Wir sind unterwegs – 2013

Endlich geht es los. Nach langen Jahren der Planungen und Vorbereitungen starten wir unsere erste große Reise. Glücklicherweise haben wir nun unendlich Zeit und müssen uns nicht mehr auf 30 Tage im Jahr beschränken. Diese Freiheit war immer unser großer Traum.

Am 24. Mai übergeben wir unser Haus an unsere Mieter und starten ins große Abenteuer. Dieser Abschied von unserem Zuhause ist uns erstaunlich leicht gefallen und ohne Wehmut fahren wir los. Doch jede Reise beginnt mit dem ersten kleinen Schritt und dieser führt uns nach Neuwied an den Rhein, wo wir unsere erste Nacht verbringen.

Weiter geht es in die Nähe von Würzburg, wo wir uns noch drei Tage Zeit nehmen, um uns von Angehörigen zu verabschieden.

Doch dann wird es Ernst. Wir haben uns vorgenommen, uns viel Zeit zu lassen und die einzelnen Etappen gemächlich anzugehen. Warum Kilometer abreißen, wenn Zeit kein Kriterium mehr ist.

So fahren wir von Würzburg nach Sibyllenbad an der tschechischen Grenze, wo wir auf dem Stellplatz stehen. Der Ort wirbt damit, ein neuer Stern am deutschen Bäderhimmel zu sein, doch er scheint eher eine Sternschnuppe zu sein. Es gibt ein sehr schönes Thermalbad, das wir besuchen. Aber der Kurpark rundherum sieht aus, wie einmal angelegt und nie wieder gepflegt. Er wartet darauf, dass der Rasen gemäht und das Unkraut gejätet wird.

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Reisemobilhafen am Sibyllenbad – N49 58 56 E12 25 27

Unser erstes Ziel in Tschechien ist die Stadt Pilsen, wo wir zum Autocamp Ostende fahren, der etwas außerhalb schön an einem See gelegen ist. Der Platz ist jetzt in der Vorsaison noch leer und es sind kaum Gäste da. Bis zur Straßenbahnhaltestelle ist es nicht weit zu laufen, so daß wir gut in die Stadt kommen. Die Altstadt von Pilsen ist nett und übersichtlich. Wir besichtigen die unterirdischen Kelleranlagen unter der Altstadt. Hier wurden im Mittelalter Vorräte gelagert, Bier gebraucht und sich bei Gefahr versteckt. In den Brunnen und Kloaken haben die Archäologen viele Reste des mittelalterlichen Lebens gefunden, die teilweise hier ausgestellt sind, wie z.B. Töpfe, Gläser, Schuhe etc. – eine sehr interessante Besichtigung. Beim weiteren Bummel durch die Stadt entdecken wir ein kleines Feuerwehrfest mit historischen Fahrzeugen. Doch leider haben wir immer noch Pech mit dem Wetter: der Dauerregen der letzten Tage setzt wieder ein, so dass das Feuerwehrfest in strömendem Regen stattfindet und wir schnell wieder Richtung Campingplatz flüchten, wo wir völlig durchnässt ankommen.

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Autocamp Ostende – N49 46 38.1 E13 23 24.5

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Pilsen- Rathaus und Pestsäule

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Pilsen- Platz der Republik

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Pilsen – historischer Untergrund

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Pilsen – historischer Untergrund – Tongefäße

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Pilsen- historische Feuerwehrautos

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Pilsen – historisches Feuerwehrauto

Unsere nächste Etappe wird ebenfalls vom Regen beeinträchtigt. Unser erstes Ziel ist die Konieprus-Höhle. Wir brauchen drei Versuche, bis wir sie finden, da uns das Navi mal wieder durch zu niedrige Unterführungen oder über zu schwache Brücken lotsen will. Der Garmin kennt leider kein LKW-Profil. Mit 3,50 m Höhe und 7,49 t gibt es halt einige Einschränkungen. Doch schließlich kommen wir an. Glücklicherweise startet die nächste Führung sofort, so dass wir nicht warten müssen. Die Höhle ist ganz nett, aber nicht wirklich spektakulär. Ich habe wohl schon zu viele Höhlen gesehen.

