die drei Bärtigen (naja 2 1/2) am Tanzbrunnen gesehen. War eine gute Show! Aber vielleicht erwischt Ihr die ja auf Eurer Tour auch irgendwo. Bei der nächsten Tour.

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