Ungarn – 2013

Sopron – Esterhazy – Komarom – Esztergom – Visegrad – Budapest – Eger – Szilvasvarad –Miskolctapolca – Tiszafüred – Hortobagy – Bugac-Puszta – Pecs – Balatonszemes – Galambok

Nach einigen erholsamen Tagen am Neusiedlersee fahren wir weiter. In der Zwischenzeit haben wir eine email von der slowakischen Behörde bekommen, die sich für die falschen  Auskünfte  entschuldigt und bestätigt, dass wir für unser großes Wohnmobil in der Slowakei nur die normale Vignette benötigen und nicht die elektronische Mautbox. Doch trotz dieser Erklärung haben wir keine Lust zurück zu fahren und steuern unser nächstes Ziel an: Ungarn.

Die Grenzanlagen sind auch hier verlassen und verfallen langsam. An der ersten Tankstelle in Ungarn halten wir an, doch dort wird uns erzählt, dass sich zum 1. Juli die Regeln geändert haben und eine streckenabhängige Maut eingeführt worden ist. Mit dem neuen System HU-GO muss man für eine detailliert angegebene Strecke für den jeweiligen Tag eine Tages-Vignette kaufen. Das darf doch nicht wahr sein, wie soll das denn funktionieren, besonders da die Vignette nicht nur wie bisher auf der Autobahn galt, sondern ab sofort auch auf allen größeren Landstraßen? Da wir morgens noch nicht wissen, wo genau wir hinfahren ist das für uns nicht machbar.  Das fängt ja wieder heiter an. Wir fahren erst einmal ohne HU-GO weiter nach Sopron .

Doch wenn wir Pech haben, dann auch richtig. Der Campingplatz in Sopron existiert nicht mehr, genauso wie der etwas weiter weg liegende Platz in Balf. Daher müssen wir mit unserem großen Auto in die Stadt reinfahren und suchen dort einen Parkplatz. Doch wir werden von der Polizei vertrieben, da wir noch keine Münzen haben für die Parkuhr:  erst Geld – dann parken.  Wir kreisen durch den Ort und entdecken eine Bank, wo wir uns mit Landeswährung versorgen. Ich erhalte ein paar Münzen zum Füttern der Parkuhr. Sopron hat eine schöne kleine Altstadt, die mir gut gefällt. Ich wäre gerne länger geblieben, aber die Parkuhr ist unerbittlich, so dass wir schon nach kurzer Zeit weiterfahren.

2013-07-03-nr13-H-Sopron-Altstadtgasse mit katholischer Kirche

Sopron – Altstadtgasse

2013-07-03-nr6-H-Sopron-Feuerturm

                                          Sopron – Feuerturm 

Weiter geht es zum Schloß Esterhazy, doch auch hier hat der Campingplatz für immer dicht gemacht. Das Schloß selber ist eine nette Fassade, kann uns aber nicht lange fesseln. Irgendwie wirkt alles wie tot. Weiter geht es nach Györ, doch der City Campingplatz existiert auch nicht mehr, so dass wir auf eine Besichtigung der Stadt verzichten und weiterfahren. In Komarom finden wir dann endlich einen Campingplatz. 

2013-07-03-nr17-H-Schloss Esterhazy

Schloß Esterhazy

Weitere Internet-Recherchen ergeben, dass das neue System HU-GO nur für gewerbliche LKW gilt. Für Wohnmobile hat sich nichts geändert und wir benötigen die Vignette B2. Wir laufen zur nächsten Tankstelle, doch der Tankwart will sie uns ausreden, da sie nur für Busse gelten soll. Wir lassen uns nicht mehr verwirren und schließlich verkauft er uns das gewünschte. Nun steht uns Ungarn offen.

Weiter geht es an der Donau entlang über Esztergom, wo wir die große Kathedrale besichtigen, nach Visegrad, wo wir die Burg besichtigen wollen. Wir parken unten am Fluß und wandern durch den Wald steil den Berg hinauf. Oben angekommen stelle ich fest, dass die Burg viel größer ist als  erwartet und ich bin positiv überrascht. Von hier oben haben wir außerdem einen tollen Blick ins Tal der Donau. So sehen wir nach einiger Zeit auch die dunklen Wolken, die von der anderen Flußseite auf uns zukommen.  Wir beeilen uns, den Rückweg anzutreten und hätten es beinahe geschafft, doch die ersten Tropfen erwischen uns noch, bevor wir wieder im Auto sind. Ein Gewitter mit heftigem Regen zieht über uns hinweg, Sturzbäche laufen über das Auto, aber die Fenster halten dicht.