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Konieprus-Höhle

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Konieprus-Höhle: Münzfälscher-Werkstatt

Danach wollen wir zum Campingplatz an der Burg Karlstein. Die Straße nach Karlstein ist sehr eng und kurvig. Leider hat ein Biker-Club den Campingplatz für sein Treffen gemietet, so dass wir abgewiesen werden. Nun ist guter Rat teuer: wir erkundigen uns auf dem Parkplatz zur Burg, ob man dort übernachten darf. Es wäre möglich, aber die verlangten Parkgebühren schrecken uns ab, so daß wir beschließen weiterzufahren, besonders da es immer noch in Strömen regnet und eine Wanderung zur Burg bei dem Wetter auch nicht wirklich Spaß macht. Im übernächsten Dorf sehen wir einen Campingplatz, doch die Zufahrt bleibt uns verwehrt, da es mal wieder unter einer niedrigen Unterführung durchgeht – mit 3,50 m keine Chance.

So beschließen wir nach Prag durchzufahren. Da wir weder über die Autobahn dürfen, da wir uns die Mautbox gespart haben, noch in die Umweltzone fahren dürfen, wollen wir von Norden in die Stadt. Unser Ziel ist der Campingplatz Sokol Troja. Da das Navi uns hier nicht hilft fahren wir nach Karte, natürlich nicht ohne Hindernisse, da die Beschilderungen an den Straßenecken nicht immer eindeutig sind, oder auch schon mal ganz fehlen. Doch letztendlich erreichen wir unser Ziel, nur um festzustellen, dass uns der Platz nicht gefällt. Doch es ist schon spät und wir sind müde – also bleiben wir. Bei einem kleinen Spaziergang entdecken wir auf derselben Straße einen viel schöneren Platz, so daß wir zeitig am nächsten Morgen auf diesen umziehen. Hier im Autocamp Trojska gefällt es uns viel besser. Und hier funktioniert auch WLAN, ganz im Gegensatz zu dem ersten Platz.

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Autocamp Trojska – N50° 7′ 1.75″   E14° 25′ 39.99″

Auch die nächsten zwei Tage regnet es, so daß wir noch keine Lust haben Prag zu besichtigen. Ein kurzer Spaziergang zwischendurch führt uns in den wunderschönen und sehr großen Botanischen Garten, der uns begeistert. Am nahe gelegenen Zoo erfahren wir, dass er wegen Überflutung geschlossen ist.

Doch dann wird das Wetter besser und wir fahren nach Prag. Wir können wir nur den Bus nehmen, da Straßenbahn und Metro hochwasserbedingt den Betrieb eingestellt haben. Wir laufen durch Prag und genießen diese schöne Stadt. Die Karlsbrücke ist wegen Hochwasser gesperrt, aber ansonsten ist die Situation nicht ganz so schlimm wie befürchtet und wir werden durch keine weiteren Sperrungen aufgehalten. Prag hat wohl öfters mit Hochwasser zu tun, da überall mobile Schutzwände installiert sind. Die Prager sind also vorbereitet.

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Prag – Wenzelsplatz

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Prag – Altstädter Rathaus mit astronomischer Uhr

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Prag – Altstädter Ring

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Prag – Schloß

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Prag – Karlsbrücke im Hochwasser

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Prag – Hochwasser

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Prag

Dann hat auch der Zoo teilweise wieder geöffnet, so daß wir ihn besuchen können. Er gefällt uns sehr gut. Es gibt einige interessante Tiere zu sehen, die ich so noch nicht oft gesehen habe, wie z.B. einige nachtaktive Tiere, die in einem abgedunkelten Haus gezeigt werden. Die Anlagen sind sehr schön und die Gehege sind groß. Wir sind 3 Stunden im Zoo unterwegs und werden langsam müde, und das, obwohl ein Teil des Zoos noch unter Wasser steht und daher nicht zugänglich war.

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Prag – Hochwasser im Zoo

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Da es uns hier auf dem Campingplatz sehr gut gefällt, bleiben wir noch ein bischen, bevor es weitergeht.

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Kategorien: 2013, Reiseberichte | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Wir sind unterwegs – 2013

  1. Hallo Brigitte, hallo Bernhard,

    endlich sind wir mal wieder online und können euch zu eurem schönen Blog gratulieren. Viel Spaß auf eurer Weiterreise und bleibt pannenfrei (anders ist nämlich schlecht).
    Martina und Lothar

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