Russland 2012

Unsere Reiseroute: Travemünde – Helsinki – St. Petersburg – Sortavala – Petrozavodsk – Sandal-See  – St. Petersburg – Lappeenranta – Kotka – Helsinki – Travemünde

Sonntag, 27.Mai 2012    –   Fahrt nach Travemünde      482 km

Um 08:30 wollen wir losfahren und setzen uns ins Auto – aber nichts passiert: kein Strom. Eine hektische Suche nach der Fehlerquelle beginnt. Es stellt sich heraus, dass es der Hauptschalter ist. Die Batterie hat Strom, aber der Schalter lässt ihn nicht durch. Nach mehrmaligem Auf- und Zudrehen geht er wieder und wir starten mit ca. 1 Stunde Verspätung erleichtert in den Urlaub und sind ca. 17:30 in Travemünde. Überraschenderweise kommen wir schon vor 23:00 Uhr aufs Schiff. Wir haben Glück und unsere Kabine ist schon fertig, so dass wir sofort einziehen können.

Montag, 28.Mai 2012  –  Auf der Fähre

Wir stellen die Uhren 1 Stunde vor auf finnische Zeit. Wir sitzen den ganzen Tag auf Deck und genießen den Sonnenschein.

Dienstag, 29. Mai 2012  –  Fahrt nach St. Petersburg      351 km

Pünktlich um 8 Uhr kommt die Fähre in Helsinki an und wir sind mit bei den ersten, die losfahren können. Vorsichtshalber hatten wir den Hauptschalter nicht ausgeschaltet und sind froh, dass das Auto problemlos anspringt. Sicherheitshalber hatten wir die  Sicherung des Spannungswandlers rausgenommen. So mussten wir nach einiger Zeit anhalten um die Sicherung wieder einzubauen, damit die Navis Strom bekommen. Die Straße ist gut ausgebaut und wir kommen zügig voran. Ursprünglich wollten wir vor der Grenze nochmal übernachten, aber da wir den letzten finnischen Campingplatz schon vor Mittag erreichen , beschließen wir direkt nach St. Petersburg weiter zu fahren.

An der Grenze reihen wir uns in die PKW-Spur ein. An der finnischen Grenzstation müssen alle aussteigen und durch die Passkontrolle gehen. Dann fahren wir weiter zur russischen Seite. Dort müssen wir zuerst eine Migrationskarte ausfüllen und mit den Pässen vorzeigen. Die Karte wird abgestempelt und in den Pass gelegt. Weiter geht es zur Fahrzeugkontrolle. Da unser MAN zu hoch für die PKW-Durchfahrt ist, haben wir uns an der Bus-Spur angestellt. Eine freundliche Beamtin wies uns darauf hin, dass wir diese Spur nicht benutzen dürfen und uns statt dessen in die LKW-Spur einreihen müssen. Wir mussten umdrehen und über die Gegenfahrbahn konnten wir uns vorne in die LKW-Schlange mogeln. An der ersten Station gab es einen Laufzettel und den ersten Stempel. Dann ging es über die Waage und es gab den zweiten Stempel. Danach kamen wir auf eine große Fläche voller LKW und die Fahrer sind in einem Haus verschwunden. Wir haben direkt vor dem Gebäude geparkt und sind hinein gegangen. Drinnen gab es viele verschiedene Schalter mit wartenden Menschen davor. Wir haben nicht verstanden wo wir hin müssen und haben uns vor einem der Schalter gestellt. Doch dann wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass es wohl eine Art Warteschlange gab und wir uns hinten anstellen müssen. Da das Warten sehr lange gedauert hat und es völlig unklar war, ob wir überhaupt am richtigen Schalter anstehen, habe ich an einem anderen Schalter mit grünem Schild nochmal gefragt. Die Dame hat uns weiter verwiesen in ein Büro – offensichtlich der Chef. Er hat unser Auto angeschaut und wohl verstanden. Er hat uns dann an der Schlange vorbei an einen der vielen Schalter geführt. Der Beamte konnte etwas englisch, so dass wir nach einiger Zeit ein gestempeltes Zollpapier in Händen hielten.

Bei der letzten Station wurde dann das Auto kontrolliert. Wir mussten den Koffer aufschließen und ein Beamter hat sich flüchtig umgeschaut. Außerdem wurden die hinteren Ladeluken aufgeschlossen, wir mussten jedoch nichts ausräumen. Nach dem letzten Stempel und der Abgabe des Laufzettels waren wir in Russland. Insgesamt hat die Prozedur etwas über 3 Stunden gedauert. Dank unserer minimalen Russisch-Kenntnisse konnten wir uns mühsam verständlich machen. Ohne ein Wort russisch wäre es wohl überhaupt nicht gegangen. Für den Inhalt meines Kühlschranks hat sich niemand interessiert. Das Einfuhrverbot für Milchprodukte und andere frische Waren wurde nicht kontrolliert.

In Russland müssen wir die Uhr nochmals 1 Stunde vorstellen. Direkt hinter der Grenze gibt es eine Wechselstube und wir haben unsere ersten Rubel getauscht. Der Kurs war leicht besser als an der Wechselstube auf der finnischen Seite. Eine gute Entscheidung erst in Russland zu tauschen. An der ersten Tankstelle hinter der Grenze haben wir Diesel eingefüllt: 1 Liter = 29,99 Rubel.