2013-07-05-nr1-H-Esztergom-Basilika

Kathedrale in Esztergom

2013-07-05-nr17-H-Burg Visegrad-Oberburg

Burg von Visegrad

2013-07-05-nr23-H-Burg Visegrad-Blick auf Donau

Blick von der Burg Visegrad auf die Donau

Wir fahren weiter nach Szentendre einem kleinen Ort nördlich von Budapest. Der dortige Campingplatz ist fast leer. Es sind kaum Gäste da, was uns wundert, denn es gibt eine gute Anbindung mit ÖPNV nach Budapest. Doch das Geheimnis klärt sich schnell: der Platz ist total mückenverseucht und man kann keinen Schritt gehen ohne gestochen zu werden – es ist furchtbar. Möglicherweise ist es eine Folge des Donauhochwassers, da der Campingplatz auf einer Insel in der Donau liegt und bis vor kurzem wohl noch überschwemmt war.

2013-07-06_07-nr2-H-Szentendre-Camping Pap-Sziget

die Mückenhölle – der Campingplatz Pap-Sziget in Szentendre

Die nächsten beiden Tage schauen wir uns in Budapest um. Der Bus hält direkt vor dem Campingplatz und bringt uns zur S-Bahn, mit der wir ohne Schwierigkeiten gut in die Stadt kommen. Budapest  ist groß und es gibt so viel zu sehen, dass wir nicht alles an einem Tag schaffen.  Wir nutzen ausgiebig den Stadtrundfahrtbus und machen eine kleine Bootstour auf der Donau.

2013-07-06_07-nr10-H-Budapest-Blick von Zitadelle

Budapest

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Budapest – Schloßberg

2013-07-06_07-nr33-H-Budapest-Blick vom Schloß auf Pest und Kettenbrücke

Budapest – Blick vom Schloß

2013-07-06_07-nr97-H-Budapest-Parlament

Budapest – Parlament

Doch einen weiteren Tag in der Mückenhölle halten wir nicht aus, so dass wir das Freilichtmuseum in Szentendre ausfallen lassen und weiterfahren. Szentendre selber soll auch ein beliebter Ferienort sein, aber uns kommt er ein bisschen ausgestorben vor.

Unser nächstes Ziel ist die Stadt Eger. Es ist eine nette kleine Stadt mit einer Burg und einem Minarett.  Da es wieder ein sehr warmer Tag ist, fällt die Stadtbesichtigung recht kurz aus. Ich laufe noch in das so viel gepriesene Liebfrauental, bin aber total enttäuscht. Unter einem Tal habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Es handelt sich lediglich um eine kleine Einkerbung in einem Berg. Von den angepriesenen Weinkellern im Tal sind viele geschlossen. 

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Eger – Kathedrale

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Eger – Minarett

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Liebfrauental bei Eger

Irgendwie verfestigt sich in uns immer mehr der Eindruck, dass in Ungarn (außer in Budapest und am Balaton) irgendwie alles tot ist. Überraschend viele Campingplätze existieren nicht mehr und auf den verbliebenen sind kaum Gäste. Eine Zufallsbekanntschaft erzählte uns, dass früher viel mehr los war, doch seit einiger Zeit bleiben die Gäste aus. Möglicherweise hat dies auch etwas damit zu tun, dass manche Anlage so aussieht, als ob schon lange nichts mehr darin investiert wurde.

Nach so viel Kultur wollen wir wieder etwas Natur erleben und fahren in die Bükk-Berge nach Szilvasvarad. Auch hier das gleiche Bild: ein leerer Campingplatz, der zwar sehr gepflegt und sauber ist, aber dessen museumsreife Einrichtungen und Hütten offensichtlich noch aus der guten alten Zeit stammen.  Es ist kein Wunder, dass bei diesem Angebot die Gäste ausbleiben.

Wir laufen den kurzen Weg ins Dorf zu einer Waldeisenbahn,  die hinein in die Bükk-Berge fährt bis zu einem Wasserfall. Parallel zu der Bahnstrecke gibt es auch einen gut ausgebauten Wanderweg, so dass wir beschließen zu Fuß zu gehen.  An einem Bach entlang geht es an einigen Fischteichen und einem Wildgehege vorbei bis zu einem Wasserfall.  Der Wasserfall ist so klein, dass wir ihn beinahe übersehen. Nicht weit weg davon gibt es ein nett gemachtes Waldmuseum, in dem die Nutzungsarten des Waldes dargestellt werden.  Der Spaziergang ist eine angenehme Abwechslung, so dass wir auch den Rückweg zu Fuß bewältigen und auf die Bahnfahrt verzichten.

