Griechenland – 2014

Ancient Assini – Nafplion – Athen – Thermopylen – Meteora – Platamonas – Dion – Thessaloniki – Nestos – See Vistonida – Alexandroupolis

Die Winterpause ist vorbei und damit auch unsere Zeit auf dem Peloponnes, wo wir drei Monate verbracht haben. Das Wetter war hier sehr angenehm. Häufig konnten wir draußen in der Sonne sitzen. Natürlich gab es auch Regentage, doch sie haben nie lange angehalten.

Wir waren überrascht, dass wir fast die einzigen Überwinterungsgäste waren. Über Winter werden hier an der Küste sozusagen die Bürgersteige hochgeklappt. So waren viele Restaurants und Geschäfte in den umliegenden Orten mangels Kundschaft geschlossen. Doch dies hat uns nicht gestört und so war es angenehm ruhig.

Ein besonderes Erlebnis war es Apfelsinen und Mandarinen an den Bäumen reifen zu sehen. Nur schade, dass nicht mehr alle Plantagen abgeerntet wurden, da der Erlös für die Früchte zu niedrig sei. So haben wir manch eine Apfelsine davor bewahrt auf die Erde zu fallen und zu vergammeln.

01 - Apfelsinenplantage

Orangenplantagen

02 - Apfelsinen

Weihnachten ist fast spurlos an uns vorüber gegangen, denn hier in Griechenland gibt es kaum Weihnachtsschmuck. Erst Anfang Dezember kamen ganz wenige Weihnachts-Süßigkeiten in die Supermärkte. Das ist doch ganz anders als zuhause, aber ich habe dies als angenehm empfunden. Wir haben den deutschen Weihnachtstrubel nicht vermisst.

Zu unserer Überraschung war die Silvesternacht hier eine Nacht wie jede andere. Obwohl wir zwei Dörfer überblicken konnten haben wir keine einzige Rakete gesehen und keine Böller gehört. Dafür haben wir gelernt, dass zum griechischen Neujahrsbrauch ein Kuchen gehört, in den eine Münze eingebacken wird. Wer diese Münze findet, der hat während des ganzen Jahres Glück. Dieses Glück wollten wir uns auch sichern. Nun hoffen wir, dass die gefundene Münze auch uns Glück bringt.

03- Weihnachten

unser Neujahrskuchen

Wir waren uns nicht sicher, wie es uns gefallen wird, drei Monate auf einem Fleck zu stehen. Doch überraschenderweise ist die Zeit wie im Flug vergangen. Uns war nie langweilig. Wir waren so beschäftigt, dass wir nur unsere nähere Umgebung erkundet und keine großen Ausflüge gemacht haben.

Ein kurzer Spazierweg führte uns nach Ancient Assini, einer kleinen Festung auf einem Hügel am Meer. Einige Mauerreste der alten Festung sind noch erhalten, doch besonders lohnt sich von hier der Blick in die Umgebung.

04 - Ancient Assini

Ancient Assini

05 - Ancient Asini-Blick auf Plaka Beach

Blick von Ancient Assini auf Plaka Beach

06 - Ancient Asini-Blick auf Tolo

Blick von Ancient Assini auf Tolo

Ein anderer Ausflug führte uns ins nahe Nafplion, einer kleinen Stadt mit einer riesigen Festung hoch oben auf dem Hügel. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, den Weg über die vielen Stufen nach oben zu nehmen.