Am späten Nachmittag erreichen wir St. Petersburg. Unser Ziel ist das Hotel „Retur“, das wir auch problemlos gefunden haben. Es liegt noch nördlich des Autobahnrings. Vor der Einfahrt in die Stadt standen Verbotsschilder für LKW ab 8 t. Später änderte sich das Schild auf LKW-Verbot ohne Gewichtsangabe. Wir sind einfach weitergefahren und die Polizei hat uns ignoriert.

Das Hotel liegt in einer ruhigen Sackgasse am Wasser. Wir stehen auf einer kleinen Camping-Wiese, die auch einige Stromanschlüsse hat. Das Sanitärgebäude besteht aus einer kleinen Hütte mit 2 Duschen und zwei Toiletten. Alles ist recht einfach aber sauber. Der Chef ist sehr freundlich und spricht englisch. Wir mussten für die 4 Nächte im Voraus bezahlen (4.800 Rubel).Das Hotel wird für uns die vorgeschriebene Registrierung vornehmen, aber es scheint ein Problem zu geben und wir müssen auf den nächsten Tag warten.

Stellplatz: Hotel Retur, GPS-Koordinaten: N 60°02’54.748″  E 029°57’59.379″

Stellplatz am Hotel Retur

Mittwoch, 30. Mai  –  St. Petersburg

Das schöne Wetter ist erst einmal vorbei. Heute Morgen regnet es bei 9 Grad. Um 11 Uhr erhalten wir endlich die Registrierung und können uns auf den Weg nach St. Petersburg machen. Wir laufen ca. 300 m zur Hauptstraße, wo sich die Haltestelle des Zuges befindet. Die Haltestelle heisst Апександровская. Der Zug fährt ungefähr jede Stunde nach St. Petersburg zum Finnländischen Bahnhof. 1 Fahrt kostet 48 Rubel und dauert ca. 50 Minuten. Den Fahrschein gibt es an einem kleinen Fahrkartenschalter am Bahnsteig. Man kann den Fahrschein nur direkt an dem Tag kaufen, an dem man fahren will – nicht auf Vorrat.

Vom Finnländischen Bahnhof laufen wir zur Aurora, dem Haus Peter des Großen, zur Peter- und Paul-Festung und zur Strelka. Es regnet ohne Pause und es weht ein kalter Wind. Daher macht die Besichtigung nicht wirklich viel Freude. Wir sind nass und uns ist kalt. Zurück am Bahnhof vertreiben wir uns die Wartezeit im Bahnhofs-Cafe. Das Angebot war ansprechend und es hat uns gut gefallen. Der Zug zurück zum Campingplatz fährt nach Белоостров. Das Ticket kauft man am Schalter in der Bahnhofshalle. Das Gleis von dem der Zug abfährt wird auf der großen Anzeigetafel über dem Zugang zu den Gleisen angezeigt.

Peter- und Paul-Festung

Donnerstag, 31. Mai  – St. Petersburg

Der Regen hat aufgehört. Es ist bewölkt, aber trocken. Es ist immer noch kalt mit ca. 8°. Wir fahren wieder mit dem Zug nach St. Petersburg. Diesmal laufen wir ans andere Newa-Ufer zum Sommergarten mit Sommerpalast, dem Marsfeld und zur Auferstehungskirche. Weiter geht es zum Newski-Prospekt. Im Дом книги kaufen wir einen aktuellen Autoatlas von Russland. An der Kasan-Kathedrale vorbei geht es weiter zur Isaaks-Kathedrale. Wir steigen auf den Turm der Kathedrale und genießen den Rundblick über die Stadt. Am Newa-Ufer entlang geht es zur Eremitage und zum Schlossplatz. Im Laufe des Tages ist das Wetter besser geworden und die Sonne scheint, aber der Wind ist weiterhin kalt. Nun sind wir ungefähr 5 Stunden durch die Stadt gelaufen. Die Füße qualmen und es war trotzdem keine Zeit irgendetwas von innen anzuschauen.

Blick von der Isaak-Katherdrale

Freitag, 1. Juni  – St. Petersburg

Heute Morgen ist strahlend blauer Himmel und der Wind hat nachgelassen – das perfekte Wetter für einen Besuch von Peterhof. Wir beschließen mit dem Tragflügelboot nach Peterhof zu fahren. Vom Finnländischen Bahnhof laufen wir zu den Anlegestellen der Boote. Sie befinden sich vor der Eremitage. Es gibt mehrere Anbieter, die alle gleich teuer sind (1000 Rubel hin und zurück pro Person). Wir entscheiden uns für denjenigen, der einen Fahrplan hat, nach dem alle 30 Minuten ein Boot geht. In Peterhof laufen wir durch den Unteren Park. Es sind sehr viele Menschen unterwegs und die Schlange für in den Palast ist sehr lang, so dass wir die Gebäude nur von außen anschauen. Gegen 15:00 Uhr fahren wir wieder zurück. Mittlerweile hat sich der Himmel wieder verdunkelt, aber es bleibt trocken. Wir sind zu müde um noch etwas zu unternehmen und fahren zurück zum Camping.

In einem kleinen Lebensmittelladen nahe der Haltestelle will ich Milch, Eier und Salz kaufen, doch das ist nicht so einfach. Innerhalb des Ladens gibt es verschiedene Theken mit eigenen Kassen. An jeder gibt es ein bestimmtes Sortiment an Waren. So muss ich zu drei Theken und dreimal bezahlen – für jeden Artikel einzeln. Auf dem Campingplatz sind heute noch drei weitere Wohnmobile aus Deutschland angekommen. Wir haben erst einmal genug vom Lärm und den Abgasen in der Stadt. Daher werden wir morgen Petersburg verlassen und weiterfahren.