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Waldsee in den Bükk-Bergen

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Wasserfall in den Bükk-Bergen

Nun wollen wir einige ungarische Thermalbäder kennenlernen. Daher ist unser nächstes Ziel das Bad von Miskolc-Tapolca. Es ist in eine Höhle hineingebaut, was den besonderen Reiz ausmacht.  Ein großer als Rundweg angelegter Gang führt durch die Höhle. Davon zweigen einige Gänge ab, in denen sich noch Seitenbecken befinden. Zusätzlich gibt es noch Außenbecken. Nur das Schwimmen gestaltet sich schwierig, denn in der Höhle beträgt die Wassertiefe 1 m und es tummeln sich viele Gäste im Wasser.  Es ist aber ein interessantes Erlebnis in einer Höhle zu schwimmen. So bleiben wir nur 2 Stunden und fahren weiter zu unserem nächsten Ziel – Tiszafüred am Theis-See.

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im Höhlenbad von Miskolc-Tapolca

Als wir aus dem Bad kommen sehen wir hinter uns über den Bükk-Bergen tief schwarze Wolken hängen. Wir sind froh, dass wir die Wanderung gestern bei schönem Wetter gemacht haben. Später erfahren wir dass es an dem Tag ein schweres Unwetter in den Bergen gegeben hat mit viel Regen und abgebrochenen Bäumen. 

In Tiszafüred finden wir einen angenehmen Campingplatz gegenüber dem Thermalbad, so dass wir es zum Schwimmen nicht weit haben. Wir kommen gerade richtig, denn am bevorstehenden Wochenende wird in dem Dorf das Fischerfest gefeiert. Wir haben es nicht weit bis zur Festwiese, wo schon fleißig Buden und eine Kirmes aufgebaut werden. 

Freitagabend geht es los und wir sind dabei.  Heute bleibt die Küche kalt und wir nutzen das gastronomische Angebot auf der Festwiese. Ich entdecke eine besondere Art von Kartoffel-Chips:  eine frische Kartoffel wird sehr dünn spiralförmig geschnitten,  dann wie eine Ziehharmonika auseinandergezogen und aufgespießt. Der Spieß wird in heißem Fett frittiert und anschließend nach Geschmack gewürzt – lecker! Auf der Bühne spielt eine ungarische Heavy Metal Band, so dass wir noch sitzenbleiben und dem Konzert zuhören. Es war nicht gerade Judas Priest aber in etwa so ähnlich. Ein paar mehr Zuhörer hätte die Band schon verdient, aber mit dem Heavy-Metall scheint es wie mit Motorrad fahren zu sein – es ist eine alte Leute Musik geworden. Der einzige Headbanger war schon jenseits der 60. Danach erleben wir den Einzug des Festumzuges. Er besteht aus einigen Tanzgruppen, offensichtlich der lokalen Schulen, sowie einer Folkloregruppe und einer Zirkustruppe, die auch auf der Festwiese gastiert. Alle geben vor der Bühne eine Kostprobe ihres Könnens.

Am Samstag gehen wir wieder zur Festwiese, aber heute ist nicht viel los. Ich gönne mir wieder eine Portion der leckeren Kartoffeln. Doch die Musikdarbietungen auf der Bühne können uns heute nicht überzeugen, so dass wir nicht lange bleiben.

2013-07-13-nr3-H-Tiszafüred-Dieter's Camping

„Dieter’s Camping“ in Tiszafüred

Wir wollen Ungarn nicht verlassen ohne in der  Puszta gewesen zu sein.  Daher führt uns unsere weitere Route zuerst in den Ort Hortobagy im gleichnamigen Nationalpark. Im Nationalpark wird noch ein wenig die ursprüngliche Graslandschaft der Puszta erhalten. Doch viel sehe ich davon nicht. Das Gras ist gelb und welk und wurde abgemäht. Überall liegen die aufgerollten Grasballen und es sieht eher aus wie ein abgeerntetes Feld als wie eine wilde Naturlandschaft. Im Ort Hortobagy besuchen wir zwei Tierparks, der eine mit den alten ungarischen Haustierrassen, der andere mit Wildtieren.