07 - Nafplion-Hafen und Festung Palamidi

Nafplion – Hafen und Festung Palamidi

08 - Nafplion-Festung Palamidi-Bastion Aghios Andreas

Nafplion – in der Festung Palamidi

10 - Nafplion-Blick von Palamidi auf Akronauplia und Nafplion und Parnass Berge

Nafplion – Blick von der Festung auf den Ort

11 - Nafplion-Platz Syntagmatos mit ehemaliger Moschee

Nafplion – zentraler Altstadtplatz

12 - Nafplion-Feuerwehrautos

die Feuerwehr von Nafplion hat viele schöne Unimogs

Es ist uns ein bischen schwer gefallen, uns schließlich von unserem Überwinterungsplatz zu trennen. Ganz besonders schmerzlich war der Abschied von unseren Freunden, die wir in der Zeit gefunden haben und die uns sehr ans Herz gewachsen sind. Das waren besonders mein Mäuselchen, der Dicke, der Mittlere, der Weiße, die Rabenmutter, die Krawalltante, die Bunte, der Schwarze Panther und andere. Wie schon die Namen erkennen lassen, haben wir uns mit den Katzen der Umgebung angefreundet und uns bemüht, sie gut über den Winter zu bringen. Leider hatten wir nicht nur schöne Erlebnisse mit unseren pelzigen Freunden, denn in dieser Zeit mussten wir drei kleine Katzenkinder begraben: zwei sind von Autos überfahren worden und das dritte ist an einer Krankheit gestorben. Außerdem mussten wir erleben, wie die Rabenmutter und die Krawalltante von Hunden angefallen und schwer verletzt worden sind. Immer waren es Hunde, die menschliche Besitzer haben und von diesen aggressiv gemacht worden sind – das hat sicherlich nicht dazu beigetragen meine Abneigung gegen Hunde zu verringern.

13 - der Weiße+das Mäuselchen-die Rabenmutter+der Dicke+der Mittlere+die Krawalltante+die Bunte

das sind unsere Freunde

14 - der Mittlere (links)+das Mäuselchen (rechts)

links im Bild: der Mittlere
rechts im Bild: das Mäuselchen

15 - der Dicke

der Dicke

16 - die Rabenmutter beim Sonnenbad

die Rabenmutter auf ihrem Lieblingsplatz

Doch irgendwann ließ sich der Tag des Abschieds nicht mehr verschieben und wir sind weitergefahren. Unser Weg führte uns zunächst zum Campingplatz in Athen, wo wir unser Auto abgestellt haben, um mit dem Flieger einen kurzen Heimatbesuch in Deutschland zu machen. Es galt einige wichtige Dinge persönlich zu regeln und natürlich Familie und Freunde zu besuchen. Nochmals recht herzlichen Dank an alle, die uns so nett und gastfreundlich in der Zeit aufgenommen haben.

Zurück auf dem Campingplatz in Athen waren wir froh, unser Auto heil und unbeschadet wieder vorzufinden. Da so ein Heimaturlaub doch auch irgendwie etwas anstrengend ist, haben wir uns erst einmal einige Tage in Athen erholt. Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns ohne Fotoapparat in aller Ruhe noch einmal die Stadt und auch das Archäologische Museum anzuschauen.

Doch Anfang März war auch unsere Zeit in Athen zu Ende und wir fuhren weiter Richtung Norden. Unser erstes Ziel war das Thermopylen-Denkmal, hinter dem wir eine ruhige Nacht verbracht haben.

17 - Thermopylen-Leonidas Denkmal

Thermopylen – Leonidas-Denkmal

18 - Thermopylen-Übernachtungsplatz hinter Denkmal

unser Übernachtungsplatz hinter dem Leonidas-Denkmal – N38 47 48.0 E22 32 11.0

Weiter ging die Fahrt zu den Meteora-Klöstern. Auch hier herrscht noch tiefe Winterruhe und von den Campingplätzen hat nur einer seine Türe offen. Es sind fast keine Gäste da und so bleibt das große Sanitärgebäude geschlossen. Da auch der Bus zu den Klöstern noch nicht fuhr machen wir uns am nächsten Tag zu Fuß auf den Weg. Von den sechs möglichen Klöstern wollen wir uns die drei am nächsten liegenden anschauen. Das Wetter ist nicht so toll und der Himmel ist grau und es ist ziemlich kühl. Doch auch wenn die Sicht nicht perfekt ist, so zaubert doch die graue Umgebung eine besondere Stimmung – auch nicht schlecht. Wir erleben wir ein kleines, ein mittleres und ein großes Kloster. Jedes ist für sich unterschiedlich, doch sie gefallen uns alle. Am Schluss der Runde sind wir doch etwas verfroren und freuen uns, wieder in ein warmes Auto zu kommen.

19a - Meteora-Blick auf Kloster Agios Nikolaos Anapafsas

Meteora – Kloster Agios Nikolaos Anapafsas

21 - Meteora-Blick vom Kloster Metamorphosis auf Kloster Varlaam

Meteora – Kloster Varlaam

20 - GR-Meteora-Kloster Varlaam-Innenhof

Innenhof des Meteora – Klosters Varlaam

22 - Meteora-Kloster Metamorphosis

Meteora – Kloster Metamorphosis

23 - Meteora-Kloster Metamorphosis

Meteora – Kloster Metamorphosis

24 - Meteora-Kloster Metamorphosis-Vorraum zur Kirche

Vorraum zur Kirche im Meteora – Kloster Metamorphosis

Das nächste Ziel auf unserer Route ist die Festung Platamonas. Sie ist nett anzusehen, aber nicht wirklich spektakulär.