Peterhof

Peterhof

Samstag, 2. Juni  – Fahrt nach Sortavala      284 km

Am Morgen regnet es leicht. Nach dem Frühstück machen wir uns abfahrtbereit. Von den Nachbarn erfahren wir, dass sie über Moskau und den Goldenen Ring nach St. Petersburg gekommen sind. Wir geben noch ein paar Tipps wie man mit dem Zug in die Stadt kommt, dann fahren wir los. Über den Autobahnring geht es auf die A 129. Bis Priozersk ist die Straße gut ausgebaut und es ist überraschend viel Verkehr. Danach folgt ein langes Stück Buckelpiste. Wir gewinnen einen ersten Eindruck von dem, was ich mir unter einer karelischen Straße vorgestellt habe. Erst vor Lakhdenpokhya wird die Straße wieder gut und wir kommen zügig voran. In Sortaval finden wir trotz Umleitung auf Anhieb das von uns ausgewählte Hotel Piipun Piha . Hier können wir auf dem Parkplatz campen. (350 Rubel/Nacht). Leider spricht das Personal nur wenig englisch.

Es ist schon 17:00 Uhr und es regnet schon seit Stunden kräftig. Daher haben wir keine Lust mehr uns um die Tickets für das Boot nach Valaam zu kümmern. Die Hotel-Rezeption konnte uns keine Infos oder Tickets geben. Die Fahrkarten gibt es wohl irgendwo in der Stadt. Wir warten auf besseres Wetter.

Stellplatz: Hotel Piipun Piha, GPS-Koordinaten: N 61° 42’08.651″   E 030° 42’36.627″

Stellplatz am Hotel Piipun Piha

Sonntag, 3. Juni  –  Insel Valaam

Gegen 10:30 hört der Regen auf und wir gehen in den Ort Sortavala. Wir finden das Tourismus-Büro, aber es hat am Wochenende geschlossen. So laufen wir weiter zum Hafen. Dort liegen zwei Tragflügelboote, von denen eines offensichtlich nicht in Betrieb ist. Der Mann am anderen Boot erklärt uns, dass dieses nach Valaam fährt, aber heute nicht mehr zurück kommt. Etwas ratlos schauen wir uns um und gehen zu der Verkäuferin an dem einzigen Souvenirstand am Hafen. Sie erklärt uns, dass die Tragflügelboote nur für große Gruppen fahren, nicht für einzelne Personen. Sie bietet uns an den Kapitän eines kleinen Bootes anzurufen, der auch Fahrten nach Valaam macht. Mit dieser Unterstützung vereinbaren wir eine Tour hin und zurück für insgesamt 4.000 Rubel mit ca. 2 Stunden Aufenthalt auf Valaam. Wir sind glücklich, dass sich doch noch etwas ergibt. Ca. 20 Minuten später ist der Kapitän da. Mit noch einem russischen Paar legt das kleine Boot ab. Während der Überfahrt können wir leider nichts sehen, da es total nebelig ist. 45 Minuten später sind wir am Kloster. Unser Boot legt etwas abseits der großen Schiffe an. Wir gehen zum Kloster und schauen uns die Kirche an. Sie ist von innen recht klein, dunkel und wenig beeindruckend. Von außen ist sie leider komplett eingerüstet. Da noch genug Zeit zu sein scheint wollen wir noch zur St. Vladimir-Kirche laufen, aber die Entfernungen auf der Insel sind recht weit. Ohne die Kirche auch nur aus der Ferne gesehen zu haben müssen wir wieder umdrehen, um unsere Rückfahrt nicht zu verpassen. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, da nach einiger Zeit die Sonne rausgekommen ist. So haben wir auf der Rückfahrt doch noch ein bischen vom See gesehen. Wir beenden den Tag mit einem Kaffee im Hotel-Foyer, wo es freies W-LAN gibt.

Kloster Valaam

Insel Valaam

Montag, 4. Juni –  Ruskeala Marmor-Canyon      32 km

Am Morgen regnet es wieder. Wir fahren zum Ruskeala Marmor-Canyon. Der Regen wird immer stärker. Auf dem Parkplatz angekommen haben wir keine Lust zur Besichtigung. Wir erfahren, dass das Parken kostenlos ist und wir hier auch über Nacht stehen bleiben dürfen. So beschließen wir auf besseres Wetter zu warten. Erst gegen Abend wird es trocken, aber nun wollen wir bis morgen warten.

Stellplatz: Parkplatz des Ruskeala Marmor-Canyon,  GPS-Koordinaten:  N 61° 56′ 40.864″ E30° 34′ 52.789″

Stellplatz am Ruskeala Marmor-Canyon

Dienstag 5. Juni  –  Kinerma  –  Zookomplex 3 Bären      239 km

Am Morgen ist es trocken. Nach dem Frühstück schauen wir uns den Marmor-Canyon an. So früh am Morgen haben wir ihn ganz für uns alleine. Wir genießen die Ruhe und erfreuen uns am Gesang der Vögel. Dann fahren wir weiter zu unserem Ziel ist: Kinerma. Die Straße dorthin ist teilweise sehr gut. Kilometer-lang geht es wie mit dem Lineal gezogen geradeaus auf einer breiten, perfekt asphaltierten Straße. Es ist fast schon ein bischen langweilig und einschläfernd. Der Ort Kinerma liegt etwas abseits der Hauptstraße. Für mich ist Kinerma eine Enttäuschung. Es gibt nur ein paar Häuschen und ein paar Ziegen auf der Straße. Von einem Museum oder einem anderem touristischen Angebot ist nichts zu sehen – einfach ein toter Ort. Offensichtlich gibt es Leben nur nach Voranmeldung einer Bustour. Ursprünglich wollten wir hier übernachten, aber so beschließen wir weiter zu fahren zum Zookomplex Drei Bären. Der Weg dorthin führt über Nebenstraßen. Es sind heftige Holperpisten mit vielen Schlaglöchern.