Im  Pusztai Allatpark leben Graurinder, Hausbüffel, Zackelschafe, Ziege, Wollschweine, Pferde, Esel und andere. Der Park ist wie eine große Farm gemacht und die Tiere haben alle viel Platz. Es gefällt mir sehr gut und ich verbringe viel Zeit hier.

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Pusztai Allatpark – Graurinder

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Pusztai Allatpark – Ziegen

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Pusztai Allatpark – Esel

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Pusztai Allatpark – Büffel

 Anschließend fahren wir noch in den Wildpark, der einen Eindruck von der Puszta vermitteln will vor dem Erscheinen des Menschen. Daher gibt es hier Wildpferde, Wildesel,  „Auerochsen“ , Wölfe, Wildkatzen, Adler, Gänsegeier und andere Vögel. Besonders die kleineren Tiere verstecken sich gut, so dass sie teilweise nur schwer auszumachen sind. Doch wir finden z.B. die Wildkatzen: sie schlafen in ihren Baumhöhlen. Die Wölfe sind auch eine faule Bande und liegen schlafend herum. Die Anlage ist auch sehr schön und gefällt mir. Ich bin gerne bei den Tieren und könnte ihnen stundenlang zuschauen. Aber so viel Zeit ist nicht. Auf dem Rückweg erwischt uns wieder ein kräftiger Regen,  dem wir gerade noch so entkommen können und  den wir in der Touristeninfo mit Kaffee und heißer Schokolade aussitzen.

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Hortobagy Wildpark – Auerochsen

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Hortobagy Wildpark- Wildpferde

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Hortobagy Wildpark – Wildesel und Auerochsen

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Hortobagy Wildpark

Weiter geht unsere Reise in die Bugac-Puszta, wo ebenfalls noch die alten Haustierrassen gehalten werden. Zusätzlich gibt es noch eine kleine Vorführung, bei der einige Puszta-Hirten Dressurstücke mit ihren Pferden vorführen. Die Vorführung ist ganz nett gemacht, aber leidet auch unter mangelndem Publikum und fand vor fast leeren Bänken statt – schade für die Akteure.

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Bugac-Puszta – Graurinder

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Bugac-Puszta – Zackelschaf

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Bugac-Puszta – traditionelle Kleidung

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Bugac-Puszta – Dressurschau

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Bugac-Puszta – Puszta-Romantik für zahlende Zuschauer

Da wir nun genug Tiere gesehen haben ist wieder Kultur angesagt. Unser nächstes Ziel ist die Stadt Pecs. Wir stehen auf einem kleinen, zentralen Campingplatz, so dass wir bequem zu Fuß ins Stadtzentrum laufen können. In Pecs gibt es noch einige Relikte aus der Zeit der Türkenherrschaft wie z.B. eine zur Kirche umgebaute Moschee. Es gibt auch eine beeindruckende Kirche mit vier Türmen, die eher wie eine kleine Festung aussieht.  Das Stadtzentrum ist schön, so dass wir einen angenehmen Tag mit Bummeln durch die Altstadtgassen verbringen. 

2013-07-18-nr19-H-Pecs-Szechenyi Platz-Moschee Pascha Kassim Gasi und Reiterdenkmal Janos  Hunyadi

Pecs – ehemalige Moschee Pascha Kassim Gasi

2013-07-18-nr42-H-Pecs-Moschee des Pascha Hassan Jakovali

Pecs – Moschee Pascha Hassan Jakovali

2013-07-18-nr23-H-Pecs-Peter und Paul Basilika und Denkmal von Ignacz Szepessy

Pecs – Peter und Paul Basilika

2013-07-18-nr45-H-Pecs-Altstadtgasse

Pecs – Altstadtgasse

 Unsere Reise führt uns nun zum Plattensee, nach Balatonszemes. Hier erleben wir zum ersten Mal volle Campingplätze, so dass wir erst beim dritten Platz ein Fleckchen für uns finden. Wir verzichten auf ein Bad im Plattensee, denn das Ufer sieht nicht besonders einladend aus. Es ist mit dicken, Algen überzogenen Steinen befestigt. Nur an einigen Stellen führen Leitern über die Steine ins Wasser.  Der schmale Grünstreifen vor den Steinen ist gut besucht.  Inmitten des Trubels fühlen wir uns nicht wohl, so dass wir nicht lange bleiben.

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Balaton (Plattensee)

Wir fahren weiter Richtung Süden. Die letzten Tage in Ungarn wollen wir nutzen, um noch einmal im Thermalwasser zu baden. In Galambok bei Zalakaros finden wir einen netten Campingplatz mit angeschlossenem Thermalbad.  Hier läßt es sich aushalten, und wir verbringen einige angenehme Tage hier. Wir gehen jeden Tag zweimal schwimmen und im 38° warmem Mineralwasser abkochen. Es ist ein prima Ersatz für die nicht mehr erreichbare Badewanne.

2013-07-21-nr2-H-Camping Castrum Thermal Galambok

Camping Thermal in Galambok

Von Zalakaros wird eine halbtägige Tour angeboten mit einer kleinen Touristenbahn zum nahegelegenen Büffelreservat in Kapolnapuszta sowie zum Kis Balaton. Dies möchte ich mir nicht entgehen lassen, da es sich um das größte Büffelreservat in Ungarn handeln soll.  Morgens um 9 Uhr fährt das Bähnchen los. Am Reservat angekommen gibt es eine Stunde Aufenthalt. Das ist nicht arg viel, besonders da es so viele Tiere zu sehen gibt und das Gelände groß ist. Der Weg für die Besucher führt dicht an den Suhlen vorbei, so dass ich die Tiere auch aus der Nähe anschauen kann. Danach geht es weiter zum Kis Balaton. Dies ist ein Naturschutzgebiet mit vielen Wasservögeln und Insekten. Auch hier hat die Tour eine Stunde Aufenthalt, so dass wiederum nicht allzu viel Zeit bleibt. Doch einige Tiere kann ich entdecken. Am Nachmittag ist das Bähnchen wieder zurück. Es war insgesamt ein schöner und interessanter Ausflug, auch wenn ich mir mehr Zeit gewünscht hätte.

2013-07-24-nr12-H-Kapolnapuszta-Büffelreservat

im Büffelreservat

2013-07-24-nr32-H-Kapolnapuszta-Büffelreservat

im Büffelreservat

2013-07-24-nr36-H-Kapolnapuszta-Büffelreservat

im Büffelreservat

2013-07-24-nr47-H-Kapolnapuszta-Büffelreservat

im Büffelreservat

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Kis Balaton (Kleiner Plattensee)

2013-07-24-nr83-H-Kis Balaton-Schwan

Kis Balaton – Familie Schwan

2013-07-24-nr97-H-Kis Balaton-Vögel

Kis Balaton – Wasservogel

2013-07-24-nr102-H-Kis Balaton-Enten

Ente im Kis Balaton

Insgesamt hinterläßt Ungarn bei uns ein zwiespältiges Gefühl. Wir haben sehr viele freundliche Menschen getroffen. Die Verständigung im Land war problemlos, da besonders die älteren noch häufig deutsch sprechen. Das Land ist sehr ordentlich und gepflegt. Besonders die schönen, sehr gepflegten Gärten haben uns beeindruckt.  Die große ungarische Ebene ist mittlerweile Agrarland, so dass wir tagelang durch Getreidefelder, Maisfelder und besonders auch Sonnenblumenfelder gefahren sind. Da die Sonnenblumen gerade blühen, war dies sehr schön anzusehen.

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Sonnenblumen

2013-07-21-nr21-H-Galambok-Sonnenblumen

Sonnenblumen

 Doch die Puszta existiert nur noch als Touristenspektakel.  Wir waren überrascht von der Anzahl nicht mehr existierender Campingplätze sowie von den wenigen Gästen auf den noch vorhandenen. Irgendwie wirkte das Land auf uns eher etwas verschlafen und weniger attraktiv. Wenn man aber zum entspannen und kuren hier hin kommt ist es schön, wir haben Leute getroffen die meinten sie müssten einmal im Jahr nach Ungarn zum Baden sonst könnten sie sich vor lauter Gelenkschmerzen nicht mehr bewegen. Wir haben glücklicherweise keine solchen Beschwerden und können das nicht bestätigen, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

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Kategorien: 2013, Reiseberichte | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Ungarn – 2013

  1. Johnd428

    Wow, this article is fastidious, my younger sister is analyzing these kinds of things, thus I am going to convey her. akdefdfdbabd

  2. Hallo ihr beiden,

    vielen Dank für den schönen Reisebericht aus Ungarn. Da hat sich doch sehr viel verändert, seit wir Mitte der 90er Jahre dort waren. Wir wünschen euch viel Spaß auf der Weiterreise.
    Bis bald

    Martina und Lothar

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