25 - Festung Platamonas

Festung Platamonas

26 - Festung Platamon-Innenhof

Festung Platamonas

27 - Festung Platamon

Festung Platamonas

Wieder müssen wir feststellen, dass noch alle Bürgersteige oben sind, denn die Campingplätze im Ort unterhalb der Burg sind alle noch im Winterschlaf. Leider war dies nicht die einzige schlechte Nachricht an diesem Tag. Denn am Abend stellen wir fest, dass die Bordbatterie schnell Spannung verlor und der Kühlschrank wegen Unterspannung abgeschaltet hatte. Zum Glück funktionieren die Wasserpumpe und das Licht. Eine Diagnose ergibt, dass eine der beiden Batterien einen Zellenschaden hat. Glücklicherweise ist es nicht warm, so dass wir über Nacht den Kühlschrank abstellen können, ohne dass dessen Inhalt Schaden nimmt. Da wir die Batterien nie unter 30% der Kapazität entladen hatten und regelmäßig Wasser nachgefüllt hatten, kam dieser Schaden für Bernhard sehr unerwartet. Sie sind nur sechs Jahre alt geworden, wir hätten mehr erwartet.

Am nächsten Morgen versorgen die Solarpanels auch wieder den Kühlschrank. So geht die Fahrt weiter zu den Ausgrabungen von Dion, einer makedonischen Stadt. Sie liegt malerisch am Fuß des Olymp, den wir bei strahlend blauem Himmel erleben dürfen. So kommt seine Schneekappe besonders gut zur Geltung. Das Ausgrabungsgelände von Dion ist ziemlich groß. Die alte Stadt gefällt mir sehr gut.

2014-03-12-nr17-GR-Dion-antike Stadt-Hauptstrasse

Hauptstrasse im antiken Dion

2014-03-12-nr22-GR-Dion-antike Stadt-Blick auf Olymp

Blick über Dion auf den Olymp

2014-03-12-nr29-GR-Dion-antike Stadt-Villa von Dionysos-Beschreibung

Dion

28 a - Dion-antike Stadt-Die großen Bäder

ein Sitzvergnügen der besonderen Art

29 - Dion-antike Heiligtümer-Heiligtum der Isis

Heiligtum der Isis

30 - Dion-archäologisches Museum-Boden-Mosaik

Mosaikboden aus dem antiken Dion

Da wir unser Problem mit den Bordbatterien lösen müssen kommt uns unser nächstes Ziel gelegen – den Campinghändler Zampetas bei Thessaloniki. Da wir nicht durch Thessaloniki fahren, sondern den Weg außen herum über den Autobahnring wählen kommen wir recht problemlos zu unserem Ziel. Die Firma Zampetas bietet auf ihrem Gelände einige Stellplätze, wo wir die nächsten Tage verbringen werden. Wir werden sofort sehr freundlich empfangen und eingewiesen. Zu unserer Freude dürfen wir feststellen, dass die Betreiber perfekt deutsch sprechen, so dass es keine Verständigungsprobleme gibt. Der Campinghändler gibt sich sehr viel Mühe und bietet uns noch am selben Abend verschiedene Batterien zur Auswahl an. Bernhard entscheidet sich für Gel-Batterien, die gleich am nächsten Morgen in Athen bestellt werden.

31 - Thessaloniki-Stellplatz Zampetas

Stellplatz Zampetas bei Thessaloniki
N40 30 09.72 E22 58 13.44

Nun haben wir Zeit, uns Thessaloniki anzuschauen. Mit dem Bus fahren wir erst einmal zur Station IKEA (der Name ist nicht zufällig) und steigen dort um in den nächsten Bus (2, 3 oder 8), der uns ins Zentrum bringt. Dort wollen wir mit dem Bus 50 weiterfahren, der eine touristische Route fährt und an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten anhält. Der Bus kommt, nimmt uns aber nicht mit, da er mit einer griechischen Schulklasse besetzt ist. Der Schaffner bittet uns, den nächsten Bus zu nehmen, der in einer Stunde kommt. Doch so lange wollen wir nicht warten und machen uns zu Fuß auf den Weg den Hügel hinauf bis zum obersten Punkt, der Zitadelle. Leider wurden wir für unsere Mühen nicht richtig belohnt, da es hier nicht viel zu sehen gibt. Auch der Blick von oben auf die Stadt hat uns nicht entschädigen können, da es recht diesig war und die Fernsicht daher arg getrübt war. Bergab ging es leichter und wir haben uns auf unserem Weg nach unten die restlichen Sehenswürdigkeiten angeschaut.

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Thessaloniki – Weißer Turm

2014-03-13-nr24-Thessaloniki-Triumphbogen des Galerius

Thessaloniki – Triumphbogen des Galerius

2014-03-13-nr75-Thessaloniki-römische Agora

Thessaloniki – römische Agora

2014-03-13-nr93-Thessaloniki-Basar Hamam (Yahoudi Hamam)

Thessaloniki – Yahoudi Hamam

2014-03-13-nr47-Thessaloniki-Kloster Vlatadon-Kirche

Thessaloniki – Kloster Vlatadon

Den folgenden Tag verbringen wir auf dem Stellplatz und nutzen die Zeit für einige kleinere Arbeiten und für einen Schwatz mit den Camping-Nachbarn. Am Abend kommen die bestellten Batterien, so dass Bernhard sie am nächsten Morgen einbauen kann. Wir nutzen noch das umfangreiche Angebot an Zubehör und Ersatzteilen, um unsere Vorräte zu ergänzen. Von den Nachbarn erfahren wir, dass die hiesige Werkstatt auch gut und günstig Reparaturen durchführt, doch dies mussten wir glücklicherweise nicht in Anspruch nehmen. Da wir uns hier bei den netten Betreibern sehr wohlfühlen, bleiben wir noch einen Tag länger, bevor wir unser nächstes Ziel ansteuern.

Wir wollen nach Kavala, wo es eine Festung und eine nette Altstadt geben soll. Doch als wir feststellen, dass wir 5 € Parkgebühr zahlen sollen, beschließen wir auf die Besichtigung zu verzichten. Im nächsten Ort finden wir einen offenen Campingplatz, wo wir bleiben. Wir werden von den Leuten dort eingeladen, uns die in der nahe gelegenen Ausstellungshalle stattfindende Hochzeitsmesse anzuschauen. Da wir kein anderes Ziel haben für einen Spaziergang haben, nehmen wir die Einladung an. So stehen wir zum ersten Mal in unserem Leben in einer Hochzeitsmesse. Hier gibt es alles was das Brautherz begehrt: von Kosmetik, Schmuck, Dekoration, Kleidern und Anzügen bis zu Werbung für Veranstaltungsorte. Die Ausstellung ist größer als erwartet, aber für uns kommt sie doch einige Jährchen zu spät.

Unsere weitere Route führt uns zunächst ins Nestos-Tal. Es ist ein recht breites Tal. Ein Wanderweg führt den Fluss entlang. Wir folgen ihm ein Stück, kehren aber schon bald wieder um. Schade, denn hier ist es sehr schön.

2014-03-18-nr18-GR-Nestos Tal

Nestos-Tal

2014-03-18-nr34-GR-Nestos Tal

Nestos-Tal

Unser nächstes Ziel sind die beiden Klöster am Vistonida-See. Sie sind ganz nett anzuschauen, aber haben den Umweg kaum gelohnt.

2014-03-18-nr42-GR-Vistonida See-Insel Agios Nicolaos

Agios Nicolaos im Vestonida-See

2014-03-18-nr56-GR-Vistonida See-Insel Panhagia Pantanassis

Panhagia Pantanassis im Vistonida-See

So fahren wir weiter und erreichen unser letztes Ziel in Griechenland, die Stadt Alexandroupolis. Hier wollen wir noch einige Tage verbringen, bevor wir die türkische Grenze überqueren.

2014-03-20-nr2-GR-Alexandroupolis-Leuchtturm

Leuchtturm in Alexandroupolis

Das war unsere Reiseroute durch den zweiten Teil Griechenlands:

Karte 8 blog Griechenland Teil2

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Kategorien: Reiseberichte | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Griechenland – 2014

  1. Rainer

    Schön, das es euch gut geht. Viel Spass auf der Weiterreise.

  2. Wasi

    Viel Spass auf der Weiterreise

  3. Michael

    Welcome back on tour. War schön, Euch mal wieder zutreffen.

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