Der Zookomplex liegt versteckt an einem Seeufer im Wald. Wir sind die einzigen Besucher und werden etwas verwundert angeschaut. Schnell einigen wir uns auf eine Führung durch den Zoo und bekommen auch die Erlaubnis etwas unterhalb des Eingangs übernachten zu dürfen. Ein Mitarbeiter führt uns an den Käfigen entlang. Es gibt Füchse, Wölfe, Luchse, drei Bären, Dachse, Waschbären, Marder, Chinchillas, Tauben und ein Pferd. Der Mitarbeiter gibt sich Mühe und füttert einige Tiere mit Leckereien, damit sie sich besser zeigen. Es ist insgesamt eine recht kleine Anlage, aber mir hat es gefallen. Wir stehen mit Blick auf den See und genießen abends den Sonnenuntergang.

Stellplatz: Zookomplex 3 Bären,  GPS-Koordinaten: N 61° 56′ 57″ E 33° 24′ 24.6″

Stellplatz am Zookomplex „Drei Bären“

Ruskeala Marmor-Canyon

Kinerma

Zookomplex „Drei Bären“

Zookomplex „Drei Bären“

Mittwoch, 6. Juni  – Petrozavodsk      68 km

Über eine etwas holprige Piste fahren wir am Morgen nach Petrozavodsk. Der Himmel ist freundlich und es scheint die Sonne. Als wir am Mittag im Hafen von Petrozavodsk ankommen beginnt eine anstrengende Stellplatz-Suche. Am Hafen gibt es keinen bewachten Parkplatz, nur die Möglichkeit am Straßenrand zu stehen. Da uns das nicht gefällt suchen wir nach einer anderen Möglichkeit. Das Hotel Fregat direkt am Hafen hat keinen eigenen Parkplatz. Das in der Nähe gelegene Hotel Karelia hat einen großen bewachten Parkplatz, auf dem man parken kann, aber das Übernachten im Auto ist nicht erlaubt. Als nächstes fragen wir im Hotel Maksi, die uns für den unglaublichen Preis von 5.000 Rubel dort stehen lassen würden. Wir lehnen ab und fahren zum Hafen zurück. Dort fragen wir im Hafengelände nach und zu unserer Überraschung bekommen wir die Erlaubnis dort hinter der Absperrung zwei Nächte stehen zu dürfen. Wir sind sehr erleichtert. Anschließend machen wir einen Bummel die Strandpromenade entlang und durch den Ort wieder zurück. Schließlich kaufen wir im Hafen noch die Fahrkarten für die Insel Kishi (5.000 Rubel für 2 Personen).

Stellplatz: Hafen Petrozavodsk,   GPS-Koordinaten: N 61° 47′ 28.810   E 34° 23′ 31.551″

Stellplatz Petrozavodsk

Uferpromenade in Petrozavodsk

Donnerstag, 7. Juni  –  Insel Kishi

Nach einer ruhig verbrachten Nacht starten wir um 11:30 mit dem Tragflügelboot nach Kishi. Von den drei im Fahrplan angezeigten Booten fährt tatsächlich nur dieses eine. Die Überfahrt ist ruhig und wir kommen bei strahlendem Sonnenschein auf Kishi an. Entgegen unserer Befürchtung werden wir nicht in eine Gruppe gezwungen, sondern können uns auf der Insel frei bewegen. Wir haben ungefähr drei Stunden Zeit. Zuerst geht es zur Haupt-Attraktion der Insel – der großen Kirche. Sie wird zur Zeit restauriert und die ganze Kirche scheint zu schweben, da sie auf einem Gerüst steht. Unter herum fehlt das Holz komplett. Es sieht irgendwie eigenartig aus, die Kirche so auf den Metallstützen schweben zu sehen. Es sind erstaunlich wenige Besucher auf der Insel, so dass wir in Ruhe in die geöffneten Häuser gehen können. Sie sind innen liebevoll eingerichtet. Uns gefällt es sehr gut auf Kishi. Leider reicht die Zeit nicht die komplette Insel zu umrunden.  Zu schnell müssen wir wieder zurück. Nach 1 1/4 Stunde Fahrt sind wir wieder in Petrozavodsk. Wir laufen noch etwas am Hafen herum. Vom Auto aus beobachten wir später, dass unser MAN zu einer kleinen Attraktion geworden ist. Immer wieder kommen Leute und machen Fotos.

die Kirchen von Kishi

Bauernhäuser auf Kishi

Freitag, 6. Juni  –  Kivach-Wasserfall –  Sandal-See       95 km

Heute fahren wir recht früh vom Hafen in Petrozavosk weg. Unser Ziel ist der Kivach-Wasserfall. Die M18 ist in sehr gutem Zustand und wir kommen gut voran. Der Wasserfall ist von der Straße gut ausgeschildert (Кивач – Водопад Кивач). Der Wasserfall ist größer als ich erwartet habe und im Sonnenschein ist er sehr schön anzusehen. Es ist angenehm, dass nur sehr wenige Besucher da sind.

Wir fahren weiter zum Camping Sandal, der nur ein kleines Stück weiter nördlich an der M18 liegt. Wieder sind wir die einzigen Gäste. Die Verständigung ist recht holprig, aber mit Hilfe eines Übersetzungsprogramms der Damen von der Rezeption einigen wir uns auf zwei Übernachtungen mit Abendessen. Russisches Camping ist wohl eher das Vermieten von Holzhütten. Für Wohnmobile sind sie nicht eingerichtet und so stehen wir auf dem Parkplatz. Auf dem Campingplatz gibt es ein großes Gehege mit Eichhörnchen, die sehr lustig anzusehen sind. Später machen wir noch einen Spaziergang im Wald, wo wir aber von den Mücken angefallen werden. Am Abend gehen wir im Lokal des Platzes essen. Wir hatten auf etwas typisch russisches gehofft. Es gab einen kleinen Vorspeisensalat und als Hauptgericht Nudeln mit Frikadellen – nicht unbedingt das, was wir uns erträumt hatten, aber es hat geschmeckt.

Stellplatz: Camping Sandal,   GPS-Koordinaten: N 62° 21′ 23.739″ E 34° 0′ 04,408 “

Stellplatz Camping Sandal-See

Kivach – Wasserfall

Samstag, 9. Juni  –  Sandal-See

Die Sonne scheint und die Temperaturen sind angenehm. Nach dem Frühstück leihen wir uns ein Tretboot und fahren ca. 2 Stunden damit auf dem Sandal-See. Nach ein paar Wartungsarbeiten am Auto machen wir Mittagspause und planen die weitere Route. Wir beschließen nicht weiter nach Norden zu fahren und die Solovki-Insel ausfallen zu lassen. Statt dessen wollen wir nach Puschkin zum Bernsteinzimmer und noch einmal nach Sankt Petersburg.

Sandal-See

Sonntag, 10. Juni  – Puschkin      527 km

Wir verlassen Sandal-Camping und fahren nach Süden. Die M18 geht hunderte von Kilometern geradeaus: geradeaus Asphalt und links und rechts grün. Die Straße ist in sehr gutem Zustand. Der Fahrer freut sind und der Beifahrer langweilt sich entsetzlich. Unser erster Stopp ist das Alexander-Svirsky-Kloster. Die Klosteranlage ist sehr schön.  Ursprünglich wollten wir hier übernachten, aber da es noch früh ist fahren wir weiter nach Schlisselburg. Hier hatten wir uns ein Hotel und einen Parkplatz am Hafen vorab als mögliche Übernachtungsplätze rausgesucht. Bei der Einfahrt in den Ort macht Schlisselburg einen traurigen Eindruck, denn alles sieht trostlos und heruntergekommen aus. Das Hotel erweist sich als Ruine und die Zufahrt zum Hafenparkplatz ist uns versperrt, da die Brücke dorthin nur für 4t zugelassen ist.

Daher beschließen wir nach Puschkin weiterzufahren. Auf der Autobahn ist erst einmal Stau wegen einiger Baustellen. Das ist schon sehr nervig, besonders weil einige Autofahrer extrem drängeln und aus zwei Fahrspuren auch schon mal vier machen, indem sie am Rand durch den Acker fahren. In Puschkin angekommen kurven wir durch den Ort auf der Suche nach einem Stellplatz und dem Katharinenpalast. Der Palast versteckt sich recht hartnäckig. Wir versuchen erst auf einem bewachten Parkplatz unterzukommen, aber mit der alten Dame an der Schranke ist keine Verständigung möglich. Danach beschließen wir den Schildern „to palaces“ nachzufahren. Wir finden einen großen ruhigen Parkplatz an einem Park. Da es schon 22:00 h sind bleiben wir jetzt einfach hier stehen zum Übernachten. Auf dem Navi versuchen wir noch den Eingang zum Katharinenpalast zu finden. Doch nach einiger Zeit fällt uns auf, daß wir am falschen Park stehen: wir sind am Pavlovsk-Park und der Katharinenpalast ist ca. 7 km entfernt.

Stellplatz: Pavlovskpark bei Puschkin,   GPS-Koordinaten: N 59° 41′ 04,841″  E 30° 27′ 46,504″

Stellplatz Pavlovsk-Park bei Puschkin

Alexander-Svirsky-Kloster

Alexander-Svirsky-Kloster

Montag, 11. Juni  Puschkin      152 km

Nach einer ruhig verbrachten Nacht fahren wir zum Katharinenpalast. Es ist schwierig für das große Auto einen Parkplatz zu finden. Aber nach einigem Suchen entdecken wir vor dem Alexanderpalast einen bewachten Parkplatz, wo wir stehen können. Von da ist es nicht mehr weit zu laufen zum Eingang des Katharinen-Palastes. Um hinein zu gelangen müssen wir zuerst Tickets kaufen um in den Park zu kommen. Vom Park aus kommt man dann an die Kasse für in die Innenräume. Der Palast öffnet um 10 Uhr und wir sind absichtlich schon vorher da, um mit bei den ersten zu sein. Doch zu unserem Bedauern müssen wir erfahren, dass Einzelreisende erst ab 12 bis 14 Uhr eingelassen werden. Von 10 bis 12 kommen nur Gruppen hinein. Da es noch sehr früh ist laufen wir erst einmal durch den Park. Die Sonne scheint und der Palast stahlt in seinem goldenen Glanz. Um 10:30 stellen wir uns in die Warteschlange. Bis 12:00 müssen wir feststellen, dass die  Schlange vor uns immer dicker wird. Es wird ordentlich gedrängelt und viele versuchen sich vorne reinzumogeln. Um kurz nach 12:00 dürfen die ersten hinein. Trotzdem dauert es noch eine ganze Weile, bis wir an der Reihe sind. Im Palast erwartet uns dann der nächste Schock. Drinnen herrscht ein unglaubliches Gedränge. Wir müssen wieder anstehen, erst an der Kasse und dann an der Schlange für in die Räume. Schubweise werden die Leute reingelassen. Es dauert fast bis 14:00, bis wir endlich dran sind. Die Führung durch die wenigen zugänglichen Räume dauert dann nur knapp 30 Minuten. Der ganze Aufwand nur, um das Bernsteinzimmer zu sehen. Ich weiß nicht, ob es das wert war. Als wir wieder draußen sind, sind wir ziemlich geschafft. Trotzdem gehen wir noch in den Alexanderpark, Der ist jedoch ziemlich ungepflegt. Der Besuch lohnt sich nicht.

Wir beschließen wieder auf den Campingplatz Retur zu fahren. Wir geben das Ziel ins Navi ein und fahren los. Doch nach einiger Zeit werden wir von einem Polizisten angehalten, der uns freundlich aber bestimmt sagt, dass wir mit dem großen Auto nicht weiterfahren dürfen, da die Straße für LKW gesperrt ist. Wir sollen rechts abbiegen. Offensichtlich sind wir schon in St. Petersburg in den für LKW gesperrten Bereich geraten. Es ist schwierig das Navi davon zu überzeugen, dass wir einen anderen Weg nehmen müssen. Nach viel Herumgekurve landen wir irgendwann auf dem Autobahnring und fahren über den Damm bei Kronstadt. Wir wundern uns darüber, dass auf dem Damm die rechte Spur der Autobahn teilweise zugeparkt ist und die Besitzer auf der Brücke stehen und seelenruhig am Angeln sind. Schließlich erreichen wir das Hotel Retur. Es sieht wohl so aus, dass wir in Petersburg kein Glück mit dem Wetter haben, denn kurz nach unserer Ankunft beginnt es zu regnen.

Stellplatz:  Hotel Retur,   GPS-Koordinaten: N 60°02’54.748″  E 029°57’59.379″

Katharinen-Palast in Puschkin

Bernsteinzimmer

Dienstag, 12. Juni  –  St. Petersburg

Da es uns gut in St. Petersburg gefallen hat wollen wir uns noch mehr von der Stadt ansehen. Wieder geht es mit der Bahn zum Finnländischen Bahnhof. Von dort nehmen wir die Metro und fahren zum Alexander-Newski-Kloster. Die Metro ist unglaublich tief in der Erde. Gut, dass es Rolltreppen gibt. Die Orientierung ist recht einfach. Die Linien sind farbig markiert und die Fahrtrichtungen sind entsprechend den jeweiligen Endstationen gekennzeichnet. Als wir am Ziel aus der Metro kommen hat ein leichter Nieselregen eingesetzt – schon wieder Pech mit dem Wetter. Wir schauen uns erst die Klosteranlage an und laufen dann den ganzen Newski-Prospekt herunter. Obwohl heute Feiertag ist (Tag Russlands) sind alle Geschäfte geöffnet. Auf dem Platz vor der Eremitage ist eine große Bühne aufgebaut, aber das Programm startet wohl erst später. Wir schauen in den Innenhof der Eremitage und bedauern die Leute, die dort Schlange stehen. Unser Erlebnis von gestern haben wir noch nicht vergessen. An der Newa entlang geht es wieder zurück zum Bahnhof.

Alexander-Newski-Kloster

Newski-Prospekt

Mittwoch, 13. Juni  – Lappeenranta      176 km

Am Morgen scheint die Sonne. Trotzdem haben wir keine Lust mehr nochmals in der Stadt herum zu laufen. Stattdessen zieht es uns weiter nach Finnland. Unser erstes Ziel ist Lappeenranta. Über die M10 geht es an Wyborg vorbei zum Grenzübergang Nuijamaar. Kurz vor der Grenze tanken wir nochmals das Auto mit dem günstigen russischen Diesel voll. Am Grenzübergang ist deutlich weniger los als an dem Grenzpunkt bei der Hinfahrt. Wir dürfen auf die Busspur und brauchen uns nicht bei den LKW anzustellen. Nach einigen Verwirrungen und etwas Papierkram beim Zoll sind wir nach etwas über einer Stunde in Finnland.

Auf dem Campingplatz von Lappeenranta ist nicht viel los. Nach einer kurzen Pause laufen wir in ca. 35 Minuten zum Hafen im Ortszentrum. Dort genießen wir die Aussicht auf den Saimaa-See. Anschließend erkundigen wir uns nach Bootsfahrten. Es gibt eine 2-stündige Tour über den Saimaa-Kanal (16 €). Mal schauen, ob wir morgen Boot fahren.

Stellplatz: Campingplatz Huhtiniemi in Lappeenranta,   GPS-Koordinaten: N 61° 3′ 17,9″  E 28° 9′ 05,2″

Campingplatz in Lappeenranta

im Hafen von Lappeenranta am Saimaa-See

Donnerstag 14. Juni  – Lappeenranta  –  Kotka      111 km

Die Sonne scheint und es ist angenehm warm. Da wir bis 16 Uhr auf dem Stellplatz bleiben dürfen lassen wir das Auto auf dem Campingplatz stehen und laufen nach Lappeenranta um das Schiff für die 12 Uhr-Tour zu bekommen. Wir bekommen zwei schöne Sitzplatze vorne auf dem Schiff. Das Schiff fährt erst ein Stück auf dem Saimaa-See und dann in den Saimaa-Kanal. Leider wird die Aussicht auf dem See sehr stark getrübt durch Fabrikanlagen und Hochspannungsleitungen. Nach der Einfahrt in den Kanal wird es nur wenig besser, da die großen Straßenbrücken über den Kanal auch nicht besonders schön sind. Das Schiff erreicht die erste Schleuse, die mit 13 m Höhenunterschied die höchste im Kanal ist. Nach der Schleusendurchfahrt dreht das Schiff und fährt prompt wieder zurück in die Schleuse. Nach zwei Stunden sind wir wieder im Hafen. Für mich war die Schiffsfahrt eine Enttäuschung, da die Strecke landschaftlich nicht attraktiv war und die Strecke auf dem Saimaa-Kanal extrem kurz war.

Saimaa-See

Schleuse im Saimaa-Kanal

Wir gehen zurück zum Campingplatz und fahren weiter. Am späten Nachmittag erreichen wir den Campingplatz bei Kotka, dem derzeit einzigen 5-Sterne-Platz in Finnland. Wir machen eine erste kurze Runde rund um den Platz. Im Rezeptionsgebäude gibt es freies W-LAN und Kaffee so viel man möchte. Man muss nur die erste Tasse bezahlen. So wird es recht spät bevor wir den Abend beschließen.

Stellplatz:  Camping Santalahti Kotka,   GPS-Koordinaten: N 60° 26′ 18,410″ E 26° 51′ 52,427″

auf dem Campingplatz in Kotka

Freitag, 15. Juni  –  Kotka

Heute haben wir erst einmal lange geschlafen. Danach machen wir die Fahrräder klar und fahren in den Ort Kotka. Dort gibt es den ältesten erhaltenen Eisbrecher. Leider konnten wir ihn nur von außen besichtigen. Wir umrunden die Halbinsel mit dem Ortskern. Der beschriebene Aussichtsturm erscheint uns nicht attraktiv und so radeln wir ohne Pause wieder zurück. Da es uns auf dem Campingplatz gefällt beschließen wir bis Dienstag hier zu bleiben.

Eisbrecher

Samstag, 16. Juni   bis   Montag 18. Juni  –  Kotka

Vom Campingplatz aus machen wir eine kleine Wanderung auf einem markierten Rundweg, der einige Aussichtspunkte an der Küste bietet. Zuerst geht es auf einem schmalen Pfad durch ein schönes Waldstück mit großen Felsen. Dann folgen die Aussichtspunkte an der Küste, die sehr schön sind. Hier liegen viele große runde Steine am Ufer. Die Landschaft erinnert mich an einen Nationalpark an der Ostseeküste von Estland. Der zweite Teil des Weges geht vorwiegend durch den Wald. Es gibt einige sumpfige Stellen, die mit Holzstegen überbrückt sind. Leider nimmt die Zahl der Mücken hier deutlich zu, so dass die Wanderung am Schluss wegen der Quälgeister etwas ungemütlich wurde. Als Ausgleich haben wir den Rest des Tages in der Sonne gesessen und gelesen. Den Rest der Zeit verbringen wir mit Ausruhen.

Küste bei Kotka

Küste bei Kotka

Dienstag, 19. Juni  – Porvoo      85 km

Nach dem Frühstück fahren wir über die Küstenstraße weiter zum Campingplatz in Porvoo. Er liegt etwas abseits des Zentrums in grüner Umgebung. Der Platz ist recht groß, aber so gut wie leer. Die angepriesene parkähnliche Platzgestaltung könnte deutlich mehr Pflege vertragen. Wir stellen das Auto ab und wandern in den Ort. Unterwegs fängt es an zu nieseln. Wir laufen durch die Altstadtgassen, die fast menschenleer sind. Gemessen an der Zahl der Krimskramsläden und Lokale muß zu anderen Zeiten mehr los sein. Am Ende unseres Rundgangs wollen wir noch in einem Einkaufszentrum ein bischen fürs Abendessen einkaufen. Am Eingang entdecke ich ein kleines Thai-Restaurant, dass ein Mittagsbüffet zu akzeptablem Preis bietet. Spontan gehen wir dort essen. Es war sehr lecker. Als wir aus dem Restaurant kommen regnet es kräftig. Daher machen wir uns sofort auf den Heimweg und kommen ziemlich durchnässt am Campingplatz an.

Stellplatz: Porvoo Camping Kokonniemi,   GPS-Koordinaten: N 60° 22‘ 45,636“  E 25° 40‘ 01,363“  (ohne Bild)

Altstadt in Porvoo

Mittwoch, 20. Juni  – Helsinki      48 km

Es ist ein schöner sonniger Tag. Wir fahren nach Helsinki zum Campingplatz Rastila, wo wir vergangenes Jahr schon einmal waren. Mit der Metro kommt man sehr schnell und einfach ins Zentrum von Helsinki. Die Haltestelle ist direkt am Campingplatz. Da wir die Stadt schon kennen haben wir uns für den Besuch des Zoos entschieden, der auf einer eigenen Insel liegt. Wir nehmen das Boot, dass vom alten Hafen am Marktplatz zum Zoo fährt. Der Zoo ist sehr schön angelegt und die Tiere haben viel Platz – so viel, dass sich einige sehr erfolgreich vor uns verstecken können. Zurück auf dem Marktplatz essen wir an einer der vielen Buden dort. Die Portionen waren groß und lecker. Danach fahren wir mit der Metro zurück.

Stellplatz: Camping Rastila,   GPS-Koordinaten: N 60º12´24“  E 25º7´16“ (ohne Bild)

Helsinki Zoo – Luchs

Helsinki-Zoo

Helsinki-Zoo – Vogel in einer Halle

Helsinki-Zoo – Bär

Donnerstag, 20. Juni  –  Helsinki

Wieder ist es sonnig und warm. Am Vormittag fahren wir wieder mit der Metro ins Zentrum von Helsinki. Vom Hafen aus wandern wir am Wasser entlang immer in westlicher Richtung. Hier gibt es eine schöne und lange Uferpromenade. Sie bietet einen Ausblick auf die Festungsinsel Suomenlinna. Ungefähr auf halbem Weg machen wir einen Stop im Cafe Ursula. Hier gibt es eine tolle Auswahl an Salaten, kleinen Gerichten und süßen Sachen. Ich entscheide mich für ein Stück Heidelbeerkuchen, der sehr gut schmeckt. Danach laufen weiter bis zum Ende der Promenade an einem Hafengelände. Anschließend laufen wir denselben Weg wieder zurück. Es war ein angenehmer Spaziergang. 

Festung Suomenlinna

Freitag, 21. Juni  –  Fähre

Wir verlassen den Campingplatz und fahren zum Fährhafen. Heute herrscht Totenstille im Hafen, da Mittsommerwochenende ist und die Finnen Ferien haben. Unsere Geduld wird sehr strapaziert, da die Wohnmobile erst kurz vor Abfahrt der Fähre gegen 17:30 als letzte aufs Schiff kommen. Mit einer Stunde Verspätung verläßt die Fähre dann den Hafen.

 Samstag, 23. Juni  –  Travemünde      489 km

Leider können wir heute nur wenig auf Deck sitzen, da es zwar sonnig, aber auch kühl und windig ist. Die Fähre kommt mit einer Stunde Verspätung gegen 21:30 h in Travemünde an. Bei der Einfahrt in den Hafen sehen wir die Passat, ein altes Segelschiff. Ohne weitere Übernachtung fahren wir die Nacht durch und sind am Sonntagmorgen zu Hause.

Segelschiff Passat

Insgesamt hat es uns in Russland sehr gut gefallen. Die Leute sind meist sehr freundlich und korrekt. Viele Strassen sind schon in perfektem Zustand, besonders die großen Hauptstrassen. Auffallend war, dass Individualtouristen eher die Ausnahme sind. Die meisten Touristen sind in Gruppen unterwegs. Fremdsprachenkenntnisse sind noch nicht weit verbreitet, und es war extrem hilfreich die Schrift lesen zu können und sich minimal auf russisch verständigen zu können. Aber es hat Spaß gemacht und wir können eine Reise dorthin empfehlen.

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Kategorien: 2012, Reiseberichte | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Russland 2012

  1. Liebe Camper!

    Immer auf der Suche nach tollen und neuen Reiseberichten, sind wir auf Ihre Homepage gestoßen, welche wir sofort begeistert in unser Linkverzeichnis aufgenommen haben.

    http://www.wohnmobil-urlaub.at – Das Weblinkverzeichnis für Wohnmobil Reiseberichte

    Ein neues Linkportal „von Campern für Camper“ für ein einfaches Auffinden von Reiseberichten durch Kategorisierung nach Kontinent, Land, Reisejahr und Reisedauer sowie einem Bewertungssystem für Webseitenbesucher.

    Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Seite besuchen würden, vielleicht finden Sie ja auch den einen oder anderen Tipp.
    Für Ideen und Anregungen sind wir immer aufgeschlossen, deshalb laden wir Sie gerne dazu ein, aktiv an unserem Linkportal mit zu arbeiten.

    Vielleicht können wir schon bald die „schönste Zeit des Jahres“ miteinander teilen.
    Auf jeden Fall wünschen wir Ihnen auch in Zukunft wunderbare Reisen, wir freuen uns auf weitere Reiseberichte 😉

  2. Super Idee mit dem Reisebericht; wir fahren dieses Jahr auch nach russ. Karelien bis nach Murmansk und können die Tips gut gebrauchen; wir würden usn auch freuen, wenn Ihr den Reisebericht auf http://www.wohnmobil-weltweit.de veröffentlichen würdet, denn dieses Forum passt hervorragend zu Euerer Idee. Macht weiter so !!

  3. Peter

    Super gemacht, ich bin schon gespannt auf die nächsten Berichte !

  4. Anonymous

    Ihr Lieben
    Ein schöner Reisebericht, tolle Fotos und Neid, Neid, Neid ……………. !!!!! Allzeit gute Fahrt wünscht euch Ruth